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Anführungszeichen als Initiale?

Hervorgehobene Antworten

Wenn meine Textabsätze alle mit einer Initiale beginnen und ich habe ein Anführungszeichen an erster Stelle - wie setzt man das richtig?

Der darauffolgende Buchstabe groß und das Anführungszeichen in der Größe des restlichen Textes links daneben!

PS: Müßtest Du als Verlagskauffrau nicht „Flegeline“ oder so heißen? Und Mediengestalterin sein?

Forssman/de Jong schreiben dazu in Detailtypographie (S.288)

Beginnt der Text bei Verwendung von eingebauten Initialen mit einer Anführung, entfällt sie.

Nur bei freistehenden Initialen, ob sie stumpf beginnen oder nach Einzug, kann man die Anführung aus der Grundschrift vor das Initial setzen, und zwar, wie gezeigt, in der Größe der Grundschrift.

Ob man das jedem Autor oder Verlag erklären kann, sei dahingestellt – schließlich entfällt ein Zeichen, das orthografisch an dieser Stelle vorgeschrieben ist. Optisch ist es auf jeden Fall die beste Lösung, auf das Anführungszeichen zu verzichten.

Gruß, Georg

Entfallen dann auch die Abführungszeichen?

PS: Ich seh das nicht so pedantisch mit dem "-in" bzw. "-ine", aber du hast natürlich recht - ab sofort höre ich auch auf Flegeline.

Entfallen dann auch die Abführungszeichen?

Nein, der Leser sollte ja wenigstens einen Hinweis haben, das er eben eine wörtliche Rede gelesen hat. Diese Asymmetrie gefällt mir eben auch nicht recht.

Gruß, Georg

Und genau aus diesem Grund bleibe ich bei meinem Statement, was ich mir übrigens nicht ausgedacht habe, sondern bei Robert Bringhurst zu lesen ist.

DIE ZEIT lässt die Anführungszeichen am Anfang eines Textes mit Initial auch weg.

Optisch ist es auf jeden Fall die beste Lösung, auf das Anführungszeichen zu verzichten.

Bei eingebauten Initialen muss man die Anführung dann wohl außerhalb des Satzspiegels setzen, oder? Ich würde es vermutlich so machen:

575_initialcrop_1.jpg

Man könnte darüber diskutieren, ob das Anführungszeichen nicht vielleicht zentriert gesetzt werden sollte und ob es auch in der Auszeichnungsfarbe gesetzt wird. In der jetzigen Form entspricht es glaube ich der französischen Tradition.

Gruß, Georg

Naja ... so sieht es nicht wirklich elegant und optimal gelöst aus.

Zwischen dem S und dem o sollte vielleicht nicht so weit spationiert werden.

Das erste Anführungszeichen wirkt auch ein wenig zu weit aus der Textspalte hearusgezogen.

O.K. ... is aber auch ne schwierig zu beantwortende Frage.

So meinte ich es, Georg, und so meint es auch Robert Bringhurst, allerdings tatsächlich mit zentriertem Guillemet.

Werde mal versuchen daran zu denken, heute abend ein Foto der Beispiele zu machen und hier zu posten ...

Zwischen dem S und dem o sollte vielleicht nicht so weit spationiert werden.

Ja, das habe ich auch schon mal gedacht, das war eben die LaTeX-Standardlösung, ohne von Hand zu schrauben.

Das erste Anführungszeichen wirkt auch ein wenig zu weit aus der Textspalte hearusgezogen.
Mein Ansatz war dabei, die Einheit aus Guillemet und S vollständig zu betrachten und dann nach ihrem Grauwert am Satzspiegel auszurichten. Nach kurzer Überlegung war das Ergebnis, dass das Guillemet optisch nicht ins Gewicht fällt, also habe ich das Ganze um die Breite des Guillemets ausgerückt.

Wenn man Guillemet und S einfach als Kasten betrachtet und als solchen ausrichtet wirkt das Ganze eingerückt:575_initialcrop2_1.jpg

Gruß, Georg

In der jetzigen Form entspricht es glaube ich der französischen Tradition.

Gruß, Georg

vielleicht verstehe ich das grad falsch, aber ist es im französischen nicht so, dass das guillemet genau umgekehrt gesetzt wird? zumindest hat das ein lehrer damals auf der grafischen uns so erzählt. aber mir fällt grad auf, dass das schon wieder fast 20 jahre her ist - UAAAAH! ich werd alt :)

btw: ich würds auch weglassen...

ist es im französischen nicht so, dass das guillemet genau umgekehrt gesetzt wird?

Völlig richtig:

also hier mal ein « französisches Zitat »

und hier nochmal ein »deutsches Zitat«

und sicherheitshalber ein «schweizer Zitat».

Mir ging es nur um die Position des Guillemets auf der Grundlinie des laufenden Textes vor dem eingebauten Initial.

Gruß, Georg

Mir ging es nur um die Position des Guillemets auf der Grundlinie des laufenden Textes vor dem eingebauten Initial.

sorry georg

wollte hier nicht schulmeistern. es war eher als frage gedacht, ob ich mich richtig entsinne ;) hat aber leider nach klugsch....erei geklungen - muss ich jetzt nachträglich selber zugeben :)

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