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Hervorgehobene Antworten

Hallo liebe Leut'!

Hier ist eine Frage (speziell an den Bleisetzer – und alle anderen, die sich dafür interessieren) . Ich habe die unten abgebildete Schriftprobe der Amts-Fraktur mit dem mir vorliegenden Font der Amts-Fraktur verglichen und Unterschiede festgestellt. Bei meinem Font (die beiden Zeilen darüber) haben die Füße von n und m keine Raute sondern sind waagerecht abgeschnitten. Diese Form ist mir auch aus anderen Schriftmustern vertraut. Welche ist die richtige Form oder sind beide richtig?

Von welcher Druckerei das Muster stammt weiß ich leider nicht {Fundstelle: http://www.beepworld.de/members66/vau-e ... liste1.htm [bernhard Schnelle – Schriftgeschichte(n)]}. Die TrueType-Amts-Fraktur ist nach den Vorlagen von Heinr. Wilh. Hoffmeister, D. Stempel AG digitalisiert vorden.

1539_amtsfraktur_3.jpg

Ich habe Bernhard den Verweis zu Deiner Anfrage hier geschickt.

Warum groß recherchieren, wenn man die Quelle fragen kann?

Er ist sicher so freundlich (und auch interessiert), daß er schnell antworfen wird.

Georg

Hallo liebe Leut'!

Hier ist eine Frage (speziell an den Bleisetzer – und alle anderen, die sich dafür interessieren) . Ich habe die unten abgebildete Schriftprobe der Amts-Fraktur mit dem mir vorliegenden Font der Amts-Fraktur verglichen und Unterschiede festgestellt. Bei meinem Font (die beiden Zeilen darüber) haben die Füße von n und m keine Raute sondern sind waagerecht abgeschnitten. Diese Form ist mir auch aus anderen Schriftmustern vertraut. Welche ist die richtige Form oder sind beide richtig?

Von welcher Druckerei das Muster stammt weiß ich leider nicht {Fundstelle: http://www.beepworld.de/members66/vau-e ... liste1.htm [bernhard Schnelle – Schriftgeschichte(n)]}. Die TrueType-Amts-Fraktur ist nach den Vorlagen von Heinr. Wilh. Hoffmeister, D. Stempel AG digitalisiert vorden.

Diese Schriftmuster kennst Du?

http://www.klingspor-museum.de/Klingspo ... eister.pdf

Sie entsprechen in jedem Fall den Original-Schnitten.

Georg

  • Ersteller

Vielen Dank, auf die Antwort bin ich gespannt.

Ja die Seiten vom Klingspor-Museum kenne ich. Wie es aussieht ist dort auch die Form mit den abgeschnittenen Füßen abgebildet.

Mit Bernhard Schnelle habe ich auch schon kurz darüber gesprochen (geschrieben), als ich ihm Schriftmuster meiner digitalen Bruchschriften für seine Schriftliste zur Verfügung gestellt habe. Er war auch darüber verwundert. Gerhard Helzel, der den Font digitalisiert hat, hat mir lediglich gesagt, daß der die Original-Proben von Stempel als Vorlage verwendet hat. Näheres zur Schrift selbst konnte er mir nicht sagen.

Flosemann

Gerhard Helzel, der den Font digitalisiert hat, hat mir lediglich gesagt, daß der die Original-Proben von Stempel als Vorlage verwendet hat. Näheres zur Schrift selbst konnte er mir nicht sagen.

Flosemann

Aber er hat sie nicht von Stempel erhalten.

Das würde mich sehr verwundern.

Jetzt bin ich neugierig.

Ich schaue morgen in meiner Hauptprobe nach und werde ganz unabhängig von Bernhard darüber berichten.

Georg

  • Ersteller

Woher er seine Vorlagen hat, weiß ich leider nicht. Schriftliches dazu von im zu bekommen ist fast aussichtslos, und telefonisch kommt er vom hundertsten ins tausendste … nur nicht zum eigentlichen Thema.

In der von Dir angegebenen PDF des Klingspor-Museums wird die Form mit den „abgeschnittenen“ Füßen verwendet. Ich weiß allerdings nicht ob es sich tatsächlich um Abdrucke der Bleilettern handelt oder ob nicht doch Helzels Font verwendet wurde.

Viele Grüße

Flosemann

Oh, ich kenne Gerhard Helzel..

Der ist wie seine Webseite :-)

http://www.romana-hamburg.de

Wir haben einmal eine Weile korrespondiert wegen der Scans meiner Schriftensammlung. Aber ich möchte die nicht für gewerbliche Zwecke herben - jedenfalls nicht so, wie er die dann weiterverarbeitet.

Wir klären das.

Georg

PS: Wobei - er war bzw. ist sehr freundlich. Und ich habe überhaupt nichts gegen ihn einzuwenden. Es las sich gerade etwas barsch, was ich schrieb.

Guten Morgen,

ich habe nachgeschaut.

Die hier gezeigten Muster:

http://www.klingspor-museum.de/Klingspo ... eister.pdf

entsprechen in vollem Umfang den original Schriftmustern aus der Berthold-Hauptprobe von 1926.

Das Bernhard'sche Muster ist mir zu klein. Ich kann keine Details darauf erkennen. Und bei Herrn Helzel finde ich die Abbildung der Amts-Fraktur nicht.

Gruß

Georg

  • Ersteller

Die Helzelsche Amts-Fraktur ist unten auf der 1. Seite seines Schriftmusterprospektes in einem winzigen Schriftgrad abgebildet. Hier nun die Nachempfundene Hauptprobe Kriege ich leider nicht größer hin:

1539_amtsfraktur3_1.jpg

Schn 'mal vielen Dank

Flosemann

Ach, der Herr Helzel hat mir 'mal bei der Klassifizierung einer Engen Halbfetten Mordernen Fraktur geholfen.

http://www.bleisetzer.de/cms/front_cont ... &idart=484

Da hat er sich richtig Mühe gegeben.

Theoretisch könnte ich die Berthold-Hauptprobe scannen.

Ist ein richtiger Akt, weil das ein 3 kg-Band ist. Oder Du kommst vorbei und schaust selbst?

Georg

  • Ersteller

Vielen Dank, das ist nicht nötig. Ich wollte ja nur wissen, welche Fassung die richtige ist.

Vorbeikommen würde ich gern, aber aus Hamburg ist das ja nicht grade ein Katzensprung.

Viele Grüße

Flosemann

  • 4 Wochen später...

So, jetzt können wir am Original prüfen.

Ich habe einen Satzschrank bekommen, da sind auf jeden Fall rd. 10 Brotschrift-Kästen mit Amts-Fraktur drin von 6 p bis 14 p - mager, kursiv und halbfette Schnitte.

Es wäre nur logisch, daß auch größere Grade (in Steckschrift-Schubladen) in dem Schrank waren. Die sind aber noch nicht katalogisiert, sondern warten noch im Vorlager gestapelt.

Falls Grade ab 20 p aufwärts dabei sind, werde ich in jedem Fall Andrucke davon erstellen. Falls nicht, kann man ja auch 'mal bei der 14 p nachschauen.

Kannst Du mir bitte noch einmal genau erklären, was ich prüfen soll?

Georg

PS: Mittlerweile biete ich ja an wie "Sauer Brot". Aber bisher vergebens. Andreas Seidel hat mir 'mal erklärt, daß es bei einer Digitalisierung sehr wichtig ist, unterschiedliche Grade als Scans vorliegen zu haben. Hier und jetzt wäre so eine Gelegenheit. Und wenn ich erst die Korrex in Betrieb genommen habe, dann macht die Druckqualität einen Quantensprung. Naj, wir wär's?

Und wenn ich erst die Korrex in Betrieb genommen habe, dann macht die Druckqualität einen Quantensprung.

Das wollen wir doch mal nicht hoffen. Schließlich überbrückt ein Quantensprung gerademal den kleinstmöglichen Abstand zwischen zwei Zuständen (Energieniveaus). Ich hätte mir von der Korrex etwas mehr erwartet ;-)

Gruß, Georg,

der sich auch mal die Fingernägel schmutzig machen möchte.

Und wenn ich erst die Korrex in Betrieb genommen habe, dann macht die Druckqualität einen Quantensprung.

Das wollen wir doch mal nicht hoffen. Schließlich überbrückt ein Quantensprung gerademal den kleinstmöglichen Abstand zwischen zwei Zuständen (Energieniveaus). Ich hätte mir von der Korrex etwas mehr erwartet ;-)

Grins.. Klugsch..er

Gruß, Georg,

der sich auch mal die Fingernägel schmutzig machen möchte.

Du bist mir herzlich willkommen.

Ich bin jeden Tag von 10 Uhr bis ca. 19 Uhr anwesend.

Terminabsprache wäre nett. Komm' einfach 'mal und schau Dir alles an.

Heute und morgen werden Absperrgitter im Lager montiert, am ersten Samstag im Mai bekomme ich ein Schwerlastregal montiert, das Bagel mir praktisch geschenkt hat. Da passen bis zu neun volle Satzschränke rein. Und ich habe derzeit 25 Stück. :-)

................

Ergänung: Fairnesshalber bitte ich Dich aber um Vorsicht.

Kurt sagt, ich sei wie die NPD in Dresden.

Ich weiß zwar nicht, was das bedeutet, aber es klingt sehr gefährlich.

  • Ersteller

Hallo, Georg!

Das ist ja ein toller Fang! Es ging mir darum, ob die Füße der Gemeinen (vor allem m und n) unten gerade „abgeschnitten“ sind oder, wie im Beispiel von Bernhard Schnelle, kleine Rauten haben. Ich glaube nämlich, daß sein Beispiel nicht die Amts-Fraktur ist.

Flosemann

  • Ersteller

Bleisetzer hat geschrieben:

Andreas Seidel hat mir 'mal erklärt, daß es bei einer Digitalisierung sehr wichtig ist, unterschiedliche Grade als Scans vorliegen zu haben. Hier und jetzt wäre so eine Gelegenheit.

Genau das macht auch G. Helzel. Er hat von einigen Schriften bis zu drei unterschiedliche Fassungen je nach der Originalvorlage.

Flosemann

  • 1 Monat später...

Ich habe einige Schriftschnitte einer "Dresdner Amts-Fraktur" hereinbekommen. Auf den Andruck und die Scans müßt Ihr leider noch einige Wochen warten.

1012_amtsfraktur_001_1.jpg

1012_amtsfraktur_002_1.jpg

Der Eintrag im Verzeichnis der Schriftnamen vom 1. Juli 1950 verweist auf die Schriftguß KG, der Namenseintrag wurde mit 1950 eingegeben. Diese Einträge sind nicht zwingend identisch mit dem Erstgußjahr.

Georg

  • 5 Monate später...

Hier nun ein paar Photos und noch einmal die Daten der

Dresdner Amts-Fraktur:

Dresdner Amts-Fraktur halbfett, 28 p Gruppe Xd - Gebrochene Schriften - Fraktur

Schriftguß AG, Dresden

Erstguß 1911

Hausschnitt

Wir im Bleisatz leben tatsächlich in einer anderen Zeit-Dimension, daher die späte Resonanz. Ich bitte um Vergebung.

Georg

1012_amtsfraktur_004_1.jpg

1012_amtsfraktur_005_1.jpg

1012_amtsfraktur_006_1.jpg

1012_amtsfraktur_002_2.jpg

  • Ersteller

Aha, also mit Füßchen.

Da muß ich Helzel noch mal „auf den Zahn fühlen“.

Vielen Dank

Flosemann

Aha, also mit Füßchen.

Da muß ich Helzel noch mal „auf den Zahn fühlen“.

Vielen Dank

Flosemann

Oh, kein Problem.

Ich mag Konversation, die wie hier im 7-Monats-Rhythmus verläuft. :)

Schönen Gruß an Herrn Helzel.

Georg

  • 1 Monat später...
  • Ersteller

Der von Gerhard Helzel digitalisierte Font beruht wahrscheinlich auf einem kleineren Schriftschnitt.

Ein frohes Neues Jahr

Flosemann

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