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Schrift in word oben und unten abgeschnitten

Hervorgehobene Antworten

Hallo!

Ich habe mir vor kurzem Judith Schalanskys schönes Buch "Fraktur Mon Amour" gekauft, unter anderem weil ich im Studium eine Arbeit über Kleist schreibe, dessen Texte zuerst in einer Fraktur erscheinen sind. Ich untersuche dort (aus literaturwissenschaftlicher Sicht) die typografischen Merkmale, seitdem interessiert mich das ganze Thema sehr.

Als kleinen Gag und weil es sich so anbietet wollte ich das Titelblatt in der Kleist-Fraktur setzen, die ich aus der CD entnommen habe, die Schalanskys Buch beilag. Leider bildet word die Schrift nicht korrekt ab: Die Ober- und Unterlängen sind teilweise abgeschnitten, vor allem bei kleineren Schriftgraden.

Ich bin (noch) ein ziemlicher Typo-Laie: Hat vielleicht jemand einen Tipp für mich, woran die falsche Schrift-Wiedergabe liegen könnte und wie ich das Problem beheben könnte? Vielen Dank!

Hallo Thomas – ein Leser von Roland Reuß womöglich?

Ein ganz banaler Grund für das Anschneiden der Schrift könnte ein zu großer Zeilenabstand sein. Überhaupt würde ich mir die Registerkarte »Absatz« einmal ansehen, ob sich da noch irgend eine unerwünschte Formatierung versteckt hat.

Gruß

FlorianG

Ein ganz banaler Grund für das Anschneiden der Schrift könnte ein zu großer Zeilenabstand sein.

Du meinst ein zu kleiner Zeilenabstand, oder nicht.

Ich tippe mal schwer auf einen Darstellungsfehler. Hast du dir mal einen Ausdruck gemacht oder ein anderes Satzprogramm ausprobiert (z.b. InDesign, Quark oder irgendein OpenOffice/NeoOffice-Derivat)?

Ich habe das Buch nicht, aber die Kleist-Fraktur (im TrueType-Format) müsste von Dieter Steffmann sein und die gibt es – wie alle anderen Schriften auf der CD – im Internet »for free«. Will heißen: Was nix kostet, is nix wert. Die Schriften wurden äußerst schlampig gescannt und digitalisiert und bei der Technik hat man sich wohl auch keinen Zacken aus der Krone gerissen.

Ich habe mir den Font mal eben runtergeladen und bei mir gibt's keine Probleme (Mac OsX).

gruß Steff

  • Ersteller

Richtig, Florian, Roland Reuß hat mit seiner Kleist-Ausgabe wichtige Grundlagen für meine Arbeit geliefert...

Der Tipp mit dem Zeilenabstand war sehr gut, ich habe ihn nach oben und unten erhöht und jetzt sind die Versalien vollständig wiedergegeben. Damit scheint das Problem gelöst: Vielen Dank!

(Ich glaube eigentlich, die Kleist-Fraktur aus dem Schalansky-Buch ist recht gut digitalisiert, soweit ich das beurteilen kann. Jedenfalls sehen die einzelnen Buchstaben auch sehr groß noch gut aus [was tatsächlich nicht bei allen der beiliegenden Schriften der Fall ist].)

Ja, die Profis hier haben halt den Draht zum einfachen Philologen-Volk verloren… :wink:

Gruß

FlorianG

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