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Hervorgehobene Antworten

Hallo Typogemeinde

Wir erarbiten ein neues CD für unsere Schule (Berufsbildung, Weiterbildung div. Berufsrichtungen).

Die Marke (Buchstabenmarke) habe ich so weit fertig, aber mit der Schriftwahl bin ich noch unsicher: Ich wollte die DIN nehmen (Light/Bold). Sie passt sehr gut zur Aussage der Marke.

Ich habe mit der DIN aber zwei Probleme:

1. Ist sie wirklich gut genug lesbar, auch für grössere Textmengen? Es würden auch Reglemente und Jahresberichte mit ihr abgesetzt.

2. Die DIN ist zur Zeit «in Mode». Und alles, was Mode ist, kommt ja irgendwann aus der Mode und man kann es nicht mehr sehen. (Mich schaudert, wenn ich an die «Zeitgeist»-arbeiten aus den 80-ern denke.) Die Univers oder Frutiger überstehen solche Phasen ohne mit der Wimper zu zucken. Aber die DIN hat schon recht eigenwillige Zeichenformen (das @ beispielsweise wirkt ziemlich erzwungen).

Was haltet Ihr von der DIN?

Danke Norbert.

Ich habe mit der DIN aber zwei Probleme:

1. Ist sie wirklich gut genug lesbar, auch für grössere Textmengen? Es würden auch Reglemente und Jahresberichte mit ihr abgesetzt.

»Lesbarkeit« ist ein weites Feld. Im Englischen spaltet man sie noch mal »Legibility« – also die Erkennbarkeit der Buchstabenform – und »Readability« – den Lesekomfort – auf. Ersteres trifft auf die DIN zu, letzteres eher nicht. Mengentexte sind also auf jeden Fall problematisch. Dann lieber noch eine passende Antiqua dazugestellt.

Naja, sooo gut sind die Buchstaben der DIN nun auch nich erkennbar/unterscheidbar.

Sonst hätte man sie nicht von den Nummernschilder verbannt.

Gruß

Christoph

@Christoph Schröer: Das eigentliche Ansinnen war jedoch die Erschwerung von Fälschungen (FE-Schrift ~ fälschungserschwerend).

Alex

Naja, sooo gut sind die Buchstaben der DIN nun auch nich erkennbar/unterscheidbar.

Das sind ja auch zwei völlig verschiedene Sachen. Für mich ist eine Schrift »legible«, wenn sie im Aufbau dem Skelett einer Antiqua folgt. Das tut die DIN natürlich. Einzeln betrachtet, ist jeder Buchstabe klar zu identifizieren.

Bei der »Readability« spielen eine Menge Faktoren mit rein, unter anderem auch die besagte Unterscheidbarkeit einzelner Buchstaben oder die Zurichtung (etwa bei Problemfällen wie »rn« oder »m«).

Wer es mal ausprobieren will: »Visuelle Kreativität« aus dem Hermann-Schmidt-Verlag ist in FF DIN gesetzt. Lesbar, aber nicht lesefreundlich, finde ich.

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