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Typo bei Texten am Bildschirm

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Toni Grappa

Da ich häufiger PDF Tutorials für ein Opensource Programm schreibe, die nicht für den Druck gedacht sind sondern ausschließlich am Bildschirm gelesen werden, mache ich mir Gedanken über die Lesefreundlichkeit.

Ich tendiere dazu, im Fließtext eher serifenlose Schriften zu verwenden, da Serifen am Bildschirm so schnell wegbrechen. In Kapitelüberschriften kommen sie dann aber eben doch zum Einsatz, als Kontrast. Außerdem erhöhe ich den Zeilenabstand immer ein wenig und wende den Laufweitenausgleich für die Schrift nach den gleichen Regeln an wie bei einem Druckerzeugnis. Des weiteren verwende ich immer einen leicht eingefärbten Hintergrund, um den Kontrast zur i.d.R. schwarzen Schrift zu vermindern.

Es geht mir hierbei nicht um Typo-Fragen in Bezug auf Webseiten, wo man in der Auswahl der Schriften i.d.R. sehr eingeschränkt ist und Typografie meistens "kein Thema ist". Es geht um den Fall, das ein Text ordendlich gesetzt werden soll , der aber eben nur am Bildschirm gelesen wird und die Typografie deswegen auf die besonderen Umstände Rücksicht nehmen muss.

In der Opensource-Szene werden fast alle Dokumentationen und Tutorials "über das Netz abgewickelt" und das es sich dabei in den meisten Fällen um einen "Raum handelt, in dem Typografie gedankenlos verwendet wird", dürfte niemanden verwundern. Deswegen mein Interesse an dem Thema und meine Frage, wie sich Typo am Bildschirm von der im Druck unterscheiden muss, wo sie aber auch vielleicht nach den gleichen Regeln angewendet werden sollte.

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hey

Wichtig bei de Schriftwahl ist es nicht zuletzt, eine gründlich bildschirmoptimierte zu nutzen, dann sind auch Serifen kein Problem. Um nur einige bekannte Schriften zu nennen, die sich gut machen: die Clear-Type Fonts, Lucida Grande, die üblichen Verdächtigen aus dem Web, Myriad, Minion (Web), Liberation Serif.

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Toni Grappa

Herzlichen Dank für die Antworten. Ich werde die Seiten aufmerksam lesen.

Übrigens hatte ich mir das Buch "Typo und Layout im Web" gekauft, war aber ein wenig enttäuscht, weil ich hatte mir vorher "Detailtypografie" von Forssman und Jong zugelegt hatte und dieses Buch ist, was die Fülle an Informationen angeht, nicht zu schlagen.

Aber das Themengebiet "Bildschirmschriften" werde ich weiter verfolgen.

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Ich tendiere dazu, im Fließtext eher serifenlose Schriften zu verwenden, da Serifen am Bildschirm so schnell wegbrechen. In Kapitelüberschriften kommen sie dann aber eben doch zum Einsatz, als Kontrast. Außerdem erhöhe ich den Zeilenabstand immer ein wenig und wende den Laufweitenausgleich für die Schrift nach den gleichen Regeln an wie bei einem Druckerzeugnis. Des weiteren verwende ich immer einen leicht eingefärbten Hintergrund, um den Kontrast zur i.d.R. schwarzen Schrift zu vermindern.

Das klingt doch alles sehr vernünftig!

Gestolpert bin ich nur über den Punkt »Laufweitenausgleich wie im Druck«. Da wäre ich vorsichtig. Die Bildschirmdarstellung bei Systemschriften wie Verdana und Georgia ist pixelgenau programmiert. Daher sollte man hier möglichst immer die Standard-Laufweite benutzen. Eine geringfügige Erhöhung oder Verkleinerung kann das ganze, mühsam programmierte Hinting komplett aus der Bahn werfen.

Ralf

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Toni Grappa

Die neuen Clear-Type Fonts sehen tatsächlich sehr schön aus, auch wenn sie, was die Schnitte angeht, für differenzierende Typografie eben nicht differenziert genug sind. Da brauche ich eigentlich "das volle Programm", aber ich lasse mir was einfallen.

Ja der Laufweitenausgleich...

Obwohl ich mich diesem Thema im Druck wirklich hingebungsvoll widme, bei den Bildschirmschriften scheint weniger tatsächlich mehr zu sein. Ich werde den Rat von Ralf beherzigen und die Beweislage umkehren. Lautweitenausgleich nur in begründeten Ausnahmefällen und dann auch nur in homöopathischen Dosen.

Nochmals danke für die Infos.

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Sebastian Nagel
Die neuen Clear-Type Fonts sehen tatsächlich sehr schön aus, auch wenn sie, was die Schnitte angeht, für differenzierende Typografie eben nicht differenziert genug sind. Da brauche ich eigentlich "das volle Programm", aber ich lasse mir was einfallen.

Ich hab es zwar noch nie ausprobiert, könnte mir bei den C-Schriften aber vorstellen, dass sie sich teilweise auch untereinander kombinieren lassen.

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