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Mediävalziffern als standard definieren

Hervorgehobene Antworten

Hallo,

ich schreibe meine Doktorarbeit mit OpenOffice. Ich nutze die Schriftart Minion Pro und möchte in der Kopfzeile die Seitenzahlen in Mediävalziffern setzen. Nun werden die Seitenzahlen jedoch als Feldbefehl eingefügt und somit in den Versalien. Die entsprechenden Mediävalziffern sind nur über die Zeichentabelle verfügbar und werden vom Programm somit nicht als Ziffern erkannt. Gibt es eine Möglichkeit die Mediävalziffern als Standard-Ziffern zu definieren? Es gibt viele Schriftarten da ist das so oder habt ihr eine Idee, wie ich doch noch meine Mediävalziffern elegant in die Kopfzeilen bekomme. Ich möchte das nicht alles mit Hand machen.

Gruß,

Jan

Da OpenOffice die Opentype-Features nicht direkt ansprechen kann, wird das wohl leider nicht gehen. Du könntest natürlich auf eine Schrift mit ähnlich aussehenden Mediävalziffern in der Standardbelegung ausweichen. Aber nur als Anregung: Mit einer einfachen und kostenlosen Anmeldung bei oppenoffice.org kannst Du über die neuen Entwicklungen und ihre Dringlichkeit mit abstimmen (auch zur OpenType-Einbindung gibt es bereits entsprechende Anträge). Mit etwas Glück wird es dann bald möglich sein.

das ist keine gute lösung, dafür sind die ziffern nicht gemacht.

Diese Aussage würde ich so nicht gelten lassen. Mediävalziffern können

durchaus auch für Paginas verwendet werden.

Im Zusammenklang der Textschrift, kann eine typografische Einheitlichkeit

der Pagina entstehen. Das kann unter anderem durch die Form der Ziffern

erreicht werden.

Versalziffern solltei eigentlich die absolute Ausnahme sein für Tabellen und sonstige Zahlenkolonnen, die »blockig« daherkommen müssen.

  • Ersteller

Danke für dei antworten.

Ich finde, dass die Mediävalziffern als Seitenzahlen besser aussehen. Mich würde natürlich auch interessieren, wann ihr welche Ziffern in einem Text einsetzen würdet? Ich habe in meiner Arbeit einen experimentellen Teil, in dem hauptsächlich Daten stehen. Dort habe ich die Versalziffern genutzt. In den anderen Kapitel bin ich am Überlegen, ob ich alle Ziffern komplett durch Mediävalziffern ersetze.

Gruß,

Jan

> Versalziffern solltei eigentlich die absolute Ausnahme sein für Tabellen und sonstige Zahlenkolonnen, die »blockig« daherkommen müssen.

Was wiederum darauf ankommt wie groß diese Versalziffern sind. Sind sie angenehm klein, aber alle gleich hoch (also eher sowas wie Kapitälchenziffern oder 3/4-Ziffern), würde ich sie für die Pagina bevorzugen.

"Echte" Versalziffern sind zu groß (kleiner setzen?), und manche Ziffernkombinationen aus Mediävalziffern allein stehend formen sehr seltsame Gebilde, die erst im Kontext zu anderen Seitenzahlen Sinn ergeben. Beides nicht ideal...

Ich habe in meiner Arbeit einen experimentellen Teil, in dem hauptsächlich Daten stehen. Dort habe ich die Versalziffern genutzt. In den anderen Kapitel bin ich am Überlegen, ob ich alle Ziffern komplett durch Mediävalziffern ersetze.

Ich würde Versalziffern nur in Datentabellen einsetzen, wo Zahlen direkt miteinander verglichen werden müssen. Und dort geht es eigentlich nicht um das Versale, sondern eher darum, dass die Ziffern alle gleich viel Breite einnehmen, sodass gleich lange Zahlen die untereinander stehen nicht verschieden lang sind. Das heißt eben "Tabellenziffern", zu englisch "lining figures" und ist in besseren Schriften in Versal und Minuskel erhältlich.

Aber in Office-Programmen ohne umfangreichen Opentype-Support ist das alles natürlich mühsam.

das ist keine gute lösung, dafür sind die ziffern nicht gemacht.

Diese Aussage würde ich so nicht gelten lassen. Mediävalziffern können

durchaus auch für Paginas verwendet werden.

Im Zusammenklang der Textschrift, kann eine typografische Einheitlichkeit

der Pagina entstehen. Das kann unter anderem durch die Form der Ziffern

erreicht werden.

dazu möchte ich was zitiren

Seit 2005 führt die Mainzer Verlegerin diese Workshops an Grundschulen durch, mit dem Ziel, das Verständnis der Kinder und das eigene weiter zu entwickeln. »Wir Verleger unterschätzen die Kompetenz der jungen Leser«, fasste Bertram Schmidt-Friderichs in einem Gespräch am Rande seine Erfahrungen zusammen, »und wir können von ihnen eine Menge lernen«. Als Beispiel führte er die Klage eines Schülers an, den die tanzenden Ziffern bei den Seitenzahlen irritierten. Nachdem man ihm erklärte, dass es sich um Mediävalziffern handele, die sich aufgrund ihrer Ober- und Unterlänge in Texten harmonischer einfügen, kam der kleine Leser zu der Erkenntnis: »… dann sind die also für Seitenzahlen gar nicht gemacht.« Lernerfolg auf beiden Seiten …

quelle

http://www.fontblog.de/typotag-1-buchun ... hugendubel

  • Ersteller

Was wiederum darauf ankommt wie groß diese Versalziffern sind. Sind sie angenehm klein, aber alle gleich hoch (also eher sowas wie Kapitälchenziffern oder 3/4-Ziffern), würde ich sie für die Pagina bevorzugen.

"Echte" Versalziffern sind zu groß (kleiner setzen?), und manche Ziffernkombinationen aus Mediävalziffern allein stehend formen sehr seltsame Gebilde, die erst im Kontext zu anderen Seitenzahlen Sinn ergeben. Beides nicht ideal...

Wenn man sich die Minion ansieht, so erkennt man leicht, dass die Versalziffern deutlich kleiner sind als die Großbuchstaben.

Dann werde ich es einfach so lassen, zumal mir dann niemand vorwerfen kann "tanzende" Ziffern zu verwenden. :wink:

Im Fließtext hingegen werde ich die Ziffern ersetzen.

Gruß,

Jan

ich denke es kommt auf den konkreten fall an und es

gibt etliche schöne beispiele bei denen die seitenzahlen

aus mediävalziffern gesetzt sind.

8)

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