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Die geheimen Ecken eines alten Hausrats

Hervorgehobene Antworten

Vor ein paar Tagen fiel mir etwas in die Hände, was vor vielen Jahren mal meinem Großvater gehörte...

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In dieser kleinen, schon etwas modrich richenden Mappe verbarg sich das:

2776_img_3116_custom_1.jpg

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Hier nochmal in groß:

http://www.lange-martin.de/schriften/cover.JPG

http://www.lange-martin.de/schriften/1.JPG

http://www.lange-martin.de/schriften/2.JPG

Erfreut über diesen Fund mit sehr interessanten Schriften, interessiert es mich nun, wann das Mäppchen gedruckt worden ist und ob sich damit irgendwas in Verbindung bringen lässt.

Viele Grüße

Martin Lange

Ein wirklich schöner Fund!

Wenn ich mich nicht täusche, firmiert der Verlag heute einfach unter dem Namen "Ravensburger" - zu der Zeit verlegte man im Haus dort auch die Werke von Tschichold und Itten.

Alex

  • Ersteller

Hm, ich glaube nicht, dass ich sie vorerst verkaufen will, aber was hätte sie denn für einen Wert so grob gesagt? Ich kann das nur schwer abschätzen.

bei ebay bekommst du wahrscheinlich nicht

mehr als 15 oder 20 euro. vorausgesetzt pachulke

bietet nicht mit ...

8)

  • Ersteller

aber da es mir ja nicht ums Verkaufen geht, ist das alles halb so wild. :wink:

Weis jemand von wann sie ungefähr ist?

... Wenn ich mich nicht täusche, firmiert der Verlag heute einfach unter dem Namen "Ravensburger" ...

Offiziell immer noch Otto Maier Verlag Ravensburg, aber du hast Recht, das sind die mit dem blauen Dreieeck rechts unten auf dem Umschlag. Heute machen die ihre beachtlichen Umsätze "nur" noch mit Puzzles, Spielen und Kinderbüchern (auch so TV-Zeugs, immer mal wieder), ihre Sachbuchsparte haben die vor ein paar Jahren verkauft. Aber dass die mal als "Schriftenverlag" firmiert haben, ist mir auch neu ... vor allem, wenn man sich deren heutige Typografie mal so anschaut.

Oh, danke. Wie ist eigentlich die Rechtslage, wenn man so etwas vektorisieren und setzbar machen wollte? Muß man herausfinden, ob der ursprüngliche Gestalter schon über 70 Jahre tot ist? Es gibt doch so viele Fonts nach Vorlagen aus den zwanziger oder dreißiger Jahren. Sind die alle legal?

Robert hat recht.

Solche Musteralphabete wurden vor allem als Skizziervorlagen von Schildermalern verwendet. Zur Inspiration, vor allem aber auch für deren Ausbildung. Hierbei muß man wissen, daß der Beruf des Schildermalers ein hoch angesehener und typographischer war. In meinen Augen eher die professionelle - im Sinne von Vermarktung - des Schriftenzeichnens, der Kalligraphie etc. - also durchaus künstlerisch.

Was den rein materiellen Wert solcher Muster angeht, so liegt er tatsächlich zu unrecht bei ZVAB oft nur zwischen 15-25 Euro. Für die Stichwortsuche: "Musteralphabete" oder "Schriftenproben" (Plural).

Diese Mappen sind sehr häufig viel älter als 1930. In den 30er und 40er Jahren gab es sie zwar auch noch, aber die ältesten, die ich kenne, stammen aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg.

Damals waren die Grenzen zwischen Schriften, die im Blei für den Buchdruck gegossen wurden und denselben Schriften, die als Vorlagen für z.B. Schildermaler verwendet wurden, noch fließend.

Dieses hier habe ich vor einigen Wochen verkauft. Es war das älteste, das mir je untergekommen ist. Aber ich weiß, daß es noch ältere gibt:

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Zum Inhalt:

Schriften-Sammlung für Techniker aller Art Verlag Otto Maier, Ravensburg

Format ca.

180 mm x 120 mm

Loseblatt-Sammlung, Einband zerfleddert, die Blätter selbst in altersgemäß befriedigendem Zustand. Erscheinungsjahr: vor 1914, ca. 60 Blatt.

Interessant da Gemeine-m mit dem Querstrich oben drauf, das wohl anzeigen sollte, daß es sich um ein Doppel-m handelt.

Meiner Meinung nach ist der ideelle Wert solcher Fundstücke viel höher als die paar Euro, die man damit machen kann. Ist doch ein echtes Stück Arbeitskultur.

Georg

Dieses hier habe ich vor einigen Wochen verkauft. Es war das älteste, das mir je untergekommen ist.

Ich werde es in Ehren halten. :)

Ralf

Pfffttt... ich hab's viel zu billich abgegeben, fällt mir gerade auf... grins..

Georg

  • 2 Wochen später...
  • 1 Monat später...

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