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Intelligente, feine Konstruierte gesucht

Hervorgehobene Antworten

Huhu Gemeinde,

Ich suche eine konstruierte serifenlose Schrift, die nicht so «ingenieurig» wirkt wie die DIN, sondern intelligent und fein wie die Gravur. Möglichst «exakt», unauffällig, aber nicht dumm. Vor allem auch nicht «laut», also nicht so displaymäßig (man müsste schon auch kleinere Worte auf dem Bildschirm noch lesen können). Gern auch in ziemlich feinen Graden erhältlich. Sollte so aussehen, als ob viel Hirnschmalz drinsteckt – aber nicht allzu verkrampft. Wichtig ist vor allem das Konstruierte, also sie sollte nicht zu viele kalligraphisch / handschriftlich / historisch «informierte» Features haben. Edit: Techno-Fonts und Bitmap-Sachen kann ich aber auch nicht brauchen … «distinguiert» wär vielleicht noch ein Wort? Aber ohne spürbaren historischen «Ballast».

Hoffentlich ergibt das irgendwie Sinn. Um ehrlich zu sein: Eigentlich suche ich die Gravur in billiger (ist leider ein Projekt mit wenig Geld). :hammer: Aber vielleicht gibts ja noch was Ähnliches mit dieser Art von «Feel»? Freue mich, wenn jemandem was einfällt :-)

Achso, und gleich angehängt noch ne Interessensfrage: Weiß irgendwer was von Zusammenhängen zwischen Schriftgestaltung und der Fibonacci-Reihe? Gibts da irgendwelche Versuche?

Es gibt wohl zumindest einen Font mit dem Namen Fibonacci, siehe hier. Ob der irgendwas mit der Folge zu tun hat, ist mir nicht wirklich ersichtlich :?

  • Ersteller
Es gibt wohl zumindest einen Font mit dem Namen Fibonacci, siehe hier. Ob der irgendwas mit der Folge zu tun hat, ist mir nicht wirklich ersichtlich :?

Uah. Goldener Schnitt meets Postmoderne :rockon:

Achja, dass Satzspiegel mit Hilfe des goldenen Schnitts und damit der Fibonacci-Folge konstruiert werden, weisst du wahrscheinlich.

  • Ersteller

Ja. Deshalb fiels mir auch ein – ich kam von Satzspiegel auf Fibonaccizahlen, habe mich dann drangemacht, die Reihe zu visualisieren bzw. mal selber so eine Spirale zu konstruieren, und dann fiel mir der Film «?» ein von diesem halbverrückten brillanten Mathematiker, der überall Spiralen sieht, und drum hab ich mich gefragt, ob schon mal jemand versucht hat, die Fibonaccireihe auf Schriftgestaltung anzuwenden, so als Experiment. Gäbe wohl eigentümliche Buchstabenformen, aber es gibt ja Leute, die alles mögliche mal ausprobieren … :)

Der Film is klasse... wenn auch etwas seltsam :P

Naja, ein Experimentalfilm halt.

:) Aronofsky... einer meiner Lieblingsautoren. "Experimentell" ist es zwar nicht was er macht, dafür eindrucksvoll.

Fibonacci in der Schriftgestaltung: Ich denke wie jedes andere Konstruktionsprinzip das man aus einem guten Vorsatz heraus anwenden möchte, wirkt das Ergebnis immer mehr "gewollt" als "gemacht". Ich hab mal versucht die Verhältnisse von Oberlänge, x-Höhe, Unterlänge, etc. entsprechend anzulegen. Vielleicht hätte ich es noch länger drehen und wenden müssen, andere Kombinationen ausprobieren, aber so wie es war war es nix :neenee:

  • Ersteller

:biglove: Herzlichen Dank Euch für die tollen Vorschläge!

Christian, die Chevin geht in die richtige Richtung, ist mir allerdings ein Mü zu Schaltplan-Schablonen-technisch (die An- und Abstriche).

(Hast Du übrigens meine PM bekommen?)

Sebastian: Hab ich mir fast gedacht .. grad in der Schriftgestaltung, wo ja so mathematische Prinzipien höchstens ein Ausgangspunkt sein können. Danke fürs Ausprobieren :)

Rainer: Schöne Sachen! Was ich suche, ist irgendwo zwischen der Neutraliser (zu technisch) und der Houschka (die ich an sich sehr gern mag, aber das runde W ist in diesem Fall zu eigenwillig). Die Museo Sans ist ein Überraschungserfolg – ich hatte sie aus dem Kopf für klassischer und «frutigeriger» gehalten, aber das könnte durchaus ein Ansatz sein! Danke!

Und die Colaborate, ja … ist ja an sich echt schick, aber ich komm nicht drum herum, das t einzusetzen, und da ziehts mir bei der Colaborate die Schuhe aus :?

Microboy: Bryant ist fein! Die a und e irritieren mich ein wenig von den Proportionen her, aber die könnte ein guter Weg sein. Stratum ist für diesen Fall wieder zu eckig.

Also ich denke, entweder Museo oder Bryant könnten es werden. Oder ich red nochmal mit dem Kunden über das Budget :wink: – ich glaub, ich hab mich einfach schrecklich in die Gravur verknallt.

Die FF Netto von Daniel Utz könnte auch ganz interessant sein. Hat zumindest ein wenig was von Gravurschrift.

  • Ersteller

Ja kuhl! Rainer, danke, ich wusste nicht, dass es da noch eine «Alt» gibt. Für dieses Projekt ist sie mir doch ein wenig zu gillig bzw. zu klassisch in den Proportionen, aber ich behalt das auf jeden Fall im Hinterkopf. :D

Netto! Gute Idee, Stefan, danke. Ein Mü zuviel Techno drin, aber gar nicht ohne.

Ah, Shit, ich merke grad, dass ich vor allem Abweichungen zur Gravur registriere. :( Vielleicht sollte ich einfach mit dem Rauchen aufhören und mit dem Sparen anfangen …

  • Ersteller

Nachtrag: Habe grad festgestellt, dass sich die Prelo in ExtraLight echt gut macht. Was mal wieder beweist, wie wenig genau man (also ich) manchmal weiss, was man will … seufz.

Danke Euch allen, meine Wunschliste hat sich deutlich erweitert heute :)

Nachtrag: Bin gerade über den Freefont (!) Miso von Mårten Nettelbladt gestolpert.

miso_promotion1.jpg

MISO is an architectural lettering font completed in 2006 by Mårten Nettelbladt.

It's available in three weights (light, regular, bold) in TrueType format for Windows.

  • Ersteller

Danke für die Miso! Mensch, auf irgend einem Blog hab ich die kürzlich auch gesehen … ich komm nicht mehr drauf. Jedenfalls wird sie jetzt mal runtergeladen :D

Bezüglich dieses Auftrags hat sich übrigens gerade rausgestellt, dass dem Kunden die Gravur sowieso nicht gefällt, haha. Er will explizit die Prelo (die ist irgendwie ein Lieblingskind meiner Kunden – schon der zweite innert eines halben Jahres, der drauf fliegt), und die hatte ich schon lizenziert. :D

Danke trotzdem für die vielen schönen Empfehlungen – sowas in der Art kann man ja immer wieder mal brauchen (bzw. haben wollen!).

  • Ersteller
Smashing Magazine womöglich?

Nee; war ein Blog in Grün und Weiss, ich glaube auf Deutsch …

*such, such*

Ahh, da ist er: dersven.

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