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TransType-Konvertierung -- Mac-PostScript zu PC-TrueType


S:ren.B

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Hallo Forum,

hat jemand detaillierte Erfahrungen mit der Konvertierung von Mac-PostSript-Type-1-Fonts in PC-TrueType/OpenType mit der Software TransType?

Bei uns werden Projekte oft plattformübergreifend (Mac, PC-, Unix-Grafikworkstations) bearbeitet. Häufig verwendete Standard-Schriften sind als PC-TrueType vorhanden und laufen auf allen Systemen.

Darüber hinaus ist eine umfangreiche Mac-PostScript-Type-1-Fontbibliothek vorhanden. Über die Jahre habe ich immer wieder einzelne Schriftschnitte am Mac mit TransType Pro konvertiert - hat immer funktioniert. Auch das umbenennen von TrueType-Fonts (blöd, das manche Fonts ATVisigoth, ATCrillee, LinotypeAtomatic, etc. benannt wurden und damit falsch aufgelistet werden) funktionierte mit der Software problemlos.

Gerade bin ich systematisch dabei, komplette Schriftfamilien zu konvertieren und stolpere nur über Probleme.

Die Apply-Schriftfamilie „Amoebia“ mit den Schnitten Sans, Rain, Bold, Drop wird als PC-TrueType am Mac in Photoshop richtig gelistet als 1 Schriftfamilie mit 4 Schnitten, am PC werden jedoch nur die beiden Schnitte Bold und Drop erkannt. Sans und Rain werden in Siutcase gelistet aber als Drop dargestellt. Es werden also in alphabetischer Reihenfolge nur die beiden ersten erkannt.

Auch diesem Teilerfolg gingen mehrere Versuche voraus. Beim ersten Öffnen in TransType und der Konvertierung ohne Korrektur der Namen (das Feld „Style name“ war leer, in „Weight“ stand bei Bold Bold, bei Drop, Sans und Rain „Medium“. Nach Eintragung der jeweiligen Bezeichnungen in „Style name“ wurden die Fonts wie beschrieben am Mac erkannt, am PC nicht richtig.

Bei der URW-Schriftfamilie „American Typewriter ITC T“ werden von 9 Schnitten (Light, Medium, Bold - jeweils Plain, Italic, Cond) 6 richtig dargestellt. Die Condensed-Schnitte werden am PC als Plain dargestellt.

Alles funktioniert, wenn ich jeden Schnitt „Family name“ eintrage (Amoebia-Drop, Amoebia-Sans, etc). Die Folge: Das Schriftmenü in Photoshop wir unübersichtlich lang, da die Schnitte nicht gruppiert werden.

In den TransType-Properties gibt es verschiedene Namensfelder, deren Funktion sich mir nur zum Teil erschließt:

Family name

Weight

Style name

Full name

PS Font name

Menu name

OT Family name

OT Style name

In den TransType-Preferences gibt es den Abschnitt „Font Families Packaging“ mit den Punkten „Group Macintosh Fonts by MSMenuName“ und „Group OpenType TT/PS fonts by Alternative Family name“. Unterschiedliche Einstellungen bewirkten am PC keine Veränderung.

??? Habe ich bei den Voreinstellungen oder Namensfeldern etwas übersehen?

??? Ist die Software „buggy“? Änderungen der Namen werden erst angewendet, nachdem nochmals das Zielformat ausgewählt wurde.

??? Gibt es unter Windows Fontnamen, die TransType nicht aufzeigt?

??? Ist TransType nicht genau hierfür entwickelt - Fontkonvertierung zwischen den Plattformen?

Beste Grüße

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Du musst das Font-Family-Naming-Problem beachten:

http://groups.msn.com/fontlab/tipsandtr ... ssage=2843

Unter Windows besteht eine Familie immer nur aus 4 Schnitten (regular, italic, bold, bold italic). Sobald du mehr Schnitte hast, fehlen die später im Anwendungsprogramm.

Davon abgesehen, solltest du prüfen, ob die Fonts überhaupt konvertiert werden dürfen. Siehe z.B. die EULA von Appy: http://www.apply.de/img/Lizenz_Fonts.pdf

Es ist nicht gestattet, die Schriftfonts zu verändern (d.h. die

Schriftdateien oder Teile davon in irgendeiner Form zu modifizieren

oder zu konvertieren).

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Unter Windows besteht eine Familie immer nur aus 4 Schnitten (regular, italic, bold, bold italic). Sobald du mehr Schnitte hast, fehlen die später im Anwendungsprogramm.

Wie erklärt sich, dass die Arno Pro (als OpenType/TrueType-Font mit der Adobe Creative Suite installiert) am Windows-PC in Photoshop mit 32 Schriftschnitten gelistet wird?

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Wie erklärt sich, dass die Arno Pro (als OpenType/TrueType-Font mit der Adobe Creative Suite installiert) am Windows-PC in Photoshop mit 32 Schriftschnitten gelistet wird?

Wird in dem von mir verlinkten Artikel erklärt. Man kombiniert dann 2 Namenssysteme innerhalb der Familie.

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  • 1 Monat später...
Gast

Dann häng ich mich mit meinen Fragen/Probleme doch gleich mal dran:

1. Ich möchte meine Mac-Fonts in OpenType konvertieren, um sie später plattformunabhängig verwenden zu können.

Natürlich möchte ich alle Zeichen beibehalten. Markiere ich dafür unter Preferences - Defaults - Codepages & Scripts den Kasten "Prefer Leave as is as destination encoding" ?

Ansonsten übernimmt er beim Umwandeln scheinbar nur die Zeichen der Codepage, die bei "Default Win Codepage" ausgewählt ist, wenn ich das richtig sehe.

2. Wenn ich Fonts in das "Source"-Fenster ziehe, kann ich deren Eigenschaften ja im "Destination"-Fenster per Doppelklick anzeigen und bearbeiten.

Ich habe bei "Preferences" eigestellt, das die Fontfiles nach dem PS-Namen des jeweiligen Schnitts benannt werden sollen. Nach Drag und Drop werden die Dateien auch richtig benannt, wenn ich dann aber die Eigenschaften öffne, bearbeite und später mit "okay" bestätige (passiert auch, wenn ich keine Änderungen vorgenommen habe), werden die Dateien automatisch umbenannt, und statt der verschiedenen Schnittbezeichnungen (AvantGardeBold, ...) sind sie nur noch durchnummeriert (AvantGarde1, ...). Was mach ich falsch?

3. Habe grade eine AvantGarde-Familie in OpenType PS umgewandelt. War auch schon fast glücklich, das die Namen gepasst haben, aber nach Test hab ich festgestellt, das 1. keine Vorschau mit drin ist (ich kann sie in Suitcase laden, aber man sieht keinen Mustertext) und das 2. die Oblique-Schnitte (kursiv) nicht mehr kursiv sind, sondern nur die Strichstärke übernommen wurde. Woran liegts?

Thx in advance,

Gruß fonty

e//

zu 2.: Laut FontLab-Forum scheint das ein Bug zu sein, einen Patch o.ä. gibt es nicht, der Fehler soll erst mit Version 4 behoben werden :evil:

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  • 1 Monat später...
Gast

Also langsam kapitulier ich vor diesem Programm. Ich hab jetzt mit allen möglichen Einstellungen herumprobiert, aber mehr als Teilerfolge gibt es nicht.

Das Problem mit der fehlenden Vorschau unter Windows lag am Format, man muss als Codierung "Unicode" auswählen, und nicht "Leave as is".

Das Naming-Problem bei Windows (nur 4 Schnitte pro Schrift) hab ich versucht zu umgehen, indem ich bei "Family Name" den Familienname (z.B. Frutiger) und bei "Style Name" und "Menu Name" den Namen des Schnitts (z.B. Bold Condensed) eingetragen habe. Da ich hauptsächlich mit Layout- und Grafikprogrammen arbeite, die die Schnitte sowieso nach Familien auflisten (Photoshop, Indesign etc.), würde mir das reichen.

Die Methode funktioniert nach Umwandlung auf dem Mac auch wunderbar bei den Adobe-Programmen (bei Freehand nicht, das kann mit OpenType scheinbar nicht fehlerfrei umgehen), auch im Fontverwaltungstool (extensis suitcase) werden die Fonts korrekt mit Vorschau gelistet.

Auf den PC übertragen werden die Fonts aber nicht komplett in Suitcase erkannt, einige ja, andere scheinbar nicht richtig. So zeigt er mir z.B. Bold und Bold Condensed mit der gleichen Vorschau bzw. doppelt an, weil er Condensed nicht erkennt.

Vielleicht hat das aber auch mit der Erkennung in TransType zu tun, das ja lediglich die Strichstärken automatisch erkennt, nicht aber die Laufweiten: Die habe ich dann selber ergänzt unter "Style Name", aber die Konvertierung scheint trotzdem nicht richtig zu funktionieren.

Alles in allem ist das Programm so überhaupt nicht zu gebrauchen. Nach der Produktbeschreibung auf der Seite hatte ich erwartet, das das Programm nach Konfiguration die Arbeit selbständig erledigt, also meine Schriftsammlung in einem Rutsch umwandelt.

Von dem Anspruch hab ich mich schon lange verabschiedet. Aber das es scheinbar nicht mal möglich ist, mit manueller Benennung jedes einzelnen Schnittes ein brauchbare Ergebnis zu erzielen, ist einfach unglaublich. :x

Jemand von euch noch nen Tip/Trick auf Lager?

Ich kann mir nicht vorstellen, das ich der einzige bin, der sich mit dem Tool rumärgert.

Gruß

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Die Problematik der Fontnamen ist einfach viiiiel zu komplex, als dass sie so ein Programm irgendwie automatisiert handhaben könnte. Da müssen selbst gestandene Typedesigner mit viel Mühe und Erfahrung dran arbeiten, um die Fonts möglichst auf vielen Systemen und Programmen zum laufen zu bringen. Transtype kann daran leider nix ändern.

Warum unter Windows Schnitte fehlen hab ich ja bereits geschildert.

Ich kann mir nicht vorstellen, das ich der einzige bin, der sich mit dem Tool rumärgert.

Hol dir die aktuellen OpenType-Versionen und gut is. :D

Fonts kann man eben nicht einfach so konvertieren wie Bilddateien.

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Gast
Die Problematik der Fontnamen ist einfach viiiiel zu komplex, als dass sie so ein Programm irgendwie automatisiert handhaben könnte. Da müssen selbst gestandene Typedesigner mit viel Mühe und Erfahrung dran arbeiten, um die Fonts möglichst auf vielen Systemen und Programmen zum laufen zu bringen.

Wie gesagt, von "automatisiert" bin ich ja auch schon weg, nur dann sollte es wenigstens manuell gehen, auch wenn es Gefummel bedeutet.

Warum unter Windows Schnitte fehlen hab ich ja bereits geschildert.

Hast du?

Ich hab es ja gar nicht drauf angelegt, 4er-Unterfamilien zu bilden, weil das die meisten Layoutprogramme eh nicht brauchen. Ich weiß nicht, ob du Programme von Adobe kennst, aber da werden die Schriftfamilien gelistet, und wenn ich eine wähle, sehen ich daneben die Schnitte.

screenshotle5.jpg

Problem ist hier z.B., das die Schnitte verschiedener Stärken alle da sind, die Condensed-Schnitte nicht, weil sie schon in Suitcase nicht richtig erkannt werden (statt Bold und Bold Condensed zeigt er mir zweimal Bold).

Ob mir Word etc. wegen der 4er-Regel da ein bißchen was durcheinanderschmeißt, ist mir nicht so wichtig.

Hol dir die aktuellen OpenType-Versionen und gut is. :D

Fonts kann man eben nicht einfach so konvertieren wie Bilddateien.

Sehr guter Rat. :bow: Mag sein, das es nicht so einfach ist wie bei Bildern, aber unmöglich ist es sicher nicht. Und das sollte man von einer speziell dafür gemachten Software (für immerhin 150 €) schon erwarten dürfen, oder nicht?

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Wie gesagt, von "automatisiert" bin ich ja auch schon weg, nur dann sollte es wenigstens manuell gehen, auch wenn es Gefummel bedeutet.

Ich hab es ja gar nicht drauf angelegt, 4er-Unterfamilien zu bilden ...

Und genau deswegen läuft es unter Windows nicht.

Und das sollte man von einer speziell dafür gemachten Software (für immerhin 150 €) schon erwarten dürfen, oder nicht?

Die Software kann es ja auch, nur eben nicht automatisch, da es für jede Kombination von Schnitten andere Familienzusammenstellungen braucht.

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<p>Elfen-Fraktur – eine außergewöhnliche Schnurzug-Fraktur</p>
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