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Schrift für bistabile Anzeigeelemente

Hervorgehobene Antworten

Hallo,

vielleicht kann mir jemand freundlicherweise weiterhelfen:

Ich suche eine Schrift, die üblicherweise für bistabile Anzeigeelemente (z. B. Zugzielanzeige der S-Bahn Berlin) verwendet wird.

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Das kannst Du nicht mit einer Schrift vergleichen, die Du auf dem Rechner installieren kannst. Rechnerschriften basieren auf Vectoren, während so ein »bistabiles Anzeigeelement« auf Flächen basiert — also derjenige, der das Ding programmiert, legt ja fest, bei welchem Zeichen welche Teilflächen dunkel bzw. hell angezeigt werden. Das sind sozusagen grobe Pixel und daraus ergibt sich ein ganz eigener Duktus. Man könnte so eine Schrift natürlich für den Rechner nachstellen, kann sein, daß Du etwas vergleichbares findest, wenn Du nach »Pixelschriften« suchst.

Das kannst Du nicht mit einer Schrift vergleichen, die Du auf dem Rechner installieren kannst. Rechnerschriften basieren auf Vectoren, während so ein »bistabiles Anzeigeelement« auf Flächen basiert — also derjenige, der das Ding programmiert, legt ja fest, bei welchem Zeichen welche Teilflächen dunkel bzw. hell angezeigt werden. Das sind sozusagen grobe Pixel und daraus ergibt sich ein ganz eigener Duktus. Man könnte so eine Schrift natürlich für den Rechner nachstellen, kann sein, daß Du etwas vergleichbares findest, wenn Du nach »Pixelschriften« suchst.

Hallo Pachulke,

danke schön. Kann es sein, das diese Anzeigeelemente der S-Bahn Berlin auf deren Hausschrift FF Transit basieren?

… »Ingenieurs-Schriften« …

Wäre schon mal interesant, inwiefern auch Typographen an der Entwicklung solcher Schriften beteiligt sind. Das verkorkste »g« im Eingangsbeispiel (Ring) gibt mir schon zu denken, obwohl hier natürlich die vorgegebene Höhe (Pixelzahl) wenig Spielraum läßt.

Die in den Bussen hier bei uns in Dornbirn sind ja auch "bemerkenswert"... sie haben einen sehr unregelmäßigen Grundraster, bestehend aus verschieden großen Pixeln und unterschiedlichen Subpixel-Einteilungen, offenbar dafür gemacht die Buchstabenformen besser wiedergeben zu können. Und dann kommen Ekel-Zeichen raus dass man am liebsten aufstehen und nachbessern würde ...

danke schön. Kann es sein, das diese Anzeigeelemente der S-Bahn Berlin auf deren Hausschrift FF Transit basieren?

Nein, das sind niemals »Hausschriften«, eher »Ingenieurs-Schriften«.

Hier ein paar weitere typische Vertreter: (Als Hardware, nicht als Font) http://www.aegmis.de/Portals/8/PRODUKTE ... gments.pdf

Ralf

Hallo Ralf Herrmann,

danke, jetzt kommen wir der Sache schon näher. :)

Ich habe bei meinen Recherchen noch ein weiteres Unternehmen entdeckt, das LCDs anbietet: LUMINO Licht Elektronik GmbH

Zwar ist es nicht für die Deutsche Bahn, wohl aber für die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) für den Bereich »Fahrgastinformation« zuständig.

… »Ingenieurs-Schriften« …

Wäre schon mal interesant, inwiefern auch Typographen an der Entwicklung solcher Schriften beteiligt sind.

Ich denke gar nicht. Ich hab das vor ein paar Jahren im Rahmen der SIGNA 10 ein bisschen recherchiert, unter anderem auch bei der LUMINO Licht Elektronik, die Du erwähnst, Hildchen. Ich erhielt jeweils die Antwort, die Zeichenformen würden «In-House» erstellt (teils mit eigens programmierten «Fonteditoren»), und zwar wahlweise von den Ingenieuren oder im Kundendienst.

Also schrieb mir ein entsprechender Ansprechpartner bei einer anderen Firma:

Die Pflege und Erzeugung von Schriften liegt hauptsächlich in meiner Hand als Mitarbeiter in der Abteilung "Customer Support", die neben der Kundenbetreuung auch die Fahrtzieleditierung für die Kunden übernimmt. Wir sind ein Unternehmen mit ca. 80 Mitarbeiter und haben hierfür keine spezielle Abteilung.

Nun ist ja die Lesbarkeit ein großes Thema für die Hersteller dieser Anzeigen, allerdings hat man dazu anscheinend ein sehr «wissenschaftliches» Verhältnis: Da geht es dann um die Leuchtkraft der LEDs und um die notwendige Spationierung, damit nichts «verschmiert», aber für die Gestaltung der Zeichenformen an sich scheint es erstaunlich wenig Sensibilität oder auch Interesse zu geben. Ich denke nicht, dass da Gestalter sitzen.

Wenn man sich mal überlegt, was für Möglichkeiten dem Branding und der Imagepflege da durch die Lappen gehen (während der o.g. Customer-Support-Leiter versichert, es könnten auch «kundenspezifische Zeichensätze» übernommen werden, sieht es für mich im Alltag meist nicht danach aus, dass Leuchtanzeigenschriften irgendwas mit der CI-Type des entsprechenden Unternehmens zu tun haben) – und wie fruchtbar und spannend eine Zusammenarbeit von «Fahrtzielanzeigenherstellern» z.B. mit Gestaltern von Bitmap-Schriften sein könnte –, wird einem ja ganz schwindlig. Da geht ein Haufen Potential flöten …

Die in den Bussen hier bei uns in Dornbirn sind ja auch "bemerkenswert"... sie haben einen sehr unregelmäßigen Grundraster, bestehend aus verschieden großen Pixeln und unterschiedlichen Subpixel-Einteilungen

Sebastian,

Das klingt ja krass. Hast Du da Bilder von? Ich sammle sowas immer noch, besonders so «spezielle» Beispiele.

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