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Eure Meinung zum neuen Logo

Hervorgehobene Antworten

Hallo allerseits!

Habe heute folgende Logo-Varianten entworfen und möchte nun gerne Eure Meinung dazu hören.

Bei der Firma handelt es sich um ein Büro für digitale Medien.

Was mir bereits aufgefallen ist, dass die umlaufende Schrift ein wenig "zu läuft" und daher bei kleiner Darstellung schwer zu lesen ist - welche Schrift wäre passender? ...

2enp26f.gif

Vielen Dank schon mal!

Hätte ich nicht gewusst, welche Buchstaben das sein sollen, hätte ich in drei von vier Fällen nicht erkannt, dass es sich um ein G und ein M handelt.

Das würde ich an deiner Stelle deutlicher herausarbeiten.

Puh, was ist denn das? :? Das sieht richtig schlimm aus und die Schrift ist auch groß nicht gerade als besonders lesbar zu bezeichnen. Sähe ich solch Logo, würde ich um diese Firma, wenn es um Design geht, einen großen Bogen machen. Klingt hart, ist es auch.

1. Man darf nie mehr als eine gestalterische Idee in ein Logo packen.

2. Diese muß sich auf den ersten Blick erschließen.

3. Ein Logo wird nur wahrgenommen, wenn das Auge Halt findet und nicht ständig zwischen einzelnen Gestaltungselementen hin- und herirren muß

4. Daraus folgt: Weniger ist mehr.

5. Noch weniger ist noch besser.

6. Wenn es schon ganz wenig ist, überlegen, was man noch weglassen könnte.

7. Dann ist es an der Zeit, das ganze zu überarbeiten, um es erheblich zu reduzieren.

8. Zum Schluß noch vereinfachen.

9. Das Deutsche Bank-Logo danebenlegen. Wenn der eigene Entwurf immer noch komplexer ist, überlegen, was man noch weglassen könnte.

10. Das Logo mal spaßenshalber mal an sich selbst faxen und sehen, was davon übrigbleibt (Einfarbversion in geringer Auflösung muß funktionieren).

Weder noch. Digitale Medien --> das Ding wird am Bildschirm angezeigt werden --> das muss am Schirm zu 100% klappen, nicht "etwas besser als die andere Variante" sein "aber auch noch nicht so richtig."

Und so hart es klingt (und ich hoffe du bist mir nicht böse): die anderen haben schon recht, das ist kein Logo, noch nicht mal im Ansatz, sondern ein ideenloser Haufen der zu keinem Ganzen wird.

Verdammt, Typografski, das ist wirklich ein feiner Link, den Du da gepostet hast. Das Problem ist nur, dass man ziemlich neidisch wird, wenn man sich die ganzen Sachen anschaut. Die Amis sind zugegebenermaßen ein paar Nummern besser als wir hierzulande: Sowohl was Kreativität, Typografie, Farbe und Prägnanz angeht. Mist!

Verdammt, Typografski, das ist wirklich ein feiner Link, den Du da gepostet hast. Das Problem ist nur, dass man ziemlich neidisch wird, wenn man sich die ganzen Sachen anschaut. Die Amis sind zugegebenermaßen ein paar Nummern besser als wir hierzulande: Sowohl was Kreativität, Typografie, Farbe und Prägnanz angeht. Mist!

Einerseits sind das teils sehr feine Lösungen (teils auch nicht so, je nachdem wie verkrampft man ans Thema Logo rangeht).

Zum anderen darf man nicht drauf reinfallen, dass das alle Logos sind die laufend entstehen, das ist eher die gefilterte globale Auswahl, und da wirkt man selbst einfach *immer* klein. Eine Freundin von mir die fotografisch wirklich gut drauf ist (Bildideen, Komposition und technische Ausführung) ist da jahrelang dran fast verzweifelt, dass sie im globalen Netz immer auf Leute stößt, die das noch "besser" können. (Ohne es zu merken hat sie aber auch davon profitiert.)

Wirklich ein toller Link!

@alpha: Neid ist was Gutes. Er zeigt einem, wo man hin will. :wink:

Ja, leider hat man in unserem Beruf nie ausstudiert. Aber Sebastian, ich denke, dass die Amis trotzdem im Schnitt deutlich besser sind, da ich ja auch ein wenig mit der Logoproduktion in deutschen Landen vertraut bin. Du sprichst aber auch ein wichtiges Thema an: Der unverkrampfte Umgang mit Gestaltung, der uns leider ein wenig abgeht.

@Nanaminze: Wollen wir hoofen, das das so ist, ansonsten wäre Neid ja ein recht überflüssiges Ding auf der Welt.

Ui, Ui, Ui, ich sag nur eins "Weniger ist mehr", das habe ich mir ganz GROSS auf die Fahne geschrieben.

... Je einfacher du das Logo gestaltest desto besser erkennbar. Und der Schriftzug ums Eck ... Sorry das geht gar nicht!

Ja, leider hat man in unserem Beruf nie ausstudiert. Aber Sebastian, ich denke, dass die Amis trotzdem im Schnitt deutlich besser sind, da ich ja auch ein wenig mit der Logoproduktion in deutschen Landen vertraut bin. Du sprichst aber auch ein wichtiges Thema an: Der unverkrampfte Umgang mit Gestaltung, der uns leider ein wenig abgeht.

@Nanaminze: Wollen wir hoofen, das das so ist, ansonsten wäre Neid ja ein recht überflüssiges Ding auf der Welt.

Sag lieber gluecklicherweise haben wir nie ausgelernt :D

Stellt sich aber trotzdem die Frage, warum die Amis besser sind.

Liegt es an der Ausbildung? Liegt es an mehr Freiheit fuer den der gestaltet? An der anderen Auffassung von Gestaltung auch auf Kundenseite?

Und braucht's fuer den unverkrampften Umgang mit Gestaltung nur unverkrampfte Gestalter oder auch unverkrampfte Kunden und Zulieferer?

Gruesse

Hans

Also meiner Meinung nach liegt es zum größten Teil an der gestalterischen Tradition, die in Anglo-Ländern viel mehr zu Tage tritt. Wenn man nur von schöngestalteten Dingen umgeben ist, fällt es einem sicher leichter die Ästhetik zu begreifen. Bei uns in Europa gab es ja viele gesellschaftliche Einschnitte, die sich extrem auf die Stilbildung auswirkten. Ich habe Gestaltungslehrbücher aus den 70ern, wo eher politischer Unterrricht, als fachlicher vermittelt wurde.

Zum anderen ist es sicher eine pragmatischere Ausbildung, die ganz klar darauf abzielt: was will ich erreichen und wie kriege ich das hin. In vielen englischen und ami Fachbüchern wird Gebrauchsgrafik eher als Handwerk denn als Kunstform begriffen und auch gelehrt.

Hinzukommt wohl noch ein gewisser Freigeist sowohl auf Gestalter, wie auch auf Kundenseite, den es bei uns seit den 30ern nicht mehr gibt.

Die Amis sind zugegebenermaßen ein paar Nummern besser als wir hierzulande: Sowohl was Kreativität, Typografie, Farbe und Prägnanz angeht. Mist!

I beg to differ.

Will sagen: Gestaltung ist nicht messbar und ich habe schon unglaubliche visuelle Verbrechen jenseits des großen Teiches gesehen. Davon abgesehen kommt es durchaus vor, dass Europäer für amerikanische Unternehmen gestalten und umgekehrt.

Insofern halte ich die These für nicht haltbar.

Gestaltung ist nicht messbar

Nicht? Also ist alles gleichgut, oder was? Was Gestaltung angeht, gibt es nichts zu mystifizieren. Man kann sie ebenso gut beurteilen wie andere Dienstleistungen. Um die These zu halten, muss man einfach mal die Augen auf machen.

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