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FontShop, Linotype und Co.

Hervorgehobene Antworten

Hallo,

wie ist das eigentlich mit FontShop, Linotype und Co.? Wieso haben diese Firmen die Lizenzen von Schriften und inwiefern profitiert ein längst verstorbener Typograf noch davon, wenn ich die Schrift lizenziere? ;)

Ich steige da irgendwie echt nicht durch. Wie muss man sich das vorstellen, wie die GEMA in der Musikindustrie? Hat bei Linotype irgendwann mal jemand die Lizenzen von tausenden Schriften gekauft oder haben sich Hermann Zapf und Co. früher direkt diese Firmen gewand? Wieso gibt es mehrere Firmen, die Lizenzen verkaufen dürfen? Wo fließt das Geld hin?

Vielen Dank im Voraus

die firmen kannst du mit verlagen oder plattenlabels vergleichen.

ausser den »klassikern« gehen die schriftdesigner zu den firmen und verhandeln mit den die rechte für den vertrieb der fonts.

linotype wurde 1890 gegründet und natürlich haben sie dadurch rechte an vielen klassikern, die auch dort entstanden sind.

inwiefern profitiert ein längst verstorbener Typograf noch davon, wenn ich die Schrift lizenziere? ;)

Gar nicht. Das Urheberrecht für diese Entwürfe ist ausgelaufen und sie sind damit Allgemeingut. Das »Werk«, das die Schriftanbieter heute vertreiben liegt vielmehr in der Digitalisierung dieser Entwürfe.

Hat bei Linotype irgendwann mal jemand die Lizenzen von tausenden Schriften gekauft oder haben sich Hermann Zapf und Co. früher direkt diese Firmen gewand?

Einzelne Lizenzen wurden weniger verkauft, aber die Schriftgießereien selbst fusionierten oder wurden aufgekauft und so blieben einige wenige Schrifthersteller mit großem Schriftbestand übrig. So kamen dann z.B. die Schriften Hermann Zapfs über die Schriftgießerei D. Stempel AG zu Linotype. Und er bekommt dafür noch heute seine Tantiemen.

inwiefern profitiert ein längst verstorbener Typograf noch davon, wenn ich die Schrift lizenziere? ;)

Gar nicht. Das Urheberrecht für diese Entwürfe ist ausgelaufen und sie sind damit Allgemeingut. Das »Werk«, das die Schriftanbieter heute vertreiben liegt vielmehr in der Digitalisierung dieser Entwürfe.

So schnell läuft ein Urheberrecht nun auch wieder nicht aus. Die Erben kriegen in der Regel das, was vorher der Schriftgestalter bekommen hat.

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