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Tabellen in Quark – ein Bericht

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Gast ChristianBüning

Quark Xpress kann Tabellen, das schon seit ein paar Versionen. Auch auf die Gefahr hin, hier als Programmnörgler zu erscheinen, möchte ich einen kleinen Bericht geben:

Quark kann Excel-Tabellen importieren.

Das stimmt. Dafür muss nicht mal Excel installiert sein. Toll – wenn es eine ausgereifte Funktion wäre:

• Die Tabellen können einmalig, aber nicht erneut zugewiesen werden (nervig, wenn sich Tabellen verändern oder erweitern, etc),

• Quark wird durch die internen Aktualisierungen der Tabellen unendlich langsam.

• Folge: Stückelung der Dokumente (einen 100-seitigen Bericht mit etwa 600 Tablelen habe ich in 14(!) Dokumente stückeln müssen, damit ich arbeiten konnte – eine riesige Fehlerquelle)

• Es gibt keine Stilvorlagen für Tabellenangaben. Alle Angaben müssen für jede Tabelle von Hand zugewiesen werden. Ebenfalls eine große Fehlerquelle und in großen Dokumenten nicht handhabbar.

• Die Bearbeitung der Tabellen ist langsam. Setzt man aus Versehen einen Doppelklick auf einen Rahmen, öffnet sich das Rahmen-Werkzeug. Bricht man diesen Dialog ab, braucht die Tabelle etwa 15 Sekunden zum Neuaufbau, bis man weiter arbeiten kann. Zeitraubend und unnütz.

• Die Tabellen machen die Seitenverarbeitung schwer. Wenn ich Miniaturen verschieben will, geht das nur einzeln, da Quark sonst mit den Tabellen durcheinander kommt und sich aufhängt.

und zum Schluss das Killerkriterium:

• Leider verändert Quark beim Import manche Werte ohne nachvollziehbaren Grund. Im Excel-dokument stand z.B. 15, in Quark kam 0,3333 an. Ich konnte diesen Fehler nicht beheben und nicht zuverlässig rekonstruieren.

Fazit: Die Tabellenfunktion in Quark 8 ist unbrauchbar.

Mit solchen Fehlerquellen möchte ich nicht arbeiten, zudem ist das Arbeiten zeitraubend und ineffektiv.

Jetzt werde ich das gleiche Dokument in Indesign testen und sehen, wie die Tabellen da so sind.

Ich habe diesen Bericht auch an den Kundenservice von Quark geschickt. Mal sehen, wie die reagieren...

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RobertMichael

ich bin da vielleicht etwas extrem, ich habe in meiner lehre pagemaker (zuerst den von aldus, später von adobe) verwendet, quark war nie mein freund. in der schulischen ausbildung gabs sowohl pagemaker als auch quark. ich bin mit quark nie warm gewurden, auch zu den hochzeiten dieser software – ich hab mich unter dieser oberfläche nicht wohl gefühlt. quark empfand ich auch immer zu kompliziert. pagemaker habe ich bis version 7, bis zum auseinanderfallen dieser software genutzt und bin dann sofort auf indesign umgestiegen – ich will es heute nicht mehr missen.

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Sebastian Nagel

Wobei man ja sagen muss dass die Tabellen-Funktionen auch in Indesign noch nicht wirklich frustfrei gelöst sind... trotz aller Tabellenformate, etc.

Mein Lieblingsaggressionspotential: man kann sich eine Tabelle durch Zellen-kombinieren-Zellen-teilen so zerschießen dass sie nicht wieder herstellbar ist. Hilft nur, die Überreste in eine neue Tabelle zu kopieren und neu zu beginnen.

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Norbert P
...ich bin mit quark nie warm gewurden, auch zu den hochzeiten dieser software – ich hab mich unter dieser oberfläche nicht wohl gefühlt. quark empfand ich auch immer zu kompliziert...

Alles eine Frage der Sozialisierung. Bei mir ist es genau umgekehrt: Quark empfinde ich als schnell und umkompliziert, InDesign ist ein ewiges Rumgeklicke und Hantieren mit zu vielen Optionen ... darum meide ich das, wenn ich kann.

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Andreas_Becker

Kunden-Service bei Quark? Gibts den überhaupt? Das war vor Jahren eines der Totschlag-Argumente – neben der unverschämten Preispolitik – umzusteigen auf InDesign ... und natürlich offensichtlichen Programmfehlern (Sonderfarben usw.)

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  • 3 Wochen später...
Carlito Palm

mir geht’s wie norbert.

andere ziehen die konsequenz, auf ID umzusteigen.

ich ziehe die konsequenz, in xpress keine tabellen zu machen. ich hab seinerzeit, als diese funktion eingeführt wurde (und dann auch bei jeder neuen versionsnummer) mal kurz probiert: tabellen in QX bleiben ein albtraum.

ich mach sie so wie eh und je: in excel kopieren, in textedit (ja früher hieß das noch simpletext) kurz zwischenlagern und dann mit sauber formatierten stilvorlagen in QX weiterarbeiten. die horizontalen linien gehen schön mit absatzlinien (oben od. unten), die vertikalen entweder gleich weglassen, oder händisch als linien oder besser noch als boxen platzieren.

so ging noch jeder geschäftsbericht glatt über die bühne.

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Carlito Palm

da wird’s natürlich mühsam, weil handarbeit

(herumkopieren und zeilenabstand verringern) :wink:

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Norbert P

Weil ich nur selten mit Tabellen zu tun habe, mache ich da lieber ein wenig Handarbeit (und mir vorher Gedanken/Skizzen) statt mich da erst lange mit Tabellenfunktionen auseinanderzusetzen. Bin eh kein Freund der Überfunktionalität ...

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TYPOGRAFSKI

ich habe früher immer von hand aufwändige tabellen gemacht in quark und freehand.

da hatte ich auch volle kontrolle. als ich letztens in veranstaltungsprogramm in indesign machen musste ging es zwar schneller aber ich war nicht ganz zufrieden.

was gut werden muss geht ohne aufwand nicht, egal mit welchem programm.

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Pachulke
ich habe früher immer von hand aufwändige tabellen gemacht in quark und freehand.

Ha! Früher. Du weißt ja gar nicht, was »früher« ist! :schonklar:Früher habe ich solche Tabellen und Stammbäume in Blei gebaut so richtig mit Linienhacker und fräsen und vorher endlos rechnen. Das ist der wirkliche Spaß. :huhu:

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Sebastian Nagel

Ich muss noch dazu sagen dass die Tabellen- und Zellenformate ab Indesign CS3 bei nicht *zu* komplexten Tabellen wirklich gut funktionieren.

Tabelle z.B. aus Excel einfügen, vorbereitetes Tabellenformat zuweisen. Wenn richtig eingestellt, wird dann auch gleich das Standard-Zellenformat angewendet, und weitere die Absatzformate im inneren der Zellen.

Wenn man dann mit Tabellenkopf und Fuß arbeiten will, das noch zuweisen, dann werden auch diese gleich wie vorbereitet formatiert.

Das ganze ist etwas aufwendig und mit Denk-Arbeit in der Vorbereitung verbunden, muss sich also lohnen damit man es auch wirklich mit Hand und Fuß erstellt. Aber bei einem unserer Hauptkunden (viele Tabellen mit technischen Werten) ist das eine wirklich große Arbeitsersparnis (nein, anders ginge es eigentlich gar nicht, da würde man mit manuellen Methoden, egal ob selbst zeichnen oder die Tabellen-Funktion "manuell" verwenden, völlig irre).

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