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Latein in Indesign

Hervorgehobene Antworten

Hallo zusammen!

Ich habe folgendes Problem: Ich habe einen langen Text (hauptsächlich) auf Latein in InDesign und stelle nun fest, dass es da Latein als Sprache nicht gibt. Jetzt kann ich die Sprache natürlich auf "keine" stellen und den Zeilenumbruch komplett von Hand machen. Sonderlich erpicht bin ich darauf allerdings nicht. :(

Kennt Ihr vielleicht ein Lateinwörterbuch für InDesign als Plugin oder so?

Viele Grüße

Iulius

  • Ersteller

Dass man ein klassisches Optimierungsproblem einer Rechenmaschine nicht überlassen könnte, halte ich für nicht sehr überzeugend, auch wenn ich es schon oft gehört habe. Dass man es am Ende nochmal durchsehen muss um zu sehen ob der Rechner einen Fehler produziert hat ist etwas anderes. Das steht ja auch gar nicht in Frage.

Ich vermute aber, dass das eine der Fragen ist, die man analog Win/Mac Canon/Nikon lang diskutieren kann und bei der nie irgendjemand vom Gegenteil seiner Ausgangsmeinung überzeugt wurde. Deswegen würde ich gerne zu meiner Ausgangsfrage zurückkehren...

Gibt es Latein als nachrüstbare Sprache für InDesign?

http://forums.adobe.com/message/2081962 ... 314B.node0

nicht ganz durchgelesen, aber was ich aufgeschnappt habe:

- die kennen auch kein Plugin das das bewerkstelligt

- manche meinen, man könne trennen wie italienisch

Trennung generell abschalten: kommt drauf an... Erfahrungsgemäß: wenn ich die Trennungen generell abschalte, und ein 200-Seiten-Buch (deutsch) setzen muss, bin ich sehr viel länger dran, wie wenn ich alle Trennungen die der Computer erstellt hat, hinterher durchgehe und ggf. kontrolliere (bei sinnentstellenden Trennungen, optisch hässliche Fälle, ...).

imo sollte man latein überhaupt nicht trennen. hab eben mal bei oxford, teubner und loeb nachgeschaut - die vermeiden das. latein und altgriechisch würde ich nur in lexika oder mehrspaltigen ausgaben (wie cic) trennen.

  • Ersteller

@Sebastian

Danke! Der Thread war mir bisher entgangen... Italienisch verwende ich bisher schon als Notbehelf. Sieht wohl so aus, als ob es dabei bleibt. Die paar Wissenschaftler und oder ihre Setzer, die das wirklich brauchen sind wohl nicht die richtige Zielgruppe. Es gibt ja auch keine Rechtschreibkorrektur für Word obwohl das beim Tippfehler suchen saupraktisch wäre. Und an sich müsste man das ein mal machen und dann nie wieder. Es ist ja nun nicht so, dass sich die Wortliste dauernd ändern würde :wink:

@Phoibos:

Es gibt m.W. keine Konvention ob Latein zu trennen ist oder nicht. Die Handschriften sind ohnehin getrennt, wenn auch ohne Trennstriche und einfach an der Stelle, an der der Schriftspiegel endet. Und dann kann man es in modernem Satz auch trennen, in dem ohnehin die Schreibweise normalisiert wird und für wirklich alte Texte so Trivialitäten wie WZR eingeführt werden. Ich vermute, dass es mehr zur Erzeugung einer klassisch anmutenden Optik dienen soll Latein nicht zu trennen, als dass es irgendeinen inhaltlichen Grund hat. Man führt bei der Edition ja auch meist Interpunktion ein, die in dieser Form sicher neu ist.

Die Monumenta Germaniae Historia, das Corpus Christianorum, und wenn ich mich gerade recht erinnere, auch Migne und Editio Leonina trennen.

Gute Nacht allerseits!

kurz gegooglet ergab folgendes:

http://extensions.services.openoffice.o ... ct/dict-la openoffice latein-wörterbuch

http://www.tug.org/TUGboat/Articles/tb13-1/tb34becc.pdf nicht uninteressant, was die trennregeln angeht, insbesondere der hinweis auf metrische probleme gewisser trennungen (also obacht!) - für tex

http://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/su ... .1.26.8353 latein und altgriechisch, ebenfalls für tex

also ich würde mich nach den maßgeblichen ausgaben für meinen fachbereich halten (also oup, loeb, teubner für die philologen, cic für die juristen, die historiker sind da zeitabhängig (ma ist halt anders als ag)). prinzipiell solltest du beim trennen unbedingt auf die art der quelle achten und auch die ethymologie nicht außer acht lassen.

ciao

phoibos

  • Ersteller

Vielen Dank für den Link auf InDihyph! Werde gleich mal die Demo ausprobieren. Das dürfte ziemlich genau das sein, wonach ich gesucht habe.

Und was die Frage angeht ob man trennt oder nicht: In meinen Fachgebieten (Buchgeschichte und Mittellatein) trennt man und also tue ich das auch. Ich bin kein klassischer Philologe und will mir kein Urteil über deren Konventionen anmaßen.

Viele Grüße

Iulius

In meinen Fachgebieten (Buchgeschichte und Mittellatein) trennt man und also tue ich das auch.

Für solche Zwecke – und z.B. um die Silbentrennung von langen Eigennamen nur in Ausnahmefällen zuzulassen – wünschte ich mir Silbentrennoptionen auf Wortebene und nicht nur auf Absatzebene.

So dass man z.B. über ein Zeichenformat für Latein (oder Autorennamen) die Schrauben für eine mögliche Silbentrennung sehr stark anziehen kann (z.B. mindestens x Buchstaben; Vor-/Nachsilbe x Buchstaben).

Das hat zwar nichts mit der Silbentrennung zu tun, aber zumindest kannst du auf Zeichenebene den Umbruch ausschalten. „Zeichenformatoptionen“ -> „Grundlegende Zeichenformate“ -> „Kein Umbruch“. Das könnte zumindest bei nicht allzulangen Abschnitten helfen.

Das könnte zumindest bei nicht allzulangen Abschnitten helfen.

Hier bevorzuge ich die Einstellung "Sprache: [Keine Sprache]", um denselben Effekt zu erzielen.

Das hat den Vorteil, dass bei solchermaßen ausgezeichneten Worten manuell eine Trennfuge über einen optionalen Trennstrich eingearbeitet werden kann.

'Kein Umbruch' hingegen ignoriert auch den optionalen Trennstrich.

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