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Gast Arisingrealm

Vertikaler Blocksatz unter QuarkXPress 5.1

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Gast Arisingrealm

Liebe Community,

Vorab ein "Hallo" in die Runde. Ich bin neu hier und grüße euch herzlich. Derzeit beschäftige ich mich mit einem Problem unter XPress 5.1 (Win), das ich noch nicht lösen konnte.

Vorweg: Die Standardfunktionen von XPress sind mir vollkommen klar. Mein Problem betrifft den Textfluss bis ans Ende eines Textrahmens. Ich möchte das Problem zunächst umreißen:

Ich beziehe mich beispielsweise auf Magazin-Layouts. Angenommen wird eine A4-Seite mit 3 Spalten (bzw. 3 Textrahmen). Diese 3 Spalten/Textrahmen sind mit dem Textverknüpfungswerkzeug verbunden worden, sodass der Text weiterfließt und nicht im ersten Rahmen aufhört. Angenommen wird weiters, dass der Text so lange ist, dass er mit der derzeitigen Schriftgröße ca. in der Mitte der dritten Spalte aufhört.

Ich möchte nun, dass sich der gesamte Text innerhalb dieser drei Boxen befindet und eben am Ende der dritten Box endet. Es muss sich daher entweder die Schriftgröße oder der Zeilenabstand ändern (oder auch beides), damit sich dies realisieren lässt. Wie gehe ich vor, ohne dass ich umständlich die Schriftgröße Punkt um Punkt verkleinere, bzw. den Zeilenabstand ändere? Alle drei Boxen sollen natürlich die gleichen Zeilenabstände haben.

Derzeit komme ich einfach nicht weiter. Ich habe alles versucht, doch es gelingt mir einfach nicht mit der vertikalen Ausrichtung des Textrahmens. Vielleicht gibt es auch keinen Lösungsweg, aber ich frage lieber nochmals an kompetenter Stelle nach.

Ändere ich derzeit alle drei Spalten auf vertikalen Blocksatz, so wird der Text innerhalb jeder einzelnen Spalte separat behandelt. Das sieht dann so aus, dass sich in der ersten und zweiten Spalte gar nichts ändert, der Text in der dritten Spalte aber bis ans Ende des Textrahmens gezogen wird. Und das darf natürlich nicht sein, denn es soll sich der gesamte Text in allen drei Boxen gleichmäßig ausdehnen.

Ich freue mich auf eure Antwort.

Michael

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Johannes C

Jetzt mal abgesehen von deinem technischen Problem, da ich mich mit Quark nicht auskenne. In InDesign gibt es für die Registerhaltigkeit die Funktion, Text am Grundlinienraster auszurichten – so etwas gibt es in Quark mit Sicherheit auch. Aber wenn Du nur 2 1/2 Spalten Text hast, hast du glaube ich viel eher ein inhaltliches Problem. Wenn Dir also so viel Text fehlt und Du ihn bis ans Ende der 3. Spalte zwingen willst, können nur unschöne Lücken entstehen. Würde eher die Textrahmen verkleinen, oder – wenn möglich – den Text zurechtschreiben.

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Gast Arisingrealm

Danke für deine Antwort.

Aber wenn Du nur 2 1/2 Spalten Text hast, hast du glaube ich viel eher ein inhaltliches Problem.

Das war doch nur ein theoretisches Beispiel, damit ihr das Problem seht und versteht, was ich zu tun versuche.

Es gibt im XPress "vertikaler Blocksatz", aber er wird nicht so angewendet, wie ich es gerne möchte. Ich frage mich daher: Wie wendet man ihn richtig an und ist es überhaupt möglich, 3 Textrahmen damit so anzupassen, dass es wie aus einem Guss wirkt!

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Johannes C

Kommt wohl drauf an, ob du Wert auf Registerhaltigkeit im ganzen Dokument legst, also ob die Zeilen auf jeder Seite an gleicher Stelle sitzen.

Generell birgt der Blocksatz – ob nun horizontal oder vertikal – das Problem, dass der Text in die Form gezwungen wird und unschöne Ergebnisse bringen kann: horizontal werden grobe Lücken reingedrückt mangels passender Silbentrennung, vertikel verschieben sich die Zielenabstände, bis es eben passt.

Und wenn man eben mehrere Spalten nebeneinander hat, fällt das natürlich sofort ins Auge.

In Magazinen und Zeitungen wird nicht selten der Text genau auf den Textrahmen zugeschrieben. Musste vorgestern einen kurzen Pressetext auf 750 Zeichen zurechtschreiben und hatte eine Toleranz von +/- 25 Zeichen.

Wenn es Dir nur auf die drei Spalten auf der aktuellen Seite ankommt, würde ich das nicht automatisieren, sondern das Textlayout von Hand so ändern, dass es passt.

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Johannes C

Kurzer Nachtrag:

»Ich hab da mal was vorbereitet«

2rgdxf4.jpg

Bild geht etwas in die Breite …

Ich bleibe lieber im Raster (links), nehme eine kleine Lücke in kauf (die ich sogar gut finde, da sie dem Leser nochmal ein kleines »ENDE« mit auf den Weg gibt und habe dafür ein harmonisches Schriftbild, als den Text zu verunstalten (rechts)

P.S.: Ist die Titilum, die hier kürzlich erwähnt wurde. Hat wirklich ein leicht komisches ß. Werde die aber trotzdem irgendwann mal anwenden.

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Gast Arisingrealm

Deine letzte Antwort ist auch auf mein Problem bezogen? ;)

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Johannes C
Deine letzte Antwort ist auch auf mein Problem bezogen? ;)

Ja oder um’s kurz zu fassen: sieht einfach scheiße aus. ;)

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Michael Wassenberg

... in meiner 7er-Version funktioniert es. (Und ich vermute einmal, dass sich dieses Feature seit der Version 5 nicht verändert hat.) Man muss natürlich Hand anlegen. Ich habe in kleinen Schritten den ZAB solange vergrößert, bis alle Spalten fast gleichmäßig gefüllt waren. Den Rest habe ich durch behutsames Erhöhen der Laufweite erreicht. GLR ist natürlich hilfreich – aber nicht zwingend erforderlich, wenn es sich um einen dreispaltigen Textrahmen handelt ... oder alle drei Textrahmen oben gleich aufgehängt sind.

In dem von Dir konstruierten Fall könnte man ja unter anderem auch den Satzspiegel verkleinern oder den Spaltenabstand vergrößern. Es gibt halt viele Rädchen, an denen man drehen kann.

Aber: Dieses Vorgehen widerspricht total meiner typografischen Denkweise und Praxis. Ich habe den vertikalen Blocksatz noch nie eingesetzt. Alle Parameter beeinflussen einander: Satzspiegel, Spaltenbreite, Zwischenschlag, Schriftart und -größe, ZAB, Laufweite, S&B-Einstellungen etc.

Vielleicht hilft es, wenn Du mal einen Screenshot hier reinstellst?

Du siehst: Du hast eine programmtechnische Frage gestellt – und man versucht, Dir als Gestalter/Typograf zu antworten ...

:?

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Dieter Stockert
Deine letzte Antwort ist auch auf mein Problem bezogen? ;)

Ja oder um’s kurz zu fassen: sieht einfach scheiße aus. ;)

Genau. Ich lese einen Text auch viel lieber, wenn die Seite nicht ganz voll ist - sieht nach weniger aus und ist ganz einfach angenehmer. Also bitte nicht alles gleichmäßig mit Text zupflastern, sondern für Weißräume sorgen! So gesehen gibt's wirklich keinen Grund für den vertikalen Blocksatz. (Und die Registerhaltigkeit verbietet ihn ja auch.)

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