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Arabische Textdarstellung. Word-InDesign. Dringend!

Hervorgehobene Antworten

Hi zusammen,

ich muss einen Flyer jetzt auch in arabisch setzen. Habe ein Word-Datei bekommen, allerdings werden anstatt Buchstaben nur kleine Rechtecke dargestellt. Hilfe, was muss ich denn laden, installieren, einstellen, das das funktioniert?

Danke im vorraus,

Bastian

  • Ersteller

Hi Ralf,

manchmal sind Sachen komisch :?

Also, die Worddatei zeigt mir nur Müll an!

Jetzt hab ich das Worddokument einfach in InDesign plaziert und siehe da,

das sieht ganz schön arabisch aus!

Wie das jetzt funktioniert hat weiß ich nicht! Aber es hat funktioniert :cheer:

Arabisch geht wohl in ID. Zumindest vor drei Minuten hier bei mir (CS4/WIN)

Wenn OT-Fonts mit dementsprechenden Zeichen vorhanden sind funktioniert das auch ohne dei ME-erweiterung.

Teste mal, ob Du aus der arabischen Wikipedia Texte ins ID bekommst.

// r88

  • Ersteller

Ah, gut zu wissen!

Deshalb lasse ich das mal Korrektur lesen :hammer:

  • Ersteller

Ja. Und auf dem Kopf :lol:

Hab das jetzt mit dem PDF plazieren gemacht.

Dann stimmt es wenigstens.

wenn du mit word unter windoof dir das anzeigen lassen willst solltest du mal das Spracherweiterungspaket installieren, einfach WindowCD rein und unter Extras oder so ähnlich schauen.

  • Ersteller

Bäh Windows. Davon bin ich schon seit Jahren weg :mrgreen:

Danke dir trotzdem.

Bäh Windows. Davon bin ich schon seit Jahren weg :mrgreen:

Man kann die wissen :mrgreen::hammer::hammer:

  • Ersteller

Hast schon Recht, vielleicht braucht man es ja doch irgendwann mal :gimmifive:

  • 5 Jahre später...

Prima, InDesign ME hat ja früher ein Vermögen gekostet. Ich würde allerdings dringend empfehlen, arabische Schrift gegenlesen zu lassen. Wobei ich den Verdacht habe, dass Leute, die Arabisch sprechen und lesen, es mittlerweile gewöhnt sind, "falsch" zu lesen. Ich schau mir gerne mal internationale Verpackungen an ...

Ich habe hier noch CS4 und hatte jetzt auch das Vergnügen zumindest ein Wort arabisch zu setzen. Dass die Buchstaben in der falschen Reihenfolge waren, war für mich nicht ersichtlich aber der Dolmetscher fand das wohl höchst befremdlich was ich da gemacht habe. Wir haben uns dann mit einem PDF, das in Pfade gewandelt war, ausgeholfen. Multikulti mit allen Tücken ist jetzt auch hier am letzten Ende angekommen

Magnus, meinst Du die Lösung mit dem Textrahmen? Damit bekommt man zwar arabische Schriftzeichen, die Schreibrichtung geht aber in InDesign wirklich nur mit ME. Sprache ändern bringt nichts. Man kann das daran erkennen, dass die Buchstaben nicht verbunden sind: Arabisch, gleich welcher Schrifttyp, ist eine Kurrentschrift und wird immer verbunden. Ausnahmen sind nur bestimmte Buchstaben (rim, zin, waw, quaf, alif) und Kreuzworträtsel.

  • 3 Jahre später...

Die Beiträge sind ja alle schon etwas älter … dennoch zur Info:

Ich hatte auch das Problem mit einzelnen arabischen Wörtern innerhalb eines Absatzes. Bei mir (CC2017) war die Lösung denkbar einfach: Globaler Adobe-Absatzsetzer auswählen, dann laufen die arabischen Wörter automatisch von rechts nach links, der Rest weiterhin normal (von links nach rechts). Adobe scheint also nachgebessert zu haben :)

  • 10 Monate später...

weil ich's grad gebraucht habe und jetzt doch eine lösung gefunden habe (die mit den neueren ID versionen funktioniert) und damit ich den trick in 2 jahren wiederfinde, speichere ich das hier mal ab:

https://www.indesign-blog.de/arabischen-text-in-indesign-setzen/

 

Habe grade ein 80-seitiges Buchprojekt auf arabisch hinter mir ...

 

kann bestätigen dass das mit der CC-Englisch-Arabisch-Version inzwischen tadellos klappt – wenn man erst mal die Spezifika verstanden hat (Schriftsystem, Leserichtungen, Layourichtung, Blätterrichtung, ...), und im Wissen dass man natürlich als kulturfremder Gestalter besser weniger als mehr macht ... 

 

Wir hatten Googles Noto-Sans-Arabic im Einsatz, die 8 Gewichte und 4 Weiten mitbringt und die Opentype-Features vernünftig und modern implementiert hat – was sehr hilfreich ist. Gemischt (über composite-Fonts in Indesign) haben wir das  mit der CI-Schrift DIN Pro (Ziffern, Satzzeichen, ...).

 

Die Übersetzungen kamen vom Übersetzer in einem Word-docx-Dokument und zur Kontrolle nochmal als PDF um zu sehen ob das Schriftbild bei uns irgendwie zerfetzt wird – war zum Glück nicht der Fall. Ein manuelles Kopieren der Texte ins Indesign-Dokument (arabisches Dokument, Leserichtung rechts nach links, Ausrichtung rechts, Sprache Arabisch, keinesfalls "optisches" Kerning!, ...) hat dann ein nachvollziehbares Bild abgegeben, d.h. auch das hat geklappt. Stellenweise haben wir mit Google-Translate noch Plausibilitäten geprüft um mal was sinnvoll umbrechen zu können (was aber gar nicht so kompliziert ist).

Das einzige mit Hirnknoten-Potential waren einzelne westliche Worte und die Zahlen ... die Navigation mit Cursor-Tasten, aber auch mittels Maus ist da alles andere als intuitiv (egal ob im Modus "logisch" oder "optisch").   

 

Nebeneffekt: man erkennt an einigen Stellen plötzlich, warum die deutsche Indesign-Version so "seltsam-unsinnig organisierte" Werkzeugpaletten hat – da tauchen plötzlich neue Optionen auf ...

 

Falls jemand noch weiß wie man ein Projekt englisch / arabisch / japanisch mit dem selben Indesign umsetzt ... wir haben uns jetzt mit zwei Rechnern beholfen, der Mix aller drei Schriftsysteme klappt (glaube ich) nicht.

vor 38 Minuten schrieb Sebastian Nagel:

Das einzige mit Hirnknoten-Potential waren einzelne westliche Worte und die Zahlen ...

Ja, da verzweifel ich regelmäßig auch. Immer wenn Zeichenfolgen wie "648/2005" eingegeben werden sollen, dreht ID das im arabischen Text um (2005/648), was vom Kunden bemängelt wird. (Ob das so rum oder anders rum richtig ist, weiß ich aber nicht).

 

Zitat

ein Projekt englisch / arabisch / japanisch

mach ich hier an 1 Rechner – was genau klappt denn nicht?

Alles 1 Textahmen:

bildschirmfoto2020-04wbkag.png

Am 14.4.2020 um 16:31 schrieb bertel:

Ja, da verzweifel ich regelmäßig auch. Immer wenn Zeichenfolgen wie "648/2005" eingegeben werden sollen, dreht ID das im arabischen Text um (2005/648), was vom Kunden bemängelt wird. (Ob das so rum oder anders rum richtig ist, weiß ich aber nicht).

Genau sowas, ja ... bei uns waren oft %-Angaben betroffen ... mal sind sie als "%10" im Rahmen gelandet, teils als "10%". Richtig wäre wohl "%10".  Meist hat es dann mit Ausschneiden des "%" und Einfügen an diversen Stellen vor oder nach der Zahl, mit oder ohne Leerzeichen geklappt (meist nicht da wo man erwartet hätte dass es klappt).

Meine Vermutung ist, dass die Indesign-Erkennung, wo von links-nach-rechts im rechts-nach-links-Kontext gelesen wird, nicht ganz so super ist, und z.B. bei einem / von einem Richtungswechsel ausgeht, auch wenn man den in diesem Fall nicht haben will. Möglicherweise gibt es eine Formatierungsoption, die so eine Kette in einer Richtung "zusammenhält"? 
Irgendwie sind wir da durchgekommen, richtig sauber ist der zugrundeliegende Text aber vermutlich nicht 🙂

 

Zitat

mach ich hier an 1 Rechner – was genau klappt denn nicht?

Alles 1 Textahmen:

bildschirmfoto2020-04wbkag.png

Da hab ich mich nicht ganz richtig ausgedrückt. Hast du in Indesign im Interface gleichzeitig Steuerelemente für westlichen Textsatz, arabische Textsatz und japanischen Textsatz verfügbar? 

Ich habe in meiner englisch-arabischen Installation Menüeinträge und Formatierungsmöglichkeiten für eben diese beiden (also RTL-Einstellungen, Optionen zur Layout-Umkehr, Kashidas, Ziffernarten, ...).

Würde ich eine englisch-japanische Version installieren, hätte ich neben westlich auch Optionen für japanischen Satz (Ruby-Text, vertikalen Satz, ...).

Aber alle drei zusammen in einem Interface ... ?  Ich kann natürlich japanischen Text ins Dokument kopieren und mit den "westlichen" Mitteln formatieren und soweit ich sehe mit dem "adobe world-ready-composer" statt dem normalen Absatzsetzer auch einigermaßen gut setzen (lassen), aber wenn irgendwas spezielles gefordert wird fehlen die Interface-Elemente mit denen ich das beeinflussen könnte.

Ah, jetzt – mein ID ist nur englisch-arabisch. Japanischen Text kann ich – wie du beschrieben hast – reinkopieren und formatieren, mehr will und muss ich gar nicht.

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