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Auszeichung von Personenkürzeln in Text?

Hervorgehobene Antworten

Liebe Leute,

ich helfe grade meiner Freundin bei der Gestaltung ihrer Diplomarbeit ... Sie schreibt in ihrem Text über Figurenkonstellationen in einer Erzählung. Da die Figuren keine Namen haben, und das auch recht umständlich wäre, verwendet sie Kürzel für die verschiedenen Personen, also als einfaches Beispiel so:

(P) muss (D) überwinden, um (F) zu überzeugen.

Da diese Kürzel recht häufig vorkommen, ist die frage, wie wir sie am besten setzen. Momentan sind sie eben in der Form "Klammer + Kürzel + Klammer" eingesetzt, ab und zu erzeugen wir damit aber einen echten Klammernwald - zu viel.

Ich bin ja versucht, die Klammern einfach wegzulassen, also keinerlei Auszeichnung, und zu schreiben (nach einer einführenden Erklärung):

P muss D überwinden, um F zu überzeugen.

Andere Möglichkeiten wären fett (zu aktiv) oder kursiv (labil?), oder eben mit Hilfszeichen wie den Klammern.

Wie würdet ihr das machen? Ich bitte einfach um ein paar Ideen, ganz ohne dass das Ganze in Grabenkämpfen ausartet, da es hier wohl keine "einzig richtige Lösung" geben wird :)

Danke

Sebastian

Ich denke auch, dass es hier vermutlich nicht zur Entdeckung der Einzig Richtigen Lösung™ kommen wird :D Aber ich notiere gern mal meine Gedanken dazu...

Die Lösung mit den Klammern gefällt mir auf den ersten Blick im Vergleich mit der unausgezeichneten Variante nicht. Auf mich wirkt die letztgenannte richtiger, ähnlich wie man A. und B. verwenden würde, um Anton und Bernd abzukürzen.

Zur Kursiven würde ich eher auch nicht greifen, weil die schon für so viele andere Dinge (Titel, Buchstaben an sich [das A], Innerer Monolog...) verwendet wird, und sich daran vielleicht das Auge und/oder die Aufmerksamkeit des Lesers aufhängen könnte.

Und die Fette wäre mir... zu fett :wink: Mit der kann ich im Fließtext generell nicht viel anfangen, die ist in meiner kleinen Welt für ganz andere Dinge reserviert...

Was noch bliebe wäre eine deutlich andere aber gleich schwere Schrift (Sans im Serifentext) oder zusätzlich zu den unterschiedlichen Buchstaben noch Farben (P muss D überwinden, um F zu überzeugen.). Das wäre allerdings beides mehr oder weniger experimentell und hinge auch davon ab ob beispielsweise in 4c gedruckt werden soll/kann.

Unterm Strich würde ich vermutlich bei der unausgezeichneten Variante bleiben, und wenn ich den Satz gegenüber jemandem zu verantworten hätte, dem das nicht zusagt, würde ich am ehesten mit der Sans/Serif-Kombination experimentieren :D

Ich bin ja versucht, die Klammern einfach wegzulassen, also keinerlei Auszeichnung …

So ist es auch in juristischen Arbeiten üblich. Es gibt keinen Grund, solche Abkürzungen, die für Personennamen stehen, besonderes auszuzeichnen.

IUnterm Strich würde ich vermutlich bei der unausgezeichneten Variante bleiben, und wenn ich den Satz gegenüber jemandem zu verantworten hätte, dem das nicht zusagt, würde ich am ehesten mit der Sans/Serif-Kombination experimentieren :D

Sehe ich genauso.

P muss D überwinden, um F zu überzeugen.

Hmm, sah in meinem Kopf besser aus als es ist. ;)

Du würdest doch einen Namen auch nicht auszeichnen, oder? Vor diesem Hintergrund sind A oder F oder D ganz einfach Namen …

A hörte leise Schritte hinter sich. D würde ihm schon folgen, spät in der Nacht und dazu noch in dieser engen Gasse mitten im übel beleumundeten Hafenviertel? Gerade jetzt, wo D das Ding seines Lebens gedreht hatte und mit der Beute verschwinden wollte! Hatte einer seiner zahllosen Kollegen – A oder B oder G – dieselbe Idee gehabt, A beobachtet und abgewartet, um F nun um die Früchte seiner Arbeit zu erleichtern? Oder gehörten die Schritte hinter ihm zu einem der unzähligen Gesetzeshüter dieser Stadt, und die stählerne Acht um seine Handgelenke würde gleich zuschnappen? F konnte die Aufforderung stehen zu bleiben schon hören. Gehetzt sah D sich um. Plötzlich erblickte G den schmalen Durchgang. Bloß nicht auszeichnen, dachte B bei sich.

Solange der Dachdecker D vom Schuppen des Hausbesitzers H in den Garten der Nachbarin N stürzt und dabei das Gurkenbeet G (Entschuldigung!) verwüstet, muss man doch die Frage stellen (dürfen):

Können Millionen Juristen irren?

Wie wär’s mit Anführungszeichen? Nach meinem Empfinden würde es auch dazu passen, wofür die Buchstaben stehen.

Wie wär’s mit Anführungszeichen? Nach meinem Empfinden würde es auch dazu passen, wofür die Buchstaben stehen.

„A“ hörte leise Schritte hinter sich. „D“ würde ihm schon folgen, spät in der Nacht und dazu noch in dieser engen Gasse mitten im übel beleumundeten Hafenviertel? Gerade jetzt, wo „D“ das Ding seines Lebens gedreht hatte und mit der Beute verschwinden wollte! Hatte einer seiner zahllosen Kollegen – „A“ oder „B“ oder „G“ – dieselbe Idee gehabt, „A“ beobachtet und abgewartet, um F nun um die Früchte seiner Arbeit zu erleichtern? Oder gehörten die Schritte hinter ihm zu einem der unzähligen Gesetzeshüter dieser Stadt, und die stählerne Acht um seine Handgelenke würde gleich zuschnappen? „F“ konnte die Aufforderung stehen zu bleiben schon hören. Gehetzt sah „D“ sich um. Plötzlich erblickte „G“ den schmalen Durchgang. Bloß nicht auszeichnen, dachte „B“ bei sich.

Das sieht nicht gut aus.

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