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Römisch Linkskursiv

Hervorgehobene Antworten

Hallo,

eine bis vor einiger Zeit für topografische Karten typische Schriftart war die "Römisch Linkskursiv". Sie wurde für die Gewässernamen genutzt und hat es mir mit ihrer besonderen Ästhetik sehr angetan.

100801roemischlinkskurs.jpg

Leider ist es mir bis jetzt nicht gelungen, etwas zum Ursprung dieser Schrift herauszufinden, und so wende ich mich an die Fachleute in diesem Forum.

Woher kommt diese Schrift und wann wurde sie zum ersten Mal benutzt?

Danke für jeden Hinweis!

Gruß,

Gunther

P.S.: Weitere Muster gibt es in einem Beitrag meines Weblogs, in dem ich mich ebenfalls nach dieser Schrift erkundigt habe.

Hallo Gunther,

herzlich willkommen hier im Forum.

Bei der von dir gesuchten Schrift handelt es sich um die Roemisch Rueck Liegend:



Du kannst bei Linotype eine Lizenz für die Schrift erwerben. Dort findest du auch diese (leider sehr knappe) Information zur Schrift:

Designer: German Cartographic Design

Die Roemisch ist eine historische Schrift aus der Zeit des Bleigusses, deren besonderes Merkmal die rückwärts geneigten Schnitte für kartografische Anwendungen sind.



Ich hoffe, ich konnte dir wenigstens etwas helfen.

Gruß
Thomas

Hat es eigentlich einen bestimmten Grund, dass diese Schrift linksgeneigt ist ...? Also, ist das auf einer Karte irgendwie von Nutzen? :?

Es gibt in einer normalen topografischen Karte einfach so viele verschiedene Elementarten, dass du um jede Auszeichnungsmöglichkeit froh bist.

Ach so, das hat also nur insofern etwas mit der Linksneigung zu tun als dass eine andere Auszeichnung darstellt, nicht damit dass das eine bestimmte andere Auswirkung hätte ...? :D

Es ist doch offensichtlich nicht dieselbe Schrift. Buchstaben wie ‹e›, ‹i› und ‹a› in Gschmids Bild weisen typische Kursiv-Formen auf, während die Roemisch Rueck Liegend eine einfache schiefe Antiqua ist.

PS: Es handelt sich also wohl eher um die Kursivschrift Rueckwaerts Liegend.

PPS: Oder sollte das jetzt trotz unterschiedlichem Namen als dieselbe Schrift gelten?

Mach, du hast natürlich recht. Ich hatte bei Linotype solange nach weiteren Informationen gesucht, bis ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr gesehen habe – war ja auch schon etwas nach Mitternacht.

  • Ersteller

Danke an alle für die Antworten!

Bei Linotype habe ich bereits angefragt, doch da konnte man mir auch nicht weiterhelfen. – Was die Linksneigung angeht, so kann ich mir vorstellen, dass diese auch auf die damals eingeschränkten Paus-/Kopierverfahren zurückgeht. – Die bei Linotype angebotene Schrift ist tatsächlich eine andere. Erst Machs Hinweis hat mich darauf aufmerksam gemacht (danke!); meinen Blog-Beitrag habe ich entsprechend aktualisiert.

Gruß,

Gunther

Hat es eigentlich einen bestimmten Grund, dass diese Schrift linksgeneigt ist ...? Also, ist das auf einer Karte irgendwie von Nutzen? :?

Üblicherweise ist das den Gewässern vorbehalten, so können die schnell als solche identifiziert werden. Nicht dass du nasse Füße bekommst … :D

Üblicherweise ist das den Gewässern vorbehalten, so können die schnell als solche identifiziert werden.
Hab gerade mal bei der schweizerischen Landestopografie nachgeschaut. Das Kartenmaterial ist seit kurzem auf einem neuen Portal online verfügbar. (map.geo.admin.ch) Hier ist es «normal» kursiv.

Hallo!

Hab gerade mal bei der schweizerischen Landestopografie nachgeschaut. Das Kartenmaterial ist seit kurzem auf einem neuen Portal online verfügbar. (map.geo.admin.ch) Hier ist es «normal» kursiv.

Das scheint wohl in jedem Land anders gehandhabt zu werden. Ich habe eine niederländiche Karte, da werden Gewässer mit rechts-kursiver Schrift bezeichnet. Auf Karten des britischen »Ordnance Survey« aufrechte Schrift.

Auch auf deutschen Karten variiert die Schrift. Die neue ATKIS Karten der landesvermessungsämter verwenden eine serifenlose Schrift (für Gewässer linkskursiv); auch auf Karten (von den Landesvermessungsäämtern herausgegeben) der östlichen Bundesländer habe ich schon mal serifenlose Schriften gesehen; hier für Gewässer aber auch rechtskursive Schriften.

Minimalist hat geschrieben:

Okay, das ist natürlich praktisch – besonders wenn beim Druck die Farbe ausgeht ... :cheer:

Es gab (gibt?) topographische Karten auch in s/w. Eine Anwendung hierfür sind Karten, auf denen Markierungen, Zeichnungen etc. angebracht werden sollen (z.B. bei der Führung von Lagekarten für Militär, Katastrophenschutz etc.).

Gruß Stephan

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