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Konsistente Schriftdarstellung auf verschiedenen Plattformen

Hervorgehobene Antworten

Hallo,

ich wundere mich gerade welche Möglichkeiten es gibt Texte einheitlich und in guter Qualität auf verschiedenen Plattformen darstellen zu können.

Folgende Gedanken habe ich mir gemacht:

Plattformübergreifende Programmierframeworks wie Qt oder Java sind eher schlecht geeignet, da sie im großen und ganzen die Schriftdarstellung des darunterliegenden Systems benutzen (Quartz, GDI/GDI+/DirectWrite, FreeType, ...).

Dann fällt mir noch Flash ein (finde ich persönlich nicht so toll):

Damit wären die Plattformen Windows, Linux/Android, Mac (ohne Mobilgeräte) abgedeckt.

Letztendlich wäre es denkbar, dass man FreeType auf allen Plattformen nutzt.

D. h. man könnte die FreeType-Bibliothek dann mit der eigenen Anwendung bündeln (für Windows/Mac OS X) und auf Linux/Android wird sie standardmäßig schon benutzt.

Vorteil wäre dann ein einheitliches Schriftrendering, dass dem nativen Mac OS X- oder Windowsrendering qualitativ deutlich überlegen wäre.

Mobile Geräte von Apple hätten dann allerdings verloren ... aber naja, die Nutzer haben sich ja freiwillig für den goldenen Käfig entschieden.

Weiterer Nachteil wäre die Abhängigkeit von einer C-Bibliothek, die man für jede Plattform bauen müsste.

Was meint ihr, habe ich Möglichkeiten übersehen?

Naja ... ich denke du hast fast alle Möglichkeiten aufgezählt.

Mir fällt noch ein:

- PDF über Acrobat bzw. Acrobat Reader, der sein eigenes (Adobe-eigenes) Rendering mit sich bringt und somit auf allen verfügbaren Plattformen das gleiche darstellen sollte

(- vorheriges Rastern des Textes und Einbinden als Grafik)

Die Frage ist: Was ist das Ziel dieser Übung?

Einem Betrachter in seiner gewohnten Umgebung mit seiner gewohnten Textdarstellung etwas Fremdaussehendes vorzusetzen, will wohlüberlegt sein. Egal wie toll diese Darstellung sein mag, sie wird nur sehr selten auf Anklang stoßen, denn "irgendwas ist da pixelig / unscharf / zu fett / zu dünn / zu groß / zu ungleichmäßig / zu matschig / zu farbig / ..., auf jeden Fall aber falsch". Diese Reaktion war schön zu beobachten, als Apple versuchte, mit Safari für Windows die eigene Rastereinstellung mitzubringen ... in der nächsten Version war diese dann nur noch optional.

  • Ersteller

Mhhh. PDF ist wahrscheinlich eher schwierig, die Verbreitung des Acrobat Readers hält sich außerhalb von Windows in starken Grenzen, womit man wieder unterschiedliche Darstellungen hat.

Ich möchte eine Anwendung schreiben, mit der man verschiedene Brotschriften ausprobieren kann.

Zwar gibt es jede Menge von Anwendungen, die Ähnliches tun, aber ich habe da relativ spezielle Vorstellungen davon. In den meisten Anwendungen wird ja meist nur eine Zeile angezeigt und man kann sich bestenfalls einen Block mit Blindtext selbst generieren.

Ich hätte gerne, dass meine Anwendung eine komplette Buchseite anzeigt und man nur noch die Schrift auswählen muss (und ggf. Größe/Zeilenabstand justiert) und die Anwendung die Seite mit der neuen Schrift im Blocksatz mit automatischer Silbentrennung setzt.

Ob mein Projekt jemals aus der Planungsphase herauskommt, wer weiß? :-P

Wenn ich schon keine Möglichkeit finde plattformunabhängig Schrift vernünftig rendern zu können, kann ich wohl gleich einpacken.

Und plattformabhängige Schriftdarstellung fällt schon aus Qualitätsgründen aus, weil Mac OS X Quartz und den Schriftrenderer-Zoo von Windows wirklich nicht viel taugen bzw. mit dem Aussehen auf gedrucktem Papier nicht viel gemein haben.

Ich habe das spannende Thema jetzt seit ein paar Tagen offen im Browser-Tab, aber da nicht mehr viel zu kommen scheint, hier wenigstens noch mein Senf, auch wenn ich nicht viel beitragen kann.

Ich habe auch den Eindruck, dass du deine Fragen eigentlich schon (fast) selbst beantwortet hast. Wenn die Flash und PDF nicht zusagen, wird es wohl auf FreeType hinaus laufen.

Prinzipiell verstehe ich allerdings nicht, warum es für ein OS wie Windows so schwer sein soll, Text vernünftig zu rendern, wenn das schnöde Anwendungsprogramme wie der Abobe Reader auf derselben Plattform so viel besser können.

die Verbreitung des Acrobat Readers hält sich außerhalb von Windows in starken Grenzen

:? Den Reader gibt’s kostenlos für OS X und Linux (und Solaris). Was brauchst du noch?

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