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Zuviele Pfade? Probleme bei Umsetzung!

Hervorgehobene Antworten

mahlzeit,

ich denke das bild erklärt mein problem.

mir zerhauts die schrift bei der umsetzung.

liegt das an zuvielen pfaden und ankern?

die kreise bestehen eigetnlich nur aus sauberen flächen.

dewegen kann ich mir das problem nicht erklären.

weiß jemand weiter?

post-18337-1355407679,9244_thumb.jpg

  • Ersteller

ja in illustrator apfel c, dann in fontlab apfel v ;)

wie und wo könnte man das anders machen?

Einfach nur genau prüfen. Im Gegensatz zur Anwendung in Vektorprogrammen benötigen die Glyphen in einem Font eine explizite Pfadrichtung (je nachdem ob es PostScript- oder TrueType-Outlines sind). Und das gilt umso mehr bei mehrfach verschachtelten Formen.

Die Pfadrichtung wird mit einem kleinen Pfeil am ersten Ankerpunkt angezeigt.

Das "Problem" dabei ist, dass Illustrator mehr kann, als ein Font-Vektorformat kann.

Wenn du z.B. in Illustrator einen dieser Kreise mit Umriss und Füllung angelegt hast, und ihn nach Fontlab kopierst, könnten (je nach Kopier-Einstellung) dabei technisch gesehen zwei Kreise rauskommen, die exakt übereinander liegen.

Flächen werden in Fonts aber nicht wie in Illustrator durch eine Kontur mit Füllung erzeugt, sondern durch die Pfadrichtung der Kontur selbst (in Postscript-Fonts ist ein Gegen-Uhrzeigersinn-Pfad schwarz gefüllt, einer in Uhrzeigerrichtung weiß/transparent - in Truetype-Fonts ist es umgekehrt). Um einen schwarzen Reifen in Fontlab zu erzeugen, musst also eine linksläufige Kontur (schwarz) erstellt werden, und innerhalb dieser dann eine rechtsläufige (transparent). Die innere Kontur wird subtrahiert, als Ergebnis bleibt dann ein schwarzer Ring stehen. ("leider" geht es auch umgekehrt - tatsächlich ist in Fontlab einfach die am weitesten außen liegende Kontur schwarz, und innenliegende dann abwechselnd transparent/schwarz/transparent/...).

Wenn du jetzt also zwei übereinanderliegende Kreise von Illustrator nach Fontlab bringst, "subtrahieren" sich diese je nach Laufrichtung gegenseitig (oder addieren sich). Bei vielen übereinanderliegenden Schichten/Pfaden wird das Ergebnis recht schwer nachvollziehbar - und es hängt dann auch noch davon ab, ob du vor dem Export des Fonts sich überlappende Flächen zusammenrechnen ("reduzieren") lässt, oder nicht. Speziell wenn das nicht gemacht wird, ist nicht sicher, dass in Fontlab das selbe angezeigt wird wie später in einem Satzprogramm oder noch später in PDF/Postscript.

D.h. letztlich musst du entweder die Pfade in Fontlab nochmal überprüfen (Laufrichtung, Überlappungen, ...), oder aber gleich in Fontlab zeichnen statt den Umweg über Illustrator nehmen.

  • Ersteller

ok danke für die aufschlussreiche hilfe. ich halt mich ran und melde mich zwischen ;)

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