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Apostrophe bei vertikaler Textausrichtung

Hervorgehobene Antworten

Servus,

kennt jemand eine Regel, welche besagt, wie man Apostrophe bei einer vertikalen Textausrichtung anordnen muss? Mir ist jetzt Variante No. 2 untergekommen und es sieht aus wie ein Unfall. Eher würde ich zu Variante No. 1 tendieren, wobei das Problem sicher nicht umsonst oft umgangen wird.

Grüße

C.

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Nachdem der Apostroph ein Auslassungszeichen ist, müsste man ihn auch wie ein Zeichen behandeln. Also so:

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Abgesehen davon, dass vertikale Textausrichtung ganz furchtbar ist.

ich fänd das beispiel in der mitte schöner, rein optisch.

vorallem wenn man das apostroph noch etwas anpasst.

kommt aber sicher auch drauf an für was das genutzt wird. bei logos kann man ruhig mal

die 2. version nutzten, wenn es jetzt viel text ist der untereinander gesetzt werden soll,

dann eher nicht.

Find’s auch schlimm. Was ich mir aber noch als beste Lösung vorstelle, wäre, das Auslassungszeichen rechts zwischen k und s anzuordnen, also wie ein etwas tiefer gerückter Beistrich nach dem k.

Bei Becks kommt weder vertikal noch horizontal ein Apostroph hin. Käme aber einer hin, wäre Version 1 richtig.

Den Einwand verstehe ich in diesem Fall gar nicht. Formal hast Du natürlich recht, auf den Flaschen, im Internetauftritt etc. schreibt sich Becks aber nun mal selber »Beck’s«. Damit ist’s dann völlig egal ob es nun richtig oder falsch ist, so wird die Marke eben genannt. :-? :-? :-?

In der Frage von chrbsa geht es doch aber nicht um die Biermarke. Da würden sich hochbezahlte Marketingstrategen um die Positionierung des Apostrophs Gedanken machen.

  • Ersteller

Ich habe bewusst Beck's genommen, weil es eine Eigenmarke ist, und ich dachte, dass man somit die Deppenapostrophgeschichte außen vor lassen kann. :-D

Da die Meinungen hier völlig auseinander gehen, wird es wohl besser sein, solche Probleme einfach zu umgehen.

Grüße

C.

Ich bin ja selbst ein Verfechter der "keine Deppenleerzeichen/-apostrophe"-Anhängerschaft, aber "Beck's" ist gleich aus zwei Gründen nicht falsch:

  1. Dass die Marke deutscher Herkunft ist spielt für den Namen erstmal keine Rolle. Da sie auch international produzieren soll der Markenname wohl Englisch sein und dort ist das Apostroph korrekt (oder zumindest eventuell korrekt - ich weiß nun nicht, woraus sich der Name ableitet).
  2. Nach der neuen Rechtschreibung dürfen solche Apostrophe bei Eigennamen gesetzt werden. Ob dies nun sinnvoll ist oder nicht, darüber kann man wohl streiten, faktisch ist es aber eben so.

Grüße,

Ingo.

  • Ersteller

Die eigentliche Begründung ist viel trivialer: Der Apostroph beim Genitiv ist erst seit 1901 normwidrig, Beck’s ist älter. Das aber nur en passant.

Die eigentliche Begründung ist viel trivialer: Der Apostroph beim Genitiv ist erst seit 1901 normwidrig, Beck’s ist älter. Das aber nur en passant.

Das ist aber nur ein kleiner Teil der eigentlichen Begründung. Der größere Teil ist, dass Beck’s seit Anfang an exportorientiert war und daher die englische Schreibweise für die Hauptmärkte Amerika und Australien verwendet wurde.

Da es vor 1901 keine Norm für eine einheitliche Rechtschreibung gab, kann gar keine Schreibung normwidrig gewesen sein. Der Apostroph war damals zwar bei Namen üblich, wurde aber auch damals schon von Sprachwissenschaftlern abgelehnt.

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