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Baskerville unterscheiden

Hervorgehobene Antworten

Hallo!

Ich muss jetzt ein Projekt über die Baskerville machen und muss dabei die typischsten Glyphen des Fonts zeigen und erklären, woran man die Baskerville am besten von anderen unterscheiden und erkennen kann. Also außer Majuskel "Q", Minuskel "g" und die Kursive mit den Swashformen was ist noch so typisch? Kann mich jemand helfen?

Danke danke danke! :)

Hallo Lina, willkommen im Forum :-)

Also zur Baskerville: Wie Du schon beschrieben hast, sind Q und g gut zu erkennen, ich würde mich aber auch an der ausgeprägten Unterlänge und der Form des Buchstaben J orientieren, der Form des Buchstaben W sowie am G, das durch seinen kurzen und unten gekehlten Schaft auffällt. Außerdem ist der Querbalken des G recht tief angesetzt, das fällt mir zumindest ins Auge. Beim K empfinde ich den Neigungsgrad des oberen rechten Arms als ungewöhnlich. Die Verfasser des Buches »Schriften erkennen« empfehlen darüber hinaus auch die Buchstaben a und k der Aufmerksamkeit des Betrachters.

Mich stört bei der Baskerville (zumindest in der Regular) die Dominanz der Versalien.

Für englische Texte akzeptabler wenn nur der Satzanfang betont ist. In deutschen Texten schaut das eher komisch aus.

  • Ersteller

Danke!

Die Info war hilfsreich.. heute war ich in der Bibliothek und habe das empfohlene Buch "Schriften erkennen" entlehnt. Es wird mir sicher noch helfen ;)

Die Baskerville ist eine bemerkenswerte Schrift. Sie kommt eben aus England und ist zu einer Zeit erschienen, als hierzulande noch die Gebrochenen herrschten. Mir persönlich gefällt die Baskerville Old Face von Günther Gerhard Lange bisher immer noch am besten. Leider ist die immer noch bei Berthold und deshalb zu teuer für mich.

<http://www.global-type.org/Schriften.567.0.html>

ist die Adresse der Suchmaske meines Global-Type-Projekts. Dort findest Du bestimmt einige Baskervilles, die sich von den PostScript-Varianten z.T. deutlich unterscheiden.

Have fun!

Baskerville war Perfektionist. Seine Schriften waren beeinflußt vom Schreiben mit der Spitzfeder sowie von den präzisen Formen des Kupferstiches und entsprechend sehr genau, regelmäßig und fein ausgearbeitet, mit vergleichsweise großem Kontrast zwischen Schatten- und Haarstrichen. Baskerville führte damit die bisherige Entwicklung von den anfänglichen eher groben, aus dem Schreiben mit der Breitfeder abgeleiteten Schriften hin zu immer feineren und nüchterneren Schriften fort. Seine Schriften stellen damit eine Vorstufe der nachfolgenden klassizistischen Schriften dar.

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