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Hervorgehobene Antworten

Hallo liebes Forum!

Mich würde wieder einmal Eure Meinung interessieren und Eure guten Ratschläge.

Es geht um den Schriftzug eines Vereins, der in unterschiedlichen Anwendungen in einer Frakturschrift geschrieben wird. Bei einer anderen Anwendung bot es sich an, den Namen in "Kapitälchen" zu schreiben. Nun ist man sich aber leider nicht einig dort, ob das "e.V." mit Minuskel und Majuskel geschrieben wird oder beides sozusagen als "Kapitälchen"-Majuskel.

Wo die noch gar nicht dran dachten, was aber auch ein Problem ist/sein könnte:

Das Gründungsjahr ist ebenfalls im Vereinsnamen enthalten und wird in Schrifthöhe der Majuskel geschrieben (also: "Vereinsname von XXXX e.V.). Somit ist das Gründungsjahr optisch hervorgehoben.

Die verwendete Schrift ist keine echte Schrift in "Kapitälchen", die nur aus "Kapitälchen" besteht. (Darf man das wirklich mittlerweile, nach Eurem Finden? Wenn nicht, gibt es für Standard-System-Schriften kostenlose echte Kapitälchenschriften?)

Liebe Grüße

Der WASA-Astronaut

Edit und Anmerkung:

Die Überlegung ist, ob ein "e.V." wie ein "TM" in dem Fall hochgestellt, © als Zeichen, GmbH, "€", etc. zu behandeln ist, oder als normale Buchstaben.

Ich sehe in den meisten Fällen keinen rechten Sinn darin, Kapitälchen zu verwenden. Gut, manchmal ist es praktisch, diese zusätzliche Auszeichnung für eine spezielle Textsorte zu haben (z.B. Verfasserangaben in wissenschaftlichen Arbeiten). Aber ansonsten frage ich mich schon, wieso man Kapitälchen verwenden sollte, wenn man damit eine der wichtigsten Eigenschaften von Versalien, nämlich das gleichmäßige Schriftband, das durch das Fehlen von Ober- und Unterlängen entsteht, wieder zunichte macht.

  • Ersteller

Hallo und danke für Eure Antworten!

Ich bin etwas spät dran heute...

Bei der Sache, um die es geht, taucht der Vereinsname nicht an erster und wichtigster Stelle auf, aber schon im Titelbereich unter dem Titel. Trotzdem soll der Verein als Initiator hervorgehoben sein. Deshalb der Gedanke an die Kapitälchen. Alles in Großbuchstaben sieht mir zu "plump" aus.

Ich finde die Kapitälchen da schon sehr passend. Mein Geschmack ist da vielleicht kein guter Maßstab.

Aber dass die erste Version für Euch am besten ist, ist schon ein guter Hinweis. Wie geschrieben, es ging um die Befürchtung, dass man das "e" vielleicht immer klein schreiben sollte als typographische Regel.

Es wird darauf hinaus laufen, dass ich den Bereich nochmal komplett überdenken werde. Eine andere Font kommt leider eher nicht in Frage, nur mit Bauchschmerzen.

Schöne Grüße

WASAAstronaut

Nur noch mal zur Sicherheit: Reden wir hier von Fraktur-Kapitälchen? Deinen ersten Eintrag verstehe ich nämlich so. Fraktur-Kapitälchen sind aber genauso wie sonstiger Fraktur-Versalsatz ein fürchterliches typographisches Verbrechen, und da hat es wenig Sinn, über mikrotypographische Feinheiten nachzudenken.

  • Ersteller

Hallo und danke!

Hat sich doch gelohnt, nochmal nachzuschauen hier heute spät Abend.

@Paschulke:

Natürlich nicht! Es geht um "Standard-Schriftarten" bzw. Schriftarten internetkompatibel, die natürlich nicht Fraktur-Schriftarten sind.

@Mueck:

Da haben wir schon die nächste Stolperfalle! Mit Vereinen habe ich nicht so viel zu tun, und das, was man mal gelernt hat (auch im Hintergrund war), verblasst mit der Zeit. Also DANKE für den Tipp!

Das wird abgespeichert und berücksichtigt, sofern es nicht sowieso vom Gefühl bedacht wurde (das weiß ich gerade nicht ganz sicher, aber relativ sicher, dass doch).

Grüße

WASAAstronaut

… sehe ich aber gefühlt meistens ohne Leerzeichen ...

Richtig gesetzt wird es meist mit einem schmalen Leerzeichen, da der Leerraum dann optisch stimmt.

Wobei die Kombination ".V" ja in den seltensten Fällen ein Kerning hat ... somit ergibt sich der (halbe) Leerraum meist auch schon ohne aktives Zutun von diesem ... ;-)

Wäre ein perfektes Lehrbeispiel für den "Typokurs – drittes Semester: Ihr kennt jetzt die Regeln und findet sie toll – nun schaltet bitte das Hirn wieder ein und vertraut eurem Auge."

Wenn die Schrift keine Kapitälchen enthält, sind die Kapitälchen einfach verkleinerte Großbuchstaben. Die sollte man zusammen mit normalen Großbuchstaben nicht verwenden. Wenn Du eine ganze Zeile in falschen Kapitälchen setzt, kannst Du auch gleich die Großbuchstaben in der gewünschten Größe benutzen.

Um welche Schrift handelt es sich? Von der Times gibt es eine kostenlose Fassung mit Kapitälchen namens Doulos:

http://scripts.sil.org/cms/scripts/page.php?site_id=nrsi&id=DoulosSIL_download#7de9e023

Auch ich würde „e. V.“ insgesamt aus Kapitälchen setzen, wenn sonst alles aus Kapitälchen gesetzt ist.

die in dem beispiel oben von mir verwendete schriftart ist übrigens die kostenlos verfügbare constantia. diese und die anderen cleartype-schriftarten haben alle ›echte‹ kapitälchen, an die du in word 2010 oder professioneller layout-software rankommen müsstest.

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