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Hervorgehobene Antworten

Hallo zusammen

Ich möchte mir gerne ein Tattoo stechen lassen, schwanke aber noch bezüglich der Schriftart. Gerne würde ich eine Schrift verwenden welche im Deutschen Kaiserreichs verwendet worden ist z.B Fraktur.

Hättet ihr mir eine Empfehlung?

Die Schriftwahl hängt ja auch ein bisschen vom Inhalt ab … Pachulkes Empfehlung besitzt aber Allgemeingültigkeit.

im-awsome.jpg

Zu den damals üblichen Schriften habe ich hier schon einmal etwas geschrieben:

http://www.typografie.info/2/showthread.php/22110-Schriften-Deutsches-Kaiserreich-1871-1918?p=98866#post98866

Es gibt darüber hinaus aber eine große Zahl verschieden gestalteter Schriften aus der Zeit, die ganz verschieden anmuten. Um eine geeignete Schrift empfehlen zu können, muß man wissen, worum es geht, und welcher Eindruck hervorgerufen werden soll (sanft oder kämpferisch, schlicht oder verspielt usw.).

(Ansonsten schließe ich mich den anderen an: Letztens habe ich erst gelesen, daß in Tätowierungsfarben verschiedene Gifte gefunden worden sind. Überleg’s Dir gut — der Wahn ist kurz, die Reu ist lang. ;-))

Ich schließe mich meinen Vorrednern an und möchte zusätzlich noch davon abraten, ausschließlich Großbuchstaben wie in Bertels Beispiel zu verwenden (von Rechtschreibfehlern ganz zu schweigen), es sei denn, der Schriftzug soll explizit schwer zu lesen sein (in welchem Fall Dir Dürer-Gotisch gefallen könnte, welche auch noch Platz spart). Man hat damals aus gutem Grund fast immer zur Antiqua gewechselt, falls mehrere Großbuchstaben aufeinandertrafen.

Ansonsten würde ich an Deiner Stelle darüber meditieren, welche Assoziationen eine Fraktur hierzulande weckt (ob diese nun gerechtfertigt sind oder nicht, sei dahingestellt) und ob Du mal nach Japan möchtest.

Einen kleinen Ein-, Aus- und Seitenblick haben wir hier schon getätigt :-)

  • Ersteller

Ich wuerde mir unseren Familiennamen stechen lassen. Es sollte kämpferisch verziert sein, wie man sie zb auf Grabsteinen, Gedenktafeln oder Manuskripten dieser Zeit findet.

Ja es ist sehr sehr sehr schade, dass viele Leute die Schrift mit dem Nazireich verbinden obwohl diese dort verboten wurde.

Der erste Buchstabe waere ein grosses R daher waere es wichtig, dass die Schrift ein schoenes R aufweist. Der rest soll kleun geschrieben werden.

Also nicht wie im Tom-Comic in der taz von neulich (aus der Schwimmbad-Serie: der Knabe, der immer Bedenken vorträgt und Angst hat vorm Schwimmen, lässt sich im Tattoo-Studio den Schriftzug mit Pfeil nach oben auf die Brust stechen: »Hier Luft einfüllen«).

  • 2 Wochen später...
(Ansonsten schließe ich mich den anderen an: Letztens habe ich erst gelesen, daß in Tätowierungsfarben verschiedene Gifte gefunden worden sind. Überleg’s Dir gut — der Wahn ist kurz, die Reu ist lang. ;-))

Der Vollständigkeit halber hier ein Link zum Thema.

Vor allem sollen die Farben wohl auch Dihydrogenmonoxid enthalten, was auch nicht ganz ohne sein soll ...

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