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Ziffern in Überschriften (Gliederung): Mitformatieren?

Hervorgehobene Antworten

Liebe Typo-Expertinnen und -Experten

Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass ich der erste bin, der sich mit dieser Frage ans Forum wendet, habe aber auf die Schnelle leider nirgends was dazu gefunden, deshalb:

Wenn Titel systematisch gegliedert, entsprechend nummeriert (also z.B. 1 ; 1.1 ; 1.2 ; 1.2.1 usw.) und unterschiedlich formatiert (z.B. Titel erster Stufe: fett; Titel zweiter Stufe: kursiv…) sind bzw. werden müssen, werden die Ziffern dann formal angepasst (d.h. ebenfalls in fett bzw. kursiv gesetzt)? Ich glaube, dass das meistens so gemacht wird. Es scheint mir aber (besonders bei Kursivsetzung) etwas unschön. In der »Lesetypografie« von Willberg/Forssman werden die Titelziffern (vgl. die entsprechende Beispielseite; 183 in der neusten Auflage) unabhängig von der jeweiligen Titelformatierung immer gleich gesetzt. Sie kommentieren das aber nicht weiter…

Gibts dazu irgendwelche Regeln? Und – wenn nicht – was würdet Ihr (mit welcher Begründung) empfehlen?

Vielen Dank im Voraus für Euer Feedback!

andi

Das ist vor allem eine Frage des Geschmacks. In gewissen Fällen kann aber auch eine Form geeigneter sein:

So können lange Ziffernfolgen (wie beispielsweise „24.10.5“), vor allem, wenn man Versalziffern benutzt, groß und wuchtig wirken. Das kann man abmildern, indem man die Ziffern aller Überschriftenebenen einheitlich kleiner setzt.

Eine abweichende Formatierung der Ziffern wirkt aber möglicherweise auch unruhig.

Gibts dazu irgendwelche Regeln? Und – wenn nicht – was würdet Ihr (mit welcher Begründung) empfehlen?

Ich kann es mir einfach nicht verkneifen: weglassen! :bandit:

Ich persönlich halte sie für völlig überflüssig. Wenn die Überschriften gut angelegt sind so daß die Ebene klar wird dann braucht man sie einfach nicht. Früher hat man das mal referenziert (»für Methode XYZ siehe 2.1.4.12), heute reicht der Querverweis auf die entsprechende Seitenzahl. Das ist für den Leser einfacher und im Normalfall schneller zu finden.

Ich weiß daß es hier Kollegen gibt die mir vehement widersprechen, halte die leidige Benummerung trotzdem für großen Unfug. Das ist aber meine ganz persönliche Meinung.

Grüße,

Christian

Ich formatiere sie in der Regel wie die Überschriftsebene, weil sie meiner Meinung nach zusammengehören. Die Formatierung ist ja die formale Kenntlichmachung der Gliederungsebene.

Wenn die Gliederung aber bis 24.10.5 oder 2.1.4.12 geht, dann ist’s eh schon wurscht, weil entweder der Autor versäumt hat, gut zu gliedern, oder das Werk sich an übertrieben überzeugte Ingenieure und andere Philosophen wendet, die am besten ganz ohne Formatierung lesen können.

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