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Studieren mit Behinderung: Plakatwettbewerb

Hervorgehobene Antworten

Hmmm, finde ich jetzt beide nicht unbedingt schön gemacht noch thematisch besonders schlüssig :-?

kann Schnitzel nur zustimmen, wobei mir das erste noch am Besten gefällt

Ich finde das erste Plakat gut, weil es:

• plakativ ist

• neugierig macht

• mit Klischees spielt

(Anspielung auf Modelmaße, in die wohl so gut wie kein behinderter Mensch passt (90-60-92) und damit im übertragenden Sinne die Erkenntnis, dass behinderte Menschen eben auch nicht so einfach in das normierte Korsett des Uni-Alltages hineingepresst werden können, sondern individuellerer Anpassungen/Problemlösungen bedürfen)

• die Betroffenheitsschiene außen vor lässt

• im Kleingedruckten interessante Zahlen offenbart

• zum Nachdenken anregt

Was will man mehr? :-)

Das Wurst-Plakat gefällt mir nicht, weil die Wurst ziemlich unappetitlich aussieht und den Betrachter (mich zumindest) damit auf eine falsche Fährte lockt. Mir bliebe bei diesem Plakat vermutlich die Wurst in Erinnerung und nicht der eigentliche Inhalt. Bei dem Zahlenplakat wäre die Chance groß, dass einige der Zahlen in meinem Gedächtnis hängenbleiben.

Ich will aber nicht ausschließen, dass das Extrawurstthema durch eine bessere visuelle Umsetzung funktionieren könnte.

Das erste find ich inhaltlich gut, mir fehlt aber ein bisschen der Kontrast zwischen dem offensichtlich Dargestellten und dem eigentlich Gemeinten. Ein wenig Übertreibung könnte ich mir gut vorstellen, vielleicht eine angedeutete weibliche Silhouette, um dem Leser mehr vor den Kopf zu stoßen.

Das zweite ist … naja.

Tolle Ideen und grafische Umsetzungen! Danke.

Die gefallen mir auch alle deutlich besser, weil sie das Thema »Menschen mit Behinderung« visualisieren. Da kann man zumindest schon mal grob erkennen, um was es geht. Das ging bei den beiden Entwürfen von Astrid Hesse und Agnes Günther leider etwas unter. Als Betrachter eines Plakates kennt man ja nicht zwangsläufig den Rahmen der Aktion.

Tut not solche Kampagne. Doch leider Fehlt mal wieder der Hinweis, dass es nicht nur Menschen mit Beeinträchtigungen gibt, sondern dass es viel mehr Behinderer als Behinderte gibt.

... sondern dass es viel mehr Behinderer als Behinderte gibt.

Wie sagte meine zweite Freundin so schön: "Ich habe den Vorteil, dass man mir meine Behinderung ansieht ..." ;-)

Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna oder so? ;-)

Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna oder so? ;-)

Möchtest du jetzt über die Inklusion und Termini diskutieren oder nur feststellen, dass ich es mit meiner Sicht übertreibe? Die als vulgo Behinderte bezeichneten sind ja nicht anders als "normale" Menschen, die haben nur besondere Bedürfnisse, sind aber dennoch zuerst Menschen. Diese soziale Segmentierung entlastet meiner Meinung nach nur die Mehrheit, Rücksicht zu nehmen und sich auf Kompromisse einzulassen, die jenseits individuellen Umgangs oder gesetzlicher Vorschriften liegen. Dies jedoch graphisch darzustellen, halte ich für schwierig. Und die Darstellung, dass Menschen auch nur Menschen sind unabhängig ihrer Bedürfnisse, halte ich für einerseits aus meiner Weltsicht für überflüssig, andererseits aus den Erlebnissen im Umgang mit Menschen und Institutionen für dringend notwendig.

Möchtest du jetzt über die Inklusion und Termini diskutieren oder nur feststellen, dass ich es mit meiner Sicht übertreibe?

Habe mal Google angeschmissen, weil mir dunkel in Erinnerung war, dass ihr Spruch von irgendwoanders herkam. Vielleicht wird's beim Original klarer, was ich sagen wollte ... ;-)

„In Deutschland leben 80 Millionen Behinderte. Ich habe den Vorteil, dass man es mir ansieht.“

– Thomas Quasthoff

Die als vulgo Behinderte bezeichneten sind ja nicht anders als "normale" Menschen, die haben nur besondere Bedürfnisse, sind aber dennoch zuerst Menschen.

Brauchst Du mir nicht erzählen, ich habe genug Menschen mit besonderen Bedürfnissen im Bekanntenkreis. ;-)

Diese soziale Segmentierung entlastet meiner Meinung nach nur die Mehrheit, Rücksicht zu nehmen und sich auf Kompromisse einzulassen, die jenseits individuellen Umgangs oder gesetzlicher Vorschriften liegen. Dies jedoch graphisch darzustellen, halte ich für schwierig. Und die Darstellung, dass Menschen auch nur Menschen sind unabhängig ihrer Bedürfnisse, halte ich für einerseits aus meiner Weltsicht für überflüssig, andererseits aus den Erlebnissen im Umgang mit Menschen und Institutionen für dringend notwendig.

Im Unispiegel gibt's noch mehr incl. weiterer Plakate, gefunden auf der Startseite der Studentenwerke. Für Typographen am interessantesten dürfte die Nr. 5 sein ;-) Das einzige querformatige ist auch nicht schlecht, aber insgesamt finde ich die Plakate auch nicht gerade umwerfend ... Den Grund dafür hast Du bestens formuliert ...

Jenseits der gesetzlichen Vorschriften ... In die verfängt man sich mit Handicap besonders leicht, zum Beispiel, wenn das billige Standardmodell eines Hilfsmittels aus dem Sparmaßnahmenkatalog, das doch 99% der Zielgruppe völlig ausreicht, bei der Behindertensparte, die ich kenne, nicht passt, weil bei denen behinderungsbedingt häufig Spezialanpassungen nötig sind, was der nicht kompromissfähige 08/15-Sachbearbeiter einfach nicht begreifen will ... Etc.pp. Zuhauf zu hören in deren Foren.

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