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Schreibmaschine 1885

Hervorgehobene Antworten

Da ich ein "Newbie" in diesem Forum bin, hoffe ich die richtige Kategorie für meine Frage erwischt zu haben. Auf einer Schreibmaschine mit Proportionalschrift aus dem Jahre 1885 fehlen eine Reihe von Typen. Auf der Maschine sind nicht die "typischen" Steck- oder Schuhtypen wie sonst üblich angebracht, sondern, so vermute ich, Typen aus dem Druckgewerbe. Da eine Reihe von Typen fehlen, richte ich mich an die Forumsmitglieder um Hilfe.

Um welche Schriftart handelt es sich und um welche Art von Typen?

Schon vorweg DANKE!

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Ein weites Feld … kannst Du bitte sagen wie der Hersteller heißt und wie die Typenbezeichnung lautet? Schreibmaschinen mit proportionale Schrift sind glaube ich eher selten gewesen. Einer der Hersteller der auf jeden Fall bis in den 1960ern mit solche Maschinen international erfolgreich war ist AM Varityper. Die Produkte sind bekannt als Adressograph, Multigraph und Varityper. Habe hiervon ein Schriftmusterbuch. Reinschauen macht aber nur Sinn wenn ich weiß, ob es sich wirklich um so eine Maschine handelt. Die Schriftart deiner Maschine hat es bei sehr vielen Herstellern in ähnlichen Ausführungen gegeben und die meisten Hersteller haben (wenn sie überhaupt welche hatten) eigene Bezeichnungen für die Schrifttypen gehabt.

Varityper mit proportionalschrift

http://www.flickr.com/photos/25411109@N05/6148083126/

http://www.flickr.com/photos/25411109@N05/6148081288/

anderes Modell:

http://www.flickr.com/photos/jmurphpix/5023347442/

Hammond Varityper

http://www.flickr.com/photos/shordzi/8009418224/

Hier sieht man die Typenplatten der Varityper. Das Schriftmusterbuch was ich habe enthält Schriften die auf diese Typenplatten verfügbar waren. Bei deine Maschine scheint es aber um ein anderes Schriftträgersystem zu handeln.

http://www.flickr.com/photos/typecove/5414528867/

  • Ersteller

Danke vorweg für die Antwort!

Bei der Maschine handelt es sich um die von Charles Spiro erfundene „Columbia Type-Writer“ in der ersten am Markt erschienenen Ausführung

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).

Die Typen sind außen auf einer Typenscheibe angebracht, wobei eine Scheibe Groß- die andere Kleinbuchstaben und Sonderzeichen trägt (Modell 2 hat diese auf einer Scheibe vereinigt). Bis dato habe ich keine Unterlagen zu den damals angebotenen Schriftarten gefunden. Die zwei weiteren mir noch bekannten Maschinen haben ebenfalls die gleiche Schriftart. Zu dieser Zeit gab es bereits Typen speziell für Schreibmaschinen, die aber bei dieser Maschine nicht zur Anwendung kamen. Meine Vermutung ist, dass Typen aus einem Drucksatz verwendet wurden. Da ich die fehlenden Typen eventuell ergänzen möchte, bin ich auf der Suche nach der Schriftart und den verwendeten Typen.

Die von Dir erwähnte Varityper war übrigens 1885 auch schon sehr erfolgreich am Markt, da sie ein schönes, gleichmäßiges Schriftbild lieferte. Unter dem Namen „Hammond“ war sie bis zum Namenswechsel in den späten 20er Jahren sehr erfolgreich. Die Proportionalschrittschaltung kam aber erst später hinzu, wobei im späten 19. Jahrhundert noch einige Maschinen mit Proportionalschritt angeboten wurden.

Vielleicht hat jemand doch eine Idee um welche Schrift und Typen es sich handelt.

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Um die Schrift einwandfrei identifizieren zu können, bzw. festzustellen welche Schrift(en) diese am ähnlichsten sind, ist es erforderlich, dass du mit mehreren Abbildungen möglichst alle Schriftzeichen zeigst. Momentan fehlen Schlüsselbuchstaben wie e, a und s.

Ich denke schon, dass es sich hierbei um eine speziell für diese Schreibmaschine angepasste Schrift handelt. Es sieht danach aus, dass der Strichstärkenkontrast relativ niedrig ist und dass die Ober- und Unterlängen relativ kurz sind. Prinzipiell sind alle Schreibmaschinenschriften nach dem Vorbild vorhandener Schriften gezeichnet bzw. gestaltet worden. Es fragt sich nur wie groß die Abweichungen sind.

  • Ersteller

Ein Kollege aus Kanada hat mir Bilder mit den Typen seiner Columbia zur Verfügung gestellt. Das erste Bild zeigt die Anbringung der Typen auf der Scheibe.

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Die Schrift deiner Columbia sieht aus wie eine Clarendon. Also serifenbetonte Antiqua mit klassizistischem Charakter. Ähnlich könnte auch die spätere IBM Bold Face sein. Ursprünglich für die ebenfalls proportionale IBM Executive Schreibmaschine, später gab es die Schrift auch für den IBM Composer und für die IBM 50, ebenfalls Schreibmaschinen mit proportionale Schriften.

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