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Schriftart für Biografie über heilige Frau gesucht

Hervorgehobene Antworten

Hallo zusammen.

Ich bin neu in der Setzerszene (arbeite in einem ganz kleinen Verlag, daher führe ich alle Schritte an einem Manuskript bis zum druckfertigen Buch selbst durch). Insbesondere kenne ich mich mit Schriftarten eher wenig aus.

Für das letzte Buch, ein Buch über historische Literatur und Geschichte, habe ich Vollkorn als Hauptschriftart und Kreon als Zitatschriftart benutzt (gab etliche lange Blockzitate).

Nun setze ich ein neues Buch. Es ist eine Biografie über eine Dame, die vor Jahrhunderten im Nahen Osten lebte, eine religiös (Islam) wichtige Persönlichkeit. Das Buch erzählt viele persönliche Alltagsgeschichten, beinhaltet viele kleine Dialoge. Es war eine, dem Buch nach, warme, liebevolle Ehefrau, Mutter und bekannte Persönlichkeit.

Ich suche nun eine entsprechend geeignete Schriftart, vielleicht eine etwas weichere, aber sehr angenehm lesbare Schriftart (nicht zu fein). Das Buch wird so ca. 150 Seiten haben, DIN A5. Der Verlag hat kein Budget für Schriftarten, daher sind nur freie Schriftarten ein Thema. Ich würde mich über Anregungen und Ideen freuen, da ich leider ganz neu im Thema bin, und mich mit diesem Aspekt noch nicht genug beschäftigen konnte.

Werde hier in Zukunft bestimmt noch viele Fragen rund um Typografie stellen, auch wenn vieles von der Software übernommen wird.

Viele Grüße

Mustafa

Da könnte natürlich viel passen :-?

Ganz allgemein findest du hier eine Liste mit guten Free-Fonts, da kannst du dich mal durchklicken. Ansonsten kannst du auch beim Eichhörnchen vorbei gucken, dort findet man auch eine große Auswahl von freien Schriften.

  • Ersteller

Die kannte ich schon. Etwas verwirrend fand ich, dass auf fontspring.com die Fonts doch Geld kosten, obwohl sie hier in der kostenlos-Liste stehen, das sind doch gar keine freien Fonts?! Sowie auch viele andere Schriften in den Links, die sind keine freien Fonts, sondern nur kostenlos für nichtkommerzielle Zwecke. Gibts es irgendwo auch eine Liste freier Schriftarten (also frei für jeden Zweck?).

Ich habe mir jetzt die Sorts Mill Goudy ausgesucht, ist sie geeignet für meinen Zweck oder könnte das lesetechnisch Schwierigkeiten geben?

http://www.theleagueofmoveabletype.com/sorts-mill-goudy

Nebenbei: Wie fügt man hier Schriften als Probebild ein, wie ich das in anderen Threads gesehen habe?

Danke.

Ich habe mir jetzt die Sorts Mill Goudy ausgesucht, ist sie geeignet für meinen Zweck oder könnte das lesetechnisch Schwierigkeiten geben?

http://www.theleagueofmoveabletype.com/sorts-mill-goudy

Die Gerade ist ja ganz okay, die Kursive ist allerdings etwas unausgegoren, aber, wenn du die nicht brauchst ...

Nebenbei: Wie fügt man hier Schriften als Probebild ein, wie ich das in anderen Threads gesehen habe?

Danke.

Einfach ein pdf/Bild erstellen und anhängen oder verlinken :-?

  • Ersteller

Ok, zugegeben ich hatte mir Schrift-Vorschläge hier erhofft :-? Trotzdem danke erstmal.

Schriften, die für die Buchtypografie geeignet sind, kommerziell eingesetzt werden sollen und nichts kosten dürfen, gibt es eben nur sehr wenige. Da deckt die Sammlung auf FontSquirrel schon einen Großteil der infrage kommenden Schriften ab. Was hältst du von der Gandhi Serif?

In der Typographie gibt es so wenig grundsätzlich neu zu erfinden wie in der Kochkunst oder im Bett.

Das gilt gerade für Lesetexte. Die Schrift muss dem Leser dienen und selber keine komplexen Inhalte transportieren – das würde eh nur ablenken. Das kann man bedingt in der Werbung und im Corporate Design machen.

Sag doch erstmal warum du diesmal nicht die Vollkorn nehmen willst, oder die Goudy :-?

  • Ersteller

Erstmal danke, die Ghandi sieht interessant und lesbar aus, vielleicht nehme ich die einfach. Zur Frage nach Vollkorn: Ich dachte, die Schrift müsste ansatzweise zum Inhalt passen, und nicht jedes Buch unseres kleinen Verlages sollte die gleiche Schriftart haben, oder?

Was das Kursive angeht, habe ich gleich mal eine Frage:

Es gibt auch in diesem Buch lange Zitate (aus andere Literatur), sowie auch lange wörtliche Zitate. Beide setze ich wohl als Blockzitate ab und versehe sie zusätzlich mit einer anderen Schriftart, aber Normal, nicht kursiv. Ich habe gelesen, dass die Kursive für längere Textabschnitte nicht taugt, da sie dann zu anstrengend zu lesen ist. Ist es also lesetechnisch gut sowohl wörtliche Zitate, als auch Zitate aus der Literatur in einer anderen Schriftart, beidseitig eingerückt zu setzen? Insbesondere würde man dann zwischen diesen beiden Zitationsformen keinen schriftbildlichen Unterschied machen. Andererseits soll man ja auch in einem Buch nicht zu viele verschiedene Schriftformen verwenden ... ?

Ich habe gelesen, dass die Kursive für längere Textabschnitte nicht taugt, da sie dann zu anstrengend zu lesen ist.

Jetzt mal ganz aus Anwendersicht geschrieben: irgendwann habe ich mal einen der Lynley-Romane von Elizabeth George, gesetzt in der Minion, gelesen, in welchem viele Tagebucheinträge vorkamen die kursiv gesetzt waren. Ich muß dazu sagen daß damals mein Englisch nicht so gut war wie heute, aber ich habe das Buch tatsächlich nach der halben Lektüre in die Ecke geworfen. Die Hürde der Englischen Sprache zum damaligen Zeitpunkt zusammen mit dem kursiven Satz war mir einfach zu viel.

Grüße,

Christian

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