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Nicht Lang-ſ, sondern Fraktur-k und -x sterben aus

Hervorgehobene Antworten

Drüben in der Sprachpflege-Gruppe wird über das Aussterben des Lang-ſ diskutiert. Dabei geht es vor allem darum, dass das Lang-ſ in der Anwendung immer seltener vorkommt. Aber es ist in den guten digitalisierten Frakturschriften enthalten und kann genutzt/gesetzt werden.

In der Luthersche Fraktur von Linotype sind dagegen die typischen Fraktur-k und -x nicht mehr enthalten. Noch nicht mal als Alternativ-Buchstaben.

Hier ein Scan der Lutherschen Fraktur der D. Stempel AG, Frankfurt am Main (aus Albert Kapr »Fraktur«):

Luthersche_Fraktur_1.png

Und hier die gleiche Zusammenstellung gesetzt aus der Lutherschen Fraktur LT Pro:

Luthersche_Fraktur_2.png

In der Lutherschen Fraktur von Elsner + Flake, Scangraphic und Typoart sind k und x übrigens in der ursprünglichen Form enthalten.

  • Ersteller

Ich kann ja verstehen, dass Linotype mit Blick auf den außerdeutschen Markt eine moderne k- und x-Form anbietet. Was ich jedoch überhaupt nicht verstehe, dass die historisch korrekte Form nicht wenigstens als Alternative im Font enthalten ist.

  • 1 Jahr später...

Diese und andere Änderungen haben die praktischen Amerikaner schon vor 200 Jahren zB. für ihre Zeitungsköpfe eingeführt.

  • 2 Jahre später...

Diese und andere Änderungen haben die praktischen Amerikaner schon vor 200 Jahren zB. für ihre Zeitungsköpfe eingeführt.

 

Die beiden Formen von k und x gab ja es schon viel früher. 

 

 

Eine historische Form aus dem Jahr 1620.

 

Aus: Jessen, Meister der Schreibkunst, Van den Velde, Duytsche Exemplaren, Haerlem 1620.

 

 

 

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  • 1 Monat später...

Wenn schon Fraktursatz, dann sollte er auch regelgerecht sein. Mit den richtigen Buchstabenformen und regelgerechter s- und Ligaturennutzung. Nur so lässt sich der geschlossene Eindruck einer fachgerecht erstellten Frakturseite erreichen.

Gute digitale Frakturschriften bekommt man übrigens bei Fa. Delbanco-Schriften. Ein mitgeliefertes Gratisprogramm (MacFrakturix) kümmert sich um die korrekte Verwendung der s-Formen und der Ligaturen. Es funktioniert allerdings nur bei Schriften dieses Lieferanten.

Wenn schon Fraktursatz, dann sollte er auch regelgerecht sein. Mit den richtigen Buchstabenformen und regelgerechter s- und Ligaturennutzung. Nur so lässt sich der geschlossene Eindruck einer fachgerecht erstellten Frakturseite erreichen.

Ich erinnere mich, dass ich mich, als jugendlicher und vielleicht noch einigermaßen unverbildeter Leser vor vielleicht fünfzig Jahren oder mehr, an manchen der regelgerechten Ligaturen beim Fraktursatz wie ch oder ck gestört habe. Es hat für mich einfach irgendwie nicht gepasst. Heute meine ich, dass solche Regelrichtigkeiten nicht unbedingt das Satzbild verbessern und das Eintreten dafür also eher mit Gewohnheiten zu tun hat.

Gerade die Ligaturen sind mitentscheidend für den Formenreichtum des Fraktursatzes. Und sie halten das Satzbild eng.

Auch die tz-Ligaur ist so eine Spezialität. Mache Schriften hatten sogar Ligaturen mit drei Buchstaben. Der Setzer musste also das Figurenverzeichnis aller seiner Schriften kennen, wenn er seinen Fundus vollumfänglich nutzen wollte.

Heute meine ich, dass solche Regelrichtigkeiten nicht unbedingt das Satzbild verbessern und das Eintreten dafür also eher mit Gewohnheiten zu tun hat.

 

Mit gleicher Berechtigung kann man sagen, daß auch das Eintreten dagegen eher mit Gewohnheiten zu tun hat. Den »unverbildeten Leser« gibt es ja eigentlich nicht; er hat zunächst das Lesen mit einer bestimmten Alphabetform erlernt und ist also, was die Formensprache angeht, vorgeprägt.

Einmal an die erwähnten Ligaturen gewöhnt, empfindet man diese durchaus als nützlich und auch ästhetisch, auch wenn sie in Antiquaschriften vorkommen. Sie sind ja auch nicht willkürlich aus der Luft gegriffen, da sie Grapheme abbilden.

  • Ersteller

Die beiden Formen von k und x gab ja es schon viel früher.

 

Ich habe nichts gegen diese Form eines k oder eines x in einer Fraktur. Alternative Formen sind immer willkommen. Linotype kann sie gerne einbauen. Hätte Linotype die Schrift »Linotype-Fraktur« genannt, hätte ich ja nichts gesagt; aber wenn die Schrift Luthersche Fraktur benannt wird, dann sollte sie auch deren Figuren haben.

Einmal an die erwähnten Ligaturen gewöhnt, empfindet man diese durchaus als nützlich und auch ästhetisch

Das entspricht nicht meiner Leseerfahrung. Ich war ein geübter Vielleser, aber die genannten Ligaturen haben mich trotz der Gewöhnung gestört.

@ Thomas:


 


Mein Beitrag war eine Antwort auf die Bemerkung von Maximilian. 


 


Mir ist klar, dass es dir um die „Luthersche Fraktur“ ging.

  • 1 Jahr später...

Funktioniert [fraktur[Fraktur[/fraktur] nicht mehr? Oder war der BBCode anders als ich ihn in Erinnerung habe? Zum Anklicken sehr ich grad nix ...

Es gibt in der neuen Forensoftware keinen BB-Code mehr, also auch nicht den für Frakturschrift.

Am Montag, 9. Mai 2016 um 08:38 schrieb Ralf Herrmann:

Einen Zwischenmodus im Sinne der früher üblichen BB-Codes, die man manuell bearbeiten könnte, gibt es schlicht nicht mehr. Das direkte Bearbeiten in HTML ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich. 

Wenn ich den Chef richtig verstanden habe, wird BBCode generell nicht mehr unterstützt. Was also der Editor nicht per Mausklick anbietet, geht nicht.

 

(Man kann aber trotzdem ??????? schreiben, nur halt nicht mehr ganz so einfach.)

 

P.S. Vitrioloel war schneller.

Einige BBCodes gehen, der Link war mit eingetippten [ url=... erzeugt, s, sub, sup, color gehen auch, siehe anderer Faden, nur Fraktur muss ganz frisch angeklickt werden, oder war der alte BBCode anders?

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