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Schweizer Leser, deutsche Shortcuts

Hervorgehobene Antworten

Eine Frage an unserer Schweizer:

Wie geht ihr denn mit den in Deutschland erscheinenden Büchern (Software-Handbücher, Typografie etc.) um, die sehr Tastaturkürzel-lastig sind und eben nur auf die Belegung in Deutschland/Österreich ausgelegt sind? Werden die einfach nicht gekauft? Oder sind die Unterschiede nicht so schlimm? Oder weiß man gar meist, wie man die Shortcuts transferieren muss? Mir fehlen da völlig die Erfahrungswerte. Gerade bei den Nicht-Buchstaben-Tasten gibt es da ja jede Menge Unterschiede.

 

Überlege gerade, wie ich bei einem anstehenden Buchprojekt damit umgehe. Möchte die Schweizer natürlich ungern außen vorlassen, aber in einem Fließtext jeden Shortcut in deutsch/Mac, deutsch/PC, schweizerisch/Mac, schweizerisch/PC darzustellen, ist auch etwas viel des Guten. 

Kleiner Einwurf: Könnte man das nicht durch ein Shortcut-Glossar am Buchende lösen? Oder durch ein Shortcut-Glossar-Lesezeichen, das dem Buch beiliegt? Irgendein Typobuch hatte so etwas mal dabei mit typischen Typografiefehlern, einer der Willbergs war’s, glaube ich.  

Ich verstehe zwar nicht, was ein Buch mit Shortcuts ist. Ich bin aber gerade wegen der Sonderzeichen schon lange auf die US-Tastatur umgestiegen, denn bei den verschiedenen Code-Arten, die ich regelmäßig verwende, tauchen oft Zeichen wie []{}`~ auf, die sich sowohl auf der schweizerischen wie auch auf der deutschen Tastatur nur sehr umständlich tippen lassen.

Ah, jetzt ist das Zwänzgi gefallen (wie wir in solchen Fällen zu sagen pflegen): Du meinst einfach Bücher, in denen Shortcuts beschrieben stehen. Ich könnte mir schon vorstellen, dass es da auch Schweizer Ausgaben geben könnte. Ich kenne allerdings überhaupt keine derartigen Bücher. Ärgerlich ist ja nicht nur, dass die nationalen Tastaturen voneinander abweichen, sondern auch, dass die verschiedenen Betriebsysteme auch verschiedene Tastatur-Varianten aufweisen, also mit den Alt-Zeichen auf Mac, die nicht übereinstimmen mit den AltGr-Zeichen auf Windows. Am bekanntesten ist das bei der @-Taste, die auf Mac mit Alt+G produziert wird, aber auf Windows mit AltGr+2 – entsetzlich! Da ziehe ich, wie gesagt, allemal eine US-Tastatur vor.

Ich verwende viele Tastenkürzel in vielen Programmen, kann mich dabei aber nicht entsinnen, je einmal Probleme gehabt zu haben, weil mir meine Mac-Schweiz/Deutsch-Tastaturbelegung in die Quere kam? Vielleicht ein, zwei Mal habe ich die Kürzeldateien in der Software eigenhändig angepasst, dachte aber, das wären einfach Verschreiber im Handbuch (oder in der entsprechenden Software). 

 

Ganz sicher beeinflussen solche «Umstände» meine möglichen Kaufentscheidungen nicht negativ.

Das spielt für mich auch keine Rolle. Wenn ich einen Shortcut nicht erreichen kann, lege ich ihn selber an. Das pflegen von zwei verschiedenen Shortcut-Listen wäre ein unglaublicher Aufwand. Und gerade bei Adobe-Software, die bei jedem Update alles erst mal neu belegen wollen ein Unding.

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