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Verschiedene Render-Engines für Bildschirmdarstellung

Hervorgehobene Antworten

Moin,

 

nachdem Adobe seinen CFF-Rasterizer der freien Welt vermacht hat, frage ich mich nun, wo die Unterschiede zwischen den einzelnen Render-Engines liegen. Unter Windows kann ich, im Gegensatz zu OSX, Cleartype personalisieren. Unter OSX scheinen mir Fonts eher dicker zu sein. Jemand machte sich die Mühe, die Mac-Renderengine auf Windows zu portieren, siehe 

http://code.google.com/p/mactype/

 

Doch wo sind die Unterschiede nun genau und was sind die Vor- und Nachteile der einzelnen Engines?

Bitstream hat(te) auch mal eine im Angebot (Fusion hieß sie, wenn ich mich recht erinnere), SIL hat mit Graphite eine, unter Linux gibt es Freetype respektive Pango, OSX hat Quartz und Windows Windows Presentation Foundation respektive Cleartype.

 

Mir ist schon bewusst, dass ich hier zwei Dinge zusammenwerfe: Rasterizer und Smartfont-Technologien, doch scheinen die eng zusammenzuhängen.

 

Ciao

 

 

Freetype ist in meinen Augen am besten, weil es hervorragendes Autohinting bietet und ganz den eigenen Wünschen angepaßt werden kann. Der Macher von Infinality.net entwickelt eine angepaßte Fassung von Freetype, bei der verschiedene Voreinstellungen mitgeliefert werden, die unter anderem die Darstellung verschiedener Betriebssysteme nachahmen. Auf Infinality.net steht dazu:
 

The purpose of these patches is to freely provide the nicest font rendering of any operating system. The second goal is to provide customization so that the end user is able to adjust the settings to his or her taste. Most common operating system font appearances can be emulated with these patches.

Quelle: http://www.infinality.net/blog/infinality-freetype-patches/

Die auf folgender Seite einzusehende Einstellungsdatei läßt die vielfältigen Möglichkeiten von Freetype mit Infinality-Anpassungen erkennen (die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten sind darin beschrieben):
https://build.opensuse.org/package/view_file?expand=1&file=infinality-settings.sh&package=freetype2&project=home%3Anamtrac%3Asubpixel

Die Ergebnisse sind in meinen Augen hervorragend und besser als alles, was ich bisher unter MacOS und Windows gesehen habe. (Nachdem ich eine Zeitlang auf meinem Linux-System die Infinality-Subpixelglättung benutzt habe, bin ich allerdings wieder auf Graustufenglättung umgestiegen, weil ich alle Formen der Subpixelglättung als leicht unscharf wahrnehme.)

Bei Gelegenheit kann ich ein paar Bilder machen, auf der Infinality-Seite sind unter Examples aber auch ein paar Beispiele zu finden.

Nachtrag: BeOS verwendet, wenn ich mich richtig erinnere, einen Renderer von Bitstream, der im Zusammenspiel mit den mitgelieferten Bitstream-Schriften (Swiss ist die Standardschrift) recht gut ist. Subpixel-Glättung hat es da natürlich noch nicht gegeben.

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