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Fließtext-Schrift

Hervorgehobene Antworten

Hallo liebe Leute,

 

ich bin auf der Suche nach einer serifenbetonten Schrift für einen Fließtext. Die Headline ist in einer Avenir Condensed Bold gesetzt. Im Moment benutzte ich die Sabon Regular. Sie wirkt jedoch eher altertümlich als modern, ist aber besser lesbar als andere Schriften, die ich bis jetzt ausprobiert habe, darunter Slab Schriften wie die Caecilia.

Die Anmutung sollte wie im hochgeladenen Beispiel sein. Vllt könnt ihr mir behilflich sein?
VIelen Dank!

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Hi :-)

 

Die Beurteilung von Lesbarkeit ist ja immer so eine Sache. Zur Avenir könnte man sich mal die geometrische Slab Hypatia ansehen. Formal passend fände ich auch Henriette oder Ingeborg.

 

Etwas kerniger und frischer als die Sabon kommen unter den Antiquas beispielsweise die FF Dora, FF Tisa, Premiéra oder Skolar daher.

Beides wahrscheinlich eine Frage der Interpretation:

1) Dem Namen nach ist es eine Sans, das stimmt. Aber ein Sans hat gar keine Serifen. Die Hypatia hingegen hat welche und die kommen am ehesten einer Slab Serif nahe.

2) Ja, bzgl. Gesamtanmutung wirkt die Hypatia eher humanistisch. Schaut man sich aber die »Einzelformen« an, wird man ein geometrisches Konstruktionsprinzip feststellen. Das klingt auch im Beschreibungstext an:

Phinney hatte schnell eine konkrete Vorstellung des Eindrucks, den die Schrift machen sollte. Die Großbuchstaben sollten (wie Trajan®*) klassisch-römische Proportionen haben, während für die Kleinbuchstaben zur Verbesserung von Erscheinungsbild und Lesbarkeit klare geometrische Formen vorgesehen waren. Obwohl Hypatia Sans ursprünglich für Überschriften zwischen 18 und 36 Punkt Größe erdacht wurde, kann die Schrift aufgrund ihrer guten Lesbarkeit auch für Fließtext im Bereich von 10-12 Punkt verwendet werden. Angedeutete gewinkelte Serifen im linken oberen Bereich der Zeichen bilden einen modernen Kontrapunkt zu einem Design, das ansonsten im Stil der 1920er oder 1930er Jahre gehalten ist.

Beim Design von Hypatia Sans konzentrierte Phinney sich auch auf die Beziehung zwischen Einsetzbarkeit und Stil bei vorhandenen geometrischen Schriften. Beides sind wünschenswerte Eigenschaften, aber die Ausprägung jeder einzelnen davon schien jeweils die Obergrenze für die andere darzustellen. Phinney suchte also beim Design von Hypatia Sans nach einem Optimum, bei dem sowohl Einsetzbarkeit als auch Stil so groß wie möglich sein sollten.

(Quelle: http://www.adobe.com/de/type/browser/landing/hypatia/hypatia.html)

Warum nicht bei der DTL Documenta bleiben?

Reichen die Andeutungen von Serifen (ich hielte es eher für Anstriche) bei bdhjklmnpruцчшщю und J (nur so als schneller Überblick) für die Definition oder einer Anmutung einer Slab?

Wie gesagt, das ist meine Interpretation. Man könnte vielleicht auch »Hybrid« oder »Semi Sans« oder »Semi Serif« oder … dazu sagen. Mit »Sans« tue ich mich persönlich schwer. Aber da gibt es sicher wichtigere Themen.

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