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Typografische Möglichkeiten von Buchstabenüberschneidungen

Hervorgehobene Antworten

Hallo Leute,

ab und zu kommt es vor, dass ich den Schriftzug einer Wortmarke entwerfen möchte und dann auf eine Kombination treffe wie diese:
 

KÄSE SEPP (KÄSEPP)

BEIN EINS (BEINS)

 

Die Beispiele sind bescheuert, aber sie funktionieren trotzdem um zu verdeutlichen was ich meine. Die ersten Buchstaben des zweiten Wortes sind diesselben wie die Letzten des ersten Wortes. Gibt es gute typografische Lösungen um solche doppelt vorkommenden Buchstaben schön in Szene zu setzen?

Mir ist dazu nie eine gute Idee eingefallen.

Es endet immer damit, dass eines der doppelt vorkommenden Wortpaare überlesen werden kann.

Wenn ich die doppelten Buchstaben untereinander setze (versetzt), entsteht nur ein ablenkendes Muster:

Beispiel anhand von Käse Sepp:

KÄSE
      SEPP

 

Kennt ihr gute Lösungen?

Das kommt natürlich immer auf den Einzelfall an. Genauso wie ich nie zwei gleiche Anfangsbuchstaben auf ein doppelt genutztes Zeichen reduzieren würde, würde ich auch hier zu einer deutlichen Trennung als zum Zusammenziehen raten (durch Farbe, Schriftgrad, Größe, ...). Solche Wortkombinationen sind schon so oft schwer stolperfrei zu lesen bzw. auszusprechen. Da könnte eine Trennung eher helfen, wenn man es nicht komplett umbenennen kann/will, was sogar das beste wäre.

Ich würde auch eher auf Kontrast als auf Verschleifung setzen, also die Worte in unterschiedlichen Farben, Auszeichnungen oder Schriften setzen. Sonst kommt am Ende immer nur KÄSENF raus ...

Bei einem Logo ist es glaube ich wichtiger dass es inhaltliche Aspekte vermittelt und dabei gut lesbar bleibt. Grafische Spielereien sind dabei ein Hilfsmittel aber wenn diese nichts mit den Inhalt zu tun haben oder die Lesbarkeit / Verständlichkeit deutlich erschweren, ist es besser einen weiteren Entwurf zu machen.

... erinnert mich an das HKK Logo, bei dem das gemeine h auch die 1 in rot enthält (»Erste Gesundheit«). Da stört es nicht wirklich. Wenn es nur in S/W angedruckt wird, geht die 1 zwar unter, aber es bleibt lesbar.

SEpp (mit SE noch größer und KÄ/PP bündig mit dem Kanten von SE)

... oder SE von SEPP als "Schattenwurf" des SE von KÄSE

... würde ich ausprobieren, wenn's unbedingt nötig wäre ...

Ich fühle mich auf einem nüchternen Sonntagvormittag auf ein Mal komplett betrunken bei dem Anblick  :shock:

Ich erinnere mich - lang lang ist's her - dass ich solch eine Überschneidung mal beim Vorüberfahren als Werbeplakat gesehen hatte.

Erst beim zweiten Hinschauen bermekte ich, dass ein Buchstabe für zwei stand.

Es war sicherlich eine andere Schrift, vielleicht war die Aufteilung schwarz-rot auch noch etwas verschoben, so dass mehr rot zu sehen war. Aber an diese Details erinnere ich mich nicht mehr.

Ich fand's gelungen.

... nur so als Nebenbemerkung ...

post-16445-0-02639300-1376241544_thumb.j

Obwohl ich das schon recht eindeutig „Nobama“, es also grad falsch, lese … ich finde so Sachen mit Doppelnutzung von Silben/Buchstaben meistens auch eher sehr gewollt … das Beispiel von GePix erinnert mich an 

 

Kinder_Ferrero-logo-2F4750A95D-seeklogo.

Was aber vermutlich einfach den Farben geschuldet ist …

 

Es war sicherlich eine andere Schrift, vielleicht war die Aufteilung schwarz-rot auch noch etwas verschoben, so dass mehr rot zu sehen war.

 

 

Sowas gibt es immer mal.

91.jpg

 

Das sind schon zwei verschiedene Paar Schuhe. Das 2. Beispiel soll schon »Nobama« ausgesprochen werden, also mit einem O. Nur so funktioniert das gehässige Wortspiel.

Eine weitere Lösung zeigt das Logo des Restaurants Blaue Ente in Zürich.

 

Spannend, bei mir hat das genau einmal funktioniert. Beim Aufrufen der Seite habe ich unwillkürlich ganz korrekt »blaue ente« gelesen, dann gestockt – und seit dem funktioniert es nicht mehr. Auch wenn ich die Gestaltung eigentlich ansonsten ganz ansprechend finde: je länger ich schaue desto mehr verärgert mich die Lösung.

M. E. hapert es bei der Blauen Ente schon daran, dass der Rest auch nicht richtig ausgeglichen ist. Kann aber auch sein, dass ich mal wieder einen Knick in der Optik habe ...

Aje ... Da muss ich mich schon anstrengen um nicht goldener Gel zu lesen …

  • Ersteller

@TobiW: Ist das wahr?
Durch das Bild (Engel) ist das Gehirn doch schon darauf vorbereitet und fügt vermutlich schon beim lesen der Buchstaben EN ein GEL hinzu.
Ein interessantes Thema für eine Bachelor-Arbeit eigentlich.

Ne … also ich kann schon entziffern, was da steht, aber eben entziffern und nicht einfach lesen. Ich hänge da zu sehr in den drei Zeilen fest, so dass ich vom Ende der zweiten in die dritte Springe und nicht zurück zum Beginn der zweiten …

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