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Hervorgehobene Antworten

»Rekonstruiert« ist eine bemerkenswerte Semesterarbeit von Christoph Schwedhelm
(FH Dortmund). In einer Zeit, in der andere Hochschulen dazu übergehen,
sich vom »Ballast« der Blei- und Holz-Lettern zu befreien, ist Christoph Schwedhelm
gegen den Strom geschwommen und hat mit unglaublicher Liebe und Präzision Lettern
rekonstruiert und gleichzeitig ein Buch dazu gestaltet.

 

Blick ins Buch:
http://sugarscroll.de/all/work/rekonstruiert/

Schade, dass der junge Mann anscheinend noch nichts davon gehört hat, dass man im Blei- und Holzletternsatz die Schriftgröße nicht in cm angibt ...

Auch scheint mir der sonstige Erkenntnisgewinn nicht allzu üppig - das sind keinesfalls superexotische unbekannte Schriften, es gibt schon genügend Publikationen über den Satz von gebrochenen Schriften ... aber wenns Spaß gemacht hat - schaden tuts ja auch nicht.

Falls man denn wirklich jemals in die Verlegenheit käme, tatsächlich mal aus Fraktur setzen zu dürfen oder gar zu müssen.

Und dass man im Blei oder Holzsatz die Größen im Punkt und Cicero angiebt, dürfte dem Autor selbst auch klar dein, allerdings wendet er sich eben auch an interessierte Laien, die mit diesen Maßen weniger anfangen können, als mit Zollmaßen, und da ist eine Angabe in cm schon nützlich, damit diese dann sich etwas vorstellen können.

 

Ich selbst habe schon erklären müssen: diese Zeile mache ich dann in etwa 3mm hohen Buchstaben

 

Bis zum Ende des gewerblichen Buchdrucks mit Bleilettern Ende des 20. Jahrhunderts war die Maßeinheit Cicero ein allgemeingültiges Schriftsatzmaß. Nach Einführung der modernen EDV-Satztechnik wurde das Maß von der metrischen Einheit (mm) weitgehend abgelöst

Ist ja auch eine Semesterarbeit (Vorhandenes suchen, sichten, lernen, kombinieren, formen – soweit ich weiß auch "nur" die Minimalanforderung an eine Bachelor/Diplomarbeit) und keine Master/Doktorarbeit (Neugewinn an Wissen für die Fachwelt).

Schönes Projekt und tolle Buchgestaltung. Umso mehr schmerzt es, wenn man die vielen Fehler im Vorwort, auf den einzelnen Seiten (»Inhaltverzeichnis«) usw. entdeckt. Nichtsdestotrotz wäre es schade, wenn das Buch, wie viele der abgedruckten Schriften, alsbald wieder in irgendeinem Archiv verschwinden würde.

Wenn der Autor da etwas Unterstützung aus Fachkreisen bekommt, um die gewiss mangels Kenntnis und Erfahrung unvermeidbaren Fehler zu korrigieren, und dann für dieses Buch doch Nachfrage entsteht, könnte es sein, dass es dann tatsächlich was gutes draus werden, dass auch in einer wirtschaftlich sinnvollen Auflage erscheinen könnte.

  • 5 Monate später...
  • Ersteller

Nichtsdestotrotz wäre es schade, wenn das Buch, wie viele der abgedruckten Schriften,

alsbald wieder in irgendeinem Archiv verschwinden würde.

 

Aus gewöhnlich gut informierten Kreisen™ hört man aktuell,

das ein Erscheinen von Rekonstruiert über Crowdfunding

ermöglicht werden soll...

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