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Halbgeviertstrich vs. Doppelpunkt in Überschriften

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Bei Artikelüberschriften werden manchmal eingängige Schlagwörter vor die eigentliche Titelzeile gestellt. In diesem Fall werden sie oft durch einen Doppelpunkt vom Rest der Titelzeile abgesetzt. Aber auch Halbgeviertstriche werden für diesen Zweck verwendet. Welche Unterschiede sind zu beachten? Wäre eine der Varianten in untenstehendem Beispiel angemessener?

Überschrift mit Doppelpunkt:

doppelpunkt.png
Überschrift mit Halbgeviertstrich:

halbgeviertstrich.png

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In deinem Fall wohl der Doppelpunkt, denn nach diesem folgt so etwas wie die "Definition" der vorangestellten Druckerpresse. Für einen Gedankenstrich wäre so etwas eher der passende Ort: "Von Druckern und Pressen – die kostengünstige Reproduktion …". In deinem Fall würde es nach dem : übrigens klein weitergehen, denn es folgt kein vollständiger Satz.

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Der Doppelpunkt also als hinführendes Zeichen auf eine nachfolgende Erläuterung des vorangestellten Begriffs. Der Gedankenstrich um die Gedanken vom Allgemeinen auf einen speziellen Aspekt oder in eine andere Richtung zu lenken. Kann man das so sagen? Besten Dank für die Antwort!

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ich würde den unterschied zwischen den zeichen semantisch nicht überinterpretieren. es gibt viele kontexte, in denen sich – um der einheitlichkeit willen – für eines der beiden zeichen entschieden wird und dieses dann zum einsatz kommt, ob es nun ›inhaltlich‹ passt oder nicht. quellenverzeichnisse, bibliothekskataloge, aber auch schriftenreihen sind beispiele dafür. die meisten bibliothekskataloge, die ich kenne, wählen einen doppelpunkt mit einem leerzeichen davor und dahinter. bei schriftenreihen wird der gedankenstrich oft bevorzugt (oder es gibt eine typografische trennung ohne spezielles zeichen).

 

wenn du eine einzelfallentscheidung treffen kannst, dann würde ich auch dazu neigen, den gedankenstrich als neutralen trenner zu sehen und den doppelpunkt als satzzeichengewordenes ›und zwar/das ist‹. wenn es darum geht, ein konsistentes format für viele solcher titel zu finden, dann würde ich das wählen, das dir besser gefällt.

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Und noch eine weitere Möglichkeit: Wenn das "Schlagwort" in Deinem Beispiel im Sinne eines Obertitels innerhalb der Überschrift verwendet wird, ist es in vielen Kontexten üblich, die beiden mit einem Punkt zu trennen. Hier funktioniert die Zuordnung rein formal – Obertitel. Untertitel – unabhängig von den konkreten Inhalten.

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Besten Dank für die Antworten! Den Doppelpunkt mit einem "und zwar/das ist" zu prüfen und den Gedankenstrich als "neutralen Trenner" zwischen zwei Gedanken zu betrachten finde ich eine sehr hilfreiche Methode. Die Trennung mit Punkt hätte ich intuitiv ebenfalls dort gemacht, wo man Obertitel und Untertitel unterscheiden kann, unterschiedliche Schriften wie bei Covertiteln aber nicht möglich sind.

Ansonsten scheint das Ganze noch Nuancen im Lesefluss (Luftholer beim Gedankenstrich, hinführende Betonung beim Doppelpunkt) und in der optischen Erfassung des vorangestellten Teils zu haben. In der englischsprachigen Welt scheint zudem die Verwendung des dort traditionellen leerzeichenlosen Geviertstrichs als Gedankenstrich noch verbreitet zu sein. Weiss jemand, ob dort auch die Verwendung des Halbgeviertstrichs in Titeln schon üblich ist?

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