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Adblocker – Fluch oder Segen

Hervorgehobene Antworten

Welche »Kunden« denn?

Nun ja, potentielle Kunden halt... 

 

Ich sehe auch keinen Grund, den Adblock-Einsatz, der ein Angriff auf das freie Internet und die Arbeit der Inhaltsersteller und Publisher ist, verbal in Watte zu packen.

Angriff auf das freie Internet? Für mich bedeutet meine Privatsphäre mir mehr Freiheit als ein "freies" Internet. 

  • Ersteller

Das ist dann meine Entscheidung als Nutzer, dies zuzulassen.

Eben nicht.

Eine Webseite ist ein Angebot eines Anbieters. Der Anbieter bietet eine Leistung und möchte dafür eine Gegenleistung (Aufmerksamkeit, Abo-Gebühren, Registrierung …), wie ich nur immer wieder wiederholen kann. Das Angebot wird vom Anbieter bestimmt – der heißt nicht zufällig so. Der Nutzer der Seite kann dieses Angebot annehmen oder nicht – wenn nicht, kann er die Seite einfach verlassen und nicht wiederkommen. Nur eines sollte er nicht machen: die Leistung dauerhaft beziehen und die Gegenleistung durch Tricksereien einbehalten. Du willst auch im normalen Leben nicht, dass Leute so mit dir umgehen. Das sind doch Selbstverständlichkeiten des zivilisierten Zusammenlebens. 

Im Internet scheint das aber wohl keine Rolle zu spielen, weil alles so schön heimlich am eigenen Rechner stattfindet. An der moralischen Bewertung ändert das für mich jedoch nichts. Und auch nichts an den Folgen, die diese Entwicklung für die Internetangebote im Allgemeinen hat. Die gehen dann nämlich zu Laster aller – der egoistischen Adblock-Nutzer und der ehrlichen Nutzer, die diese Tools nicht einsetzen. 

 

Es liegt an Dir als Betreiber (!), ob Du diese Nutzer ignorierst oder sie bittest, den Adblocker auszuschalten.

 

Mir gehts ums Prinzip und noch nicht mal speziell um meine Seiten. Webseiten-Betreiber bieten eine Leistung und sollten nicht die Nutzer um eine Gegenleistung anbetteln müssten – schon gar nicht wenn die Gegenleistung nicht mal etwas kostet. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, diese Gegenleistung zu erbringen. Auch dies sollte im Umgangen zwischen Menschen normal sein. (Und hinter Webseiten stehen nun mal auch immer Menschen, auch wenn man sie nicht direkt sieht.)

 

Ja, ich gebe es zu: Auch ich gehöre zu denjenigen, die keinen all-inclusive-Telefontarif abgeschlossen haben. Mir ist das also wichtig. Punkt. Wenn man Argumenten nichts entgegensetzen kann, kommen sie auf die Absurditätenliste?

 

Auch wenn ich mich immer nur wiederhole:

Wieso meinst du denn, dass du auf Webseiten die von dir gewünschte Information abrufen kannst, aber dass was die bloße Existenz dieser Information überhaupt ermöglicht (bezahlt) dann plötzlich nicht mehr? Was du möchtest, darfst du dir nehmen, was der Anbieter möchte ist irgendwie »optional«? Ich kann das nur erneut egoistisch nennen.

 

Aber wer sie blockt wird damit nicht zum Betrüger er handelt allenfalls unmoralisch.

Richtig. Daher hab ich weder von Betrug, Diebstahl oder sonstigen juristisch relevanten Begriffen gesprochen. Dass es unmoralisch und egoistisch ist, darf man aber laut und klar sagen. Und man kann auch die Folgen dieses unmoralischen Handelns aufzeigen.

 

Angriff auf das freie Internet? Für mich bedeutet meine Privatsphäre mir mehr Freiheit als ein "freies" Internet.

 

Und auch nochmal: falsches Dilemma!

Du kannst deinen kompletten Internetverkehr verschleiern und damit deine Privatsphäre schützen OHNE Werbebanner auszublenden (die das »freie Web« ermöglichen). 

Und wenn die Adblocker dann mal das freie Netz gekillt haben und die Hälfte der Angebote verschwunden und beim Rest nach jedem Klick eine Paywall wartet, dann wollen die Anbieter übrigens auch gleich wieder jede Menge persönlichen Daten von dir – zur Zahlungsabwicklung.

ralf ich bewundere dich, ich hätte keine lust den leuten zu erklären wie das internet funktioniert. ich bin auch erstaunt wie naiv das manch einer sieht.
jemand muß es bezahlen, zum schluß sind wir es alle die auf irgendeine weise bezahlen werden, ob geld/zeit/»nerven«.
mich nervt auch manche werbung und auch die methoden dahinter aber ich akzeptiere es einfach.

vergleiche mit werbebeilagen sind einfach ziemlich schwach.

 

Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenig Leute damit beschäftigen.

H E N R Y  F O R D

 

... Gesendet von meinem GT-P5110 mit Tapatalk

Kannst du bitte mal diese aufdringliche Werbung für dein Handy und Tapatalk blocken?

Mobil bin ich unterwegs, ohne mir Bilder anzeigen zu lassen. Das - also auch Werbung - müsste ich extra zahlen.

Adblocker als Angriff auf das freie Internet zu verteufeln ist kurzsichtig. Es gibt, wie hier ja schon geschrieben, auch andere Möglichkeiten zu werben oder Geld zu verdienen.

Hier gehts lediglich um Adblocker und nicht um werbefreies Internet!

  • Ersteller

Adblocker als Angriff auf das freie Internet zu verteufeln ist kurzsichtig.

Im Gegenteil. Kurzsichtig sind die Adblock-Nutzer, die glaube Leistungen ohne Gegenleistungen beziehen zu dürfen und damit mittelfristig die Angebot unmöglich machen, die sie selbst nutzen wollen.

 

Es gibt, wie hier ja schon geschrieben, auch andere Möglichkeiten zu werben oder Geld zu verdienen.

Eine erneute Wiederholung der ignoranten Einstellung: ja, das Geld soll irgendwo herkommen. Aber nicht von mir und nicht jetzt. Die Leistung nehme ich aber trotzdem.

Wurde ja bereits verfilmt, diese seltsame Einstellung:

 

 

Du zitierst mich ohne korrekten Zusammenhang, Ralf. Wie gesagt, surfe ich persönlich mit einem Adblocker, kenne und nutze die Funktion der Ausnahmeregeln.

Wieso ignorierst Du die Tatsache, dass Du trotz Werbeblocker Werbung schalten kannst und setzt Adblocker mit ”keine Werbung” gleich?

Ich kann Deine Sicht als Internetnutzer zwar verstehen, teile sie aber nicht.

Nicht nachvollziehen kann ich es aber, wenn es um Dich als Anbieter geht und die Nutzergruppe ignorierst, die hier mit Adblockern unterwegs sind. Das Surfverhalten der Seitenbesucher kannst Du nicht ändern! Du kannst aber appellieren, den auszuschalten. Oder glaubst Du das bringt nichts? Natürlich hast Du recht, es ist eine Selbstverständlichkeit, aber das ist ”Bitte” und ”Danke” doch auch.

...  Das Surfverhalten der Seitenbesucher kannst Du nicht ändern!

Ooh, die viel beschworene Macht des Faktischen.

 

Warum glauben immer alle, dass man dazu verpflichtet sei, seine Zeit und Ideen im Internet ständig ohne Gegenleistung zur Verfügung zu stellen? Es wird irgendwann wohl darauf hinauslaufen, dass mit Inhalten restriktiver verfahren wird. Das wäre nur konsequent.

Norbert, ich denke nicht, dass man dazu verpflichtet ist (s.o.).

Ralf ist auch unserer Meinung. Knackpunkt ist doch eher, wie er User ansprechen will oder muss, die den Adblocker auf dieser Seite nicht ausschalten.

  • Ersteller

Wieso ignorierst Du die Tatsache, dass Du trotz Werbeblocker Werbung schalten kannst und setzt Adblocker mit ”keine Werbung” gleich? 

 

Weil – und das sage ich nun wahrscheinlich zum 10. Mal – der Anbieter das Angebot macht und Nutzer es im Gesamtpaket annehmen kann oder nicht. Siehe Video oben. Das Produkt kostet z.B. $19,99. Für den Preis kann man es kaufen oder es lassen. »Ich hab gar kein Geld dabei. Geben sie mir es trotzdem. Vielleicht zahl ich ja beim nächsten Mal. Hier ist 1 Dollar für den Anfang.« ist nicht akzeptabel und eher eine Frechheit. Dass ich als Publisher eventuell gnädigerweise mit Textanzeigen durchgelassen werde oder nach Betteln von einem Teil der Nutzer auf die Whitelist gesetzt werde, ist ein ebensolcher Vorschlag. 

 

Knackpunkt ist doch eher, wie er User ansprechen will oder muss, die den Adblocker auf dieser Seite nicht ausschalten.

 

Ich spreche nicht von meiner Seite, da ich hier keine externen Anzeigendienste mehr nutze. Ich spreche im Namen meiner Publisherkollegen, die zum Teil 100% der Seite über externe Werbung finanzieren (weil es gegebenenfalls gar nicht anders geht!) und deren Existenz von der ignoranten Einstellung der Adblock-Nutzer bedroht ist.

Und ich spreche als Besucher der Seiten dieser Kollegen, der irgendwann vor verschlossenen Türen oder Paywalls steht, weil die Werbefinanzierung nicht mehr funktioniert. 

 

Nicht alles, was technisch möglich ist, ist richtig und sinnvoll. Ich lizenziere die Fonts die ich einsetze und halte mich an die EULA – genau so wie der Anbieter es mir anbietet. Auch wenn ich die Fonts auch aus dem Netz kostenlos bekommen und auch wenn der Anbieter nicht merken würde, dass ich die EULA in Teilen missachte.

Ich kaufe meine Filme und Serien meist bei iTunes, auch wenn ich sie gratis im Netz sehen könnte – zum Teil schon Monate eher.

Und ich besuche Webseiten ohne Adblocker. 

Diese Dinge sind für mich alle auf einer Stufe. Ich respektiere die Arbeit derer, die die Inhalte schaffen und verbreiten und damit ermögliche ich, dass ich auch in Zukunft noch diese Inhalte bereitgestellt bekomme. Der Adblock-Nutzer macht das Gegenteil.  

Norbert, ich denke nicht, dass man dazu verpflichtet ist (s.o.). Ralf ist auch unserer Meinung. Knackpunkt ist doch eher, wie er User ansprechen will oder muss, die den Adblocker auf dieser Seite nicht ausschalten.

Ich meinet damit auch weniger dich als die "Masse der User", die es unproblematisch finden, einseitige Geschäfte zu betreiben, solange diese zu ihren Gunsten ausgehen. Kann man die dazu "bekehren", für Leistungen auch Gegenleistungen zu akzeptieren? Das hat bisher nicht funktioniert und wird es wohl auch in Zukunft nicht. Ich befürchte, mit Goodwill allein kommt man da nicht weiter. 

Ach so Ralf, ich dachte Du meintest auch Dich als Anbieter. Das habe ich dann falsch verstanden, entschuldige bitte.

Danke Norbert! Ich glaube, die Mehrheit der Adblocknutzer zeigt diese Fairness nicht.

Zahlen hierzu wären mal interessant, wie ein Adblocker tatsächlich genutzt wird.

Bei Peter Wiegel gab es zumindest mal einen Hinweis für diese Nutzer, vielleicht kann er dazu was sagen?

Im Free-TV wegzappen, aus der Zeitung den Anzeigenteil wegschmeißen, Anzeigen einfach überblättern ... das kann ich ja alles im Internet auch machen. Lästige Vollbild-Werbung kann ich wegklicken (bei allen seriösen Vermarktern, wer sich mit anderen einlässt vertreibt seine Besucher ohnehin vollends). Text- und Bannerwerbung kann ich mental ignorieren.

 

Was der Unterschied ist, ist dass die Werbung zumindest geliefert und dann ignoriert wird, während sie beim pauschalen (und nur im Internet möglichen) Blocken gar nicht erst geliefert werden kann. Da wird der Lieferant/Motivator (Seitenanbieter) geprellt, er muss seinen Servertraffic bezahlen und Inhalte generieren, ohne überhaupt die Chance zu haben seine Geldgeber zu präsentieren. Das ist schon ein großer Unterschied zu allen anderen Vergleichen was man in der analogen Werbewelt alles mit Werbung machen kann, um sie nicht ansehen zu müssen – erst mal muss man sie da nämlich bekommen.

Du kannst deinen kompletten Internetverkehr verschleiern und damit deine Privatsphäre schützen OHNE Werbebanner auszublenden

Auf das Tutorial bin ich gespannt... 

  • 2 Wochen später...
  • 2 Wochen später...
  • Ersteller

Beiträge verschoben aus (Fiktive) Neugestaltung der Wikipedia

 

Ohne JavaScript oder Tricks (?details=1 usw.) geht fast nichts und wenn man dann NoScript endlich so eingestellt hat, das es funktioniert starrt man dann ewig auf das Äquivalent einer Sanduhr.

 
Sämtliche Seiten standardmäßig ohne Gegenleistung (Werbeeinblendungen) besuchen und dann beschweren, dass man bei der Nutzung der erschlichenen Inhalte auch noch behindert wird.  :mad:

Sämtliche Seiten standardmäßig ohne Gegenleistung (Werbeeinblendungen) besuchen und dann beschweren, dass man bei der Nutzung der erschlichenen Inhalte auch noch behindert wird.  :mad:  

 

 

Dafür macht Wikimedia ja immer wieder Spendenaktionen.

Sämtliche Seiten standardmäßig ohne Gegenleistung (Werbeeinblendungen) besuchen

Auch durch dieses Mantra wird es nicht wahrer, dass individuelles Sicherheitsbewusstsein und IT-Verantwortung irgendetwas mit "Erschleichung" zu tun hat. 

  • Ersteller

Auch durch dieses Mantra wird es nicht wahrer, dass individuelles Sicherheitsbewusstsein und IT-Verantwortung irgendetwas mit "Erschleichung" zu tun hat.

 

Müssen wir es schon wieder von vorn aufrollen?

Werbefinanzierte Seiten bieten Inhalte gegen Werbung. Punkt. Da gibt es kein Wenn und Aber. Wer dieses Deal einseitig und durch technische Tricks umgeht, erschleicht sich die Leistung ohne Gegenleistung und gegen den Willen des Anbieters. Ich hab diese Binsenweisheit ja schon in dem anderen Strang oft genug wiederholt. Was gibt es daran nicht zu verstehen? Die persönlichen Gründe diesen Deal einseitig abzuändern, ändern nichts an der Tatsache, dass der Deal eben gebrochen wird. 

Deine Logik ist dagegen an den Haaren herbeigezogen. Du sagst ja auch nicht: »Ich musste die Raubkopie benutzen, weil ich ansonsten meine persönlichen Daten und meine Kreditkartennummer zum Kauf und zur Lizenzierung angeben müsste und das wäre mir viel zu unsicher. Also musste ich mir die Leistung ja ohne Gegenleistung holen.« (Von einem entsprechenden Vergleich mit Diebstählen physischer Güter ganz zu schweigen …)

Wenn du die Gegenleistung nicht erbringen willst oder kannst (aus welchen Gründen auch immer), dann nimm eben auch die Leistung nicht – sprich besuche werbefinanzierte Seiten nicht. Wenn du es doch machst, bleibt es die besagte egoistische Erschleichung einer Leistung. Nach dem Motto: »Mir egal, was der Anbieter von mir möchte oder ob er morgen wegen mir und meiner Gesinnungsgenossen dicht machen muss. Ich nehme mir meine Leistung heute erstmal ohne Gegenleistung und nach mir die Sinnflut«. 

 

Übrigens wundere ich mich, dass gerade du dich so einseitig in dieser Sache gibst. Ich zitiere mal aus einem älteren Beitrag von dir:

  Ich bin halt ein linker Gutmensch, der stets in Sorge lebt, dass ihm der Kapitalist den Strick aufschwatzt, an dem er baumeln wird...

 

Wenn der kleine Seitenbetreiber tausende Arbeitsstunden in seine Webseite steckt, die du nutzt und du ihm sogar die kleinstmögliche Gegenleistung (deine Aufmerksamkeit für Werbeeinblendungen) versagst und also auf seine Wünsche pfeifst, kann ich den verantwortungsvollen Gutmenschen einfach nicht erkennen. 

In Deiner Welt gibt es Scripte ausschließlich für Werbung, in meiner halt auch für andere Dinge. 

 

 

Oh, und auch ein verantwortungsvoller Gutmensch muss nicht Gott und die Welt ins Haus lassen und den gesunden Menschenverstand bezüglich Privatsphäre abschalten (Noscript, Ghostery und Derivate sind für mich das Cyber-Äquivalent zu Gardine, Tür und Schloß), bloß weil er ab und zu ein Geschäft eingehen möchte. Und ich werde gerne vor einem Geschäft informiert, was für Kosten auf mich zukommen (alles andere ist meiner Erinnerung nach unlauter und ungesetzlich). Wenn mein egoistischer Wunsch nach Sicherheit mit dem -- nicht minder egoistischen -- Wunsch nach Entlohnung durch unsichere und aufdringliche Praktiken kollidiert, dann soll das wohl so sein... 

  • Ersteller

Wenn mein egoistischer Wunsch nach Sicherheit mit dem -- nicht minder egoistischen -- Wunsch nach Entlohnung durch unsichere und aufdringliche Praktiken kollidiert, dann soll das wohl so sein... 

 

Fast jedes Geschäft ist für beide Parteien »egoistisch«. Daran ist auch nichts verwerfliches. Geschäfte sind ein Tausch. Man will etwas und gibt dafür etwas, was der andere will. Diesen Deal brichst du. Und da kannst du mir und dir selbst deine Gründe auch noch hundert Mal vorbeten. Es ändert nichts daran, dass du mit jeglichen Script- oder Adblockern ein Geschäft heimlich dergestalt abänderst, dass nur du bekommst was du willst und die andere Seite nicht – obwohl sie die Leistung erbringen muss. Du erschleichst dir die Leistung ohne die erwartete Gegenleistung und ich verstehe nicht, dass du diesen Fakt auch noch ausdrücklich und wiederholt abstreitest. Deine Motive ändern das Ergebnis nicht. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Wenn dir das werbefinanzierte Web zu gefährlich ist, dann nutze es nicht. Dir die Leistungen dennoch zu erschleichen finde ich im Allgemeinen (als normaler Webnutzer) und ganz persönlich als Webseitenbetreiber eine Sauerei. Ein Gutmensch handelt anders. 

Ein Geschäft sieht eine Vereinbarung zweier Parteien voraus. Durch das pure Folgen eines Linkes geht niemand eine Geschäftsverbindung ein -- und wenn doch, ist das unlauter, unseriös bis hin zu sittenwidrig und demnach illegal.

Wenn Du nicht willst, dass jemand Dich um Deinen Lohn bringt, kassier vorher ab... Oder frag, ob Du ihn mit Werbung von einer finanziellen Belastung entlasten darfst.

 

Jenseits Deiner schwachen ad hominem-Argumentation, die sowieso unzutreffend ist, frage ich mich eher, ob ein Gutmensch überhaupt Werbung schalten würde, die seine Mitmenschen ausspioniert?

Der Sinn von Noscript dient übrigens primär dazu, Scripte selektiv anzuschalten, ohne den Schutz vor diesem mannigfaltigen Angriffsvektor (zuletzt hat Flash da wieder brilliert) zu vernachlässigen. Drängt sich Dir nicht die Fragestellung auf, warum Werbetechnik und Angriffsvektor so häufig zusammenfallen?

Beiträge verschoben aus (Fiktive) Neugestaltung der Wikipedia

Vitrioloel schrieb:

„Ohne JavaScript oder Tricks (?details=1 usw.) geht fast nichts und wenn man dann NoScript endlich so eingestellt hat, das es funktioniert starrt man dann ewig auf das Äquivalent einer Sanduhr.“

 

Sämtliche Seiten standardmäßig ohne Gegenleistung (Werbeeinblendungen) besuchen und dann beschweren, daß man bei der Nutzung der erschlichenen Inhalte auch noch behindert wird.  :mad:

 

 

Wie Phoibos schon schrieb, NoScript ist kein Adblocker auch wenn er auf JavaScript oder Flash basierende Werbung eliminiert, sondern dient in erster Linie der Sicherheit. Werbung entfernen können Adblock Plus und Co. besser.

Lange bevor es Browser-Erweiterungen oder den Feuerfuchs gab habe ich schon, damals in Internet-Explorer, standardmäßig JavaScript deaktiviert und nur wenn unbedingt nötig auf Seiten welche mir vertrauenerweckend erschienen eingeschaltet. NoScript erleichtert dieses vorgehen nur. Außerdem ist Flickr auch wenn man JavaScript zuläßt seit der Umgestaltung sehr viel langsamer und meiner Meinung nach auch unpraktischer geworden.

Desweiteren kann wer mit seiner Werbung auch JavaScript-Muffel erreichen möchte mit dem HTML-Befehl <noscript> die Werbung zusätzlich JavaScript-frei placieren.

  • Ersteller

Wenn Du nicht willst, dass jemand Dich um Deinen Lohn bringt, kassier vorher ab... Oder frag, ob Du ihn mit Werbung von einer finanziellen Belastung entlasten darfst.

 

Schon klar. Hauptsache den Handlungsbedarf bei der anderer Seite suchen. Von der Realitätsferne dieser Vorschläge mal ganz abgesehen. 

 

NoScript ist kein Adblocker auch wenn er auf JavaScript oder Flash basierende Werbung eliminiert …

 

Eben. Und zwar standardmäßig. Und da die gängigen Bannerwerbungssysteme Inhalte per JavaScript vom Werbenetzwerkbetreiber abrufen – wie auch sonst–, ist auch Noscript letzendlich ein Adblocker, der pauschal Werbung rausfiltert und die Nutzer somit zu Schmarotzern macht, die dauerhaft Webseiten ohne die erwartete Gegenleistung nutzen. 

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