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Flyeralarm – warum sollen Schriften in PDFs in Pfade gewandelt werden?

Hervorgehobene Antworten

Liebe Kollegen,

 

ich habe mal eine Frage. Das Thema ist mir gerade mal wieder bei einem Projekt untergekommen und ich frage mich das schon lange (konnte mir aber bislang noch keine Antwort geben): Warum soll man bei Druck-PDFs, die man für den Druck bei Flyeralarm anfertigt, alle Schriften in Pfade konvertieren? Und was kann schlimmstenfalls passieren, wenn man diesen Punkt ignoriert? Ich habe bisher bei allen Druckaufträgen, die ich dort habe drucken lassen, die Schriften nicht gewandelt und es ist kein Unglück passiert. Wisst Ihr mehr?

 

Gespannte Grüße, 

Kathrin  :-D

ich glaube, die wollen sich einfach nur absichern: im fall dass was passiert ist immer der user schuld. 

 

was ähnliches kenne ich nur von meinen pharma-packaging-jobs. dort ist der grund fürs pfade umwandeln allerdings ziemlich sicher der, dass die so gut wie immer noch in die daten eingreifen müssen (farbdefinitionen, zusätzliche codes etc) und wenn die dann die schriften nicht haben schaut alles wieder anders aus. einfach um sicherzustellen, dass sich nach der freigabe nicht noch was unabsichtlich ändert.

 

eine normale druckerei sollte allerdings bei „normalen“ printjobs nicht mehr eingreifen müssen. das hat mich in den wenigen fällen, wo mein kunde unbedingt bei flyeralarm drucken wollte auch gestört. 

Ich gebe aber zu bedenken, dass nicht alle Schriften in ein pdf eingebunden werden können. Diese würden dann zu Fehlern führen, ersetzt werden oder irgendwie anders reagieren. Also immer vorher schauen, ob die Schriften auch wirklich eingebunden sind …

  • Ersteller

Da hast Du natürlich recht. Sofern es die Lizenzrechte angeht bin ich ja – seit ich da vor einer Weile mal eine Schrift mit viel Aufwand austauschen musste, weil sie nicht in PDF-Dateien eingebettet werden durfte – ein gebranntes und deswegen ganz vorsichtiges Kind. Dass Schriften nicht eingebunden werden können, das hatte ich noch nicht. Also geht das dann tatsächlich rein technisch nicht?

Wenn Schriften fehlerhaft angelegt werden, kann es durchaus sein, dass Acrobat diese nicht schluckt.

 

Das ‘in Pfade wandeln’ hat außerdem ein Nachteil: Die Schriftzeichen werden dann als Grafik und nicht als Schrift gerastert (hier: in Bitmaps für die Auflösung des Ausgabegerätes umgewandelt). Der Rasterizer macht dann alle Pixel die die Kontur berühren ‘schwarz’. Um so geringer die Auflösung um so kräftiger wird die Schrift und um so kleiner die Schrift, um so deutlicher wirkt sich dieser Effekt sich auf die Schriftfette aus. Bei Schriften hingegen schaut der Rasterizer (in etwa) ob (nach Anwendung der Hints) mehr als 50% eines Pixels innerhalb der Kontur liegt. Nur dann werden die Pixel ‘schwarz’. Bei sehr hohen Auflösungen 2400 dpi wird in den meisten Rasterizern die Schrift auch nur noch ‘wie Grafik’ gerastert. Hat man früher aus Zeitgründen so gemacht. Ist schon längst hinfällig, aber die Sinnhaftigkeit von alten Specs überprüfen macht anscheinend keiner.

 

Wer beispielsweise seine eigene Schriften auf einen Laserdrucker testen möchte: Am besten mal ein Dokument mit kleineren Schrifgrößen bei 600 und 1200 dpi ausgeben. Wenn die 1200 dpi Ausgabe kräftiger ist als die bei 600 dpi, dann Finger weg von 1200 dpi! Fehlerhafte Ausgabe! Dann lieber 600 dpi, Schriftgrößen 2 x so groß definieren und 2 x so weit weg halten … Ich kann aus Erfahrung sagen, dass sowohl HP als auch Brother Drucker in diesem Sinne fehlerhaft sind.

Ja, das geht dann tatsächlich nicht. Ich hatte gerade einen Fall, das mich ein Nutzer anfragte, ob denn meine Schriftartenb auch in PDF-Dateien eingebunden werden können, weil dieser Mensch eine gekaufte Schriftenlizenz hatte, bei der dies nicht ging.

 

Gerade bei Amateur-Gestaltern kann es dann vorkommen, dass sie zwar bei der Erstellung der PDF-Datei davon unterrichtet wurden, dass die Schift nicht in die PDF-Datei eingebettet werden konnte. Da diese Leute dann nicht den Hintergrund kennen, öffnen sie die PDF-Datei auf ihrem Rechner, und sehen, dass anscheinend alles OK ist. Dann wird nach der PDF gedruckt, und statt Buchstaben sind da nur kleine Kästchen.

  • Ersteller

Zur Information für Mitleser, die dies eventuell nicht wissen: Zum Prüfen einer PDF-Datei auf eingebettete Schriften geht man wie folgt vor:

 

Schrifteinbettung prüfen. Dazu im Adobe Reader in den Voreinstellungen unter Seitenanzeige "Lokale Schriften verwenden" deaktivieren.

 

Jedes Dokument dann wie folgt auf eingebettete Schriften prüfen: 
- Unter Datei > Dokumenteigenschaften den Punkt Schriften aufrufen.

- Dann erscheint eine Liste der Schriften. (Evtl. jetzt den Knopf „Alle auflisten“ betätigen.) 
- Nach jedem aufgeführten Schriftnamen muss der Kommentar „Eingebettet“ oder „Eingebettet Untergruppe“ stehen.

Steht hier nicht „Eingebettet“, muss die betreffende Schrift mit der PDF-Datei separat mitgeliefert werden. Quelle

 

 

Noch eine allgemeine Frage dazu: Mit »eingebunden« und »eingebettet« ist im Fall von Schriften, die in eine PDF-Datei integriert wurden, das gleiche gemeint, oder?

Ich kann die Frage nicht beantworten, aber eine neue daneben stellen :-) Merkt der Preflight im Acrobat, wenn eine Schrift nicht dabei ist?

Dass Schriften nicht eingebunden werden können, das hatte ich noch nicht. Also geht das dann tatsächlich rein technisch nicht?

 

Das legt der Schriftanbieter beim Generieren der Schrift als Parameter fest und ordentliche Programme halten sich an diese Vorgabe und verweigern dann die Einbettung. Man findet das aber eher bei Spezialfonts. Unter normalen kommerziellen Schriften ist ein technisches Einbettungsverbot selten, aber kommt durchaus vor. 

Für die jenigen, die keinen Font-Editor benutzten, hier der betreffende Dialog aus Fontlab Studio indem man festlegt, was dere Nutzer mit dem Font machen kann:

 

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Wir hatten im Büro mal einen alten HP-Farblaser. Dort wurde Schrift, die mit 100% schwarz angelegt war, beim Ausdruck eindeutig aus Farben aufgerastert. Wurde der Text in Pfade umgewandelt, kam es richtig in schwarz.

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