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Strichstärken-Modulation des Majuskel D bei der englischen Schreibschrift

Hervorgehobene Antworten

Ich vermute, dass der untere Teil des D-Bauches gemeint ist. Ich habe das gerade mal mit einer Feder auf die Schnelle ausprobiert: Bei mir entsteht da genau das gleiche Linienmuster, wie im Buchstaben D gezeigt. Wenn ich das D in einem Schwung schreibe, dann setze ich zunächst oben mit der Geraden an und ziehe die Feder nach unten. Komme ich dann zur Rundung des D, ist dies eine Aufwärtsbewegung der Feder, bei der naturgemäß keine Verdickung entstehen kann. Beim P und beim R setzt man die Feder von oben an, deswegen gibt es Verdickungen in der Linie.

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Ich vermute, dass der untere Teil des D-Bauches gemeint ist. Ich habe das gerade mal mit einer Feder auf die Schnelle ausprobiert: Bei mir entsteht da genau das gleiche Linienmuster, wie im Buchstaben D gezeigt. Wenn ich das D in einem Schwung schreibe, dann setze ich zunächst oben mit der Geraden an und ziehe die Feder nach unten. Komme ich dann zur Rundung des D, ist dies eine Aufwärtsbewegung der Feder, bei der naturgemäß keine Verdickung entstehen kann. 

Ja, der Bauch ist gemeint. Es liegt doch am Kalligrafen wann er Druck auf die Feder ausübt. Das geht natürlich nur bei abwärts laufenden Bewegungen, aber der Bauch ist doch abwärts. Also ich kann mit meiner Feder problemlos eine Zunahme der Strichstärke herbei führen.

Ne der Bauch geht aufwärts – also ganz im Gegensatz zum echten Leben :party:

 

Due beginnst oben rechts, ziehest dann runter machte unten links die kleine Schleife und dann den Bauch als Bogen gegen den Uhrzeigersinn, bis du links oben aufhörst. Anders als P und B wird das D also in eins durchgeschrieben. Mit B geht das aber auch. Hier ne schnelle Skizze, die Feder wollte ich jetzt nicht extra rauskamen ;-)

 

eRc4Wfz.jpg

Bearbeitet ( von TobiW)

  • Ersteller

Ne der Bauch geht aufwärts – also ganz im Gegensatz zum echten Leben :party

 

Due beginnst oben rechts, ziehest dann runter machte unten links die kleine Schleife und dann den Bauch als Bogen gegen den Uhrzeigersinn, bis du links oben aufhörst. Anders als P und B wird das D also in eins durchgeschrieben. Mit B geht das aber auch. Hier ne schnelle Skizze, die Feder wollte ich jetzt nicht extra rauskamen ;-)

 

eRc4Wfz.jpg

 

Ahhh, ich wurde total verwirrt durch meine Sign-Painting Recherchen. Da wird nämlich überraschend oft neu angesetzt. Wahnsinn, dass man das in einem Zug macht. Danke :)

Wahnsinn, dass man das in einem Zug macht. Danke :)

 

Interessant: Ich habe die Buchstaben in der Grundschule so zu schreiben gelernt. Also mit weniger Zierschnörkeln natürlich und mit normalem Füller, aber die Form, in der man die Schreibbewegung ausführte (von Tobi schön illustriert), war die gleiche. 

Also ich kann das nicht aus der Schule … weiß garnicht, woher ich das abgeschaut habe. Normal schreibe ich allerdings auch anders, wie „Start“ und „Ende“ zeigen :-)

Unter dem, was mir an Handschriftlichem untergekommen ist, gibt es durchaus Schreiber, die ein rechtsdrehendes D bevorzugen, das sieht dann (mal eben schnell aus dem Gedächtnis gezeichnet) etwa so aus:

 

post-22079-0-60719700-1402125960_thumb.j

dann ist das wohl wie mit den Joghurts … nur welche Ds sind gesünder? :party:

Ja, das ist, wie mit den Joghurts :-)

 

Ich habe mich ja schon einiges mit Schulausgangsschriften beschäftigt, und dabei eben auch diverse Fachartikel zur Entwicklung dieser Schriften studiert, in denen die Mängel der bisher üblichen, historisch tradierten Schulschriften beleuchtet wurden. Hier insbesondere die für die kindliche Motorik problkematischen Formen der Lateinischen Ausgangsschrift, die auch mir damals nicht selten Schmerzen in der Hand verursachte, als ich im „Schreiben-lernen-Alter“ war.

 

Und hier wurde nicht selten dargeledt, dass für die rechte Hand eben eine kreisende linksdrehende Bewegung die natürlichere und leichter umzusetzende Form ist, Das wird wohl auch einer der gründe sein, dass sich die Mehrzahl der mit einem bogenförmigen Element geschriebenen Buchstaben eben liksdrehend geschrieben werden, und manche, die eigentlich einen rechtsdrehenden Bogen besitzen, in der späteren individuellen Handschrift eher zu liksdrehenden Formen tendieren, und damit zur Wiederaufnahme eigentlich nicht mehr gelehrter Unterscheidungszeichen, wie dem Häkchen über dem u führen, weil das n dann eben auch durch die linksdrehende Schreibung wie u geschrieben wird.

Für Linkshänder war das übrigens auch nicht ohne.  :nicken:

Davon ab: Ich habe gestern noch mal ein paar Schreibübungen in Lateinischer Ausgangsschrift gemacht – und mir ist fast die Hand abgefallen! Der Zwang, alle Buchstaben eines Wortes ohne abzusetzen aneinanderzureihen ist wirklich unnötige Quälerei. Im Laufe der Zeit entwickelt ohnehin jeder seine individuelle Handschrift, die an den Stellen, wo es zweckmäßig und angenehm ist, eben einfach neu ansetzt. 

Das stimmt. Gerade dieses Schreiben des kompletten Wortes in einem Zug hat mir damals oft die Deutsch-Note versaut, da ich, wenn das eine Wort fertig war eher an das nächste Wort gegangen bin, als im gerade fertig geschriebenen Wort die i-Punkte zu setzen.

 

Später, wo man dann eben im Wort einfach abbricht, kann man die ja praktisch sofort setzen., So ist eine Schrift, die weder durchgängig aus einzelnen Druckbuchstaben, welches zu Stopps zwingst wo Buchstaben eigentlich aus dem Schwung heraus koppeln möchten, noch eine sklavisch Zwangsverbundene Schrift wie die LA wirklich gut, sonder eher so eine Art „Silben-Ligatur-Schrift“ bei denen sehr häufig benutzte Buchstabenverbindungen eben gekoppelt sein dürfen, anderes aber genau so gut getrennt.

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