Jump to content
Postkarten-ABC zum Sammeln oder Verschenken …

Fragen zu einfachen Anführungszeichen und Satzzeichen nach Doppelpunkt

Empfohlene Beiträge

Ich habe mich entschieden, mehrere meiner Fragen in einem Thread zu stellen, um nicht das Forum mit meinen Fragen zu fluten.

  1. Man möchte eine Wendung aus einem Primärtext wiedergeben. Man zitiert aber nicht wortwörtlich: Man ändert beispielsweise den grammatikalischen Fall ab oder man passt, wenn es sich um ältere Texte handelt, die Schreibweise an. Es würde das Textbild stören, wenn man die Wendungen in Anführungszeichen setzen würde und die entsprechenden Änderungen in eckigen Klammern übernähme.

     

    Wallenstein „wohnt auf dem linken [Flügel der Festung] ganz allein“ (Tod 3369), die Festung selbst enthält einen ‚innern Hofraum‘, der Hofraum ist Teil der abgeriegelten Festung, die ihrerseits von der Stadt abgeschottet und von ihr umgeben ist (Tod 3356–69; Tod 2840 f.).

    Ich habe das bisher mit einfachen Anführungszeichen realisiert, da ich das bei einigen Journals beobachtet hatte, bin mir aber nicht sicher, ob das die korrekte Verwendung ist. Gegen doppelte Anführungszeichen spricht meines Erachtens, dass die Wendungen dann mit Zitaten verwechselt werden könnten, was sie ja nicht sind.

  2. Wo wird der Punkt beziehungsweise das Satzzeichen gesetzt, bei abschliessenden Zitaten nach einem Doppelpunkt?

     

    Damit etabliert sich eine Veranlassungskette: «Er [sokrates] war und blieb Hebamme; nicht weil er ‹das Positive nicht hatte›, sondern weil er einsah, daß jenes Verhältnis das höchste ist, das ein Mensch dem andern gegenüber einnehmen kann.» (PB 18)

    Nach diesem Zitat würde wahlweise ein neuer Satz oder ein neuer Abschnitt beginnen. Muss der Punkt, wie im Beispiel, noch im Zitat gesetzt werden, oder wird er da weggelassen, um nach der schliessenden Klammer zu stehen?
    Irgendwie irritierend würde es nämlich andernfalls bei Zitaten mit abschliessenden Fragezeichen aussehen, wenn nach dem Nachweis noch das Fragezeichen folgt:
     

     

    «Kann es einen geschichtlichen Ausgangspunkt für ein ewiges Bewußtsein geben; wie kann ein solcher mehr als historisch interessieren; kann man auf ein historisches Wissen eine ewige Seligkeit gründen?» (PB 11)

     

  3. Hat bei der Angabe «Tod 2840 f.» im Beispiel oben ein Abstand zwischen der Verszahl und der Abkürzung «f.» zu stehen oder nicht?

Herzlichen Dank schon im Voraus für eure Hilfe.

Link zu diesem Kommentar

Ich, jedenfalls, würde es exakt so, wie in deinen Mustern machen. Im erstren Satz zählt der Punkt ja zu diesem Kompletten Zitat, also am Schluss, in dem anderen Fällen gehört der ja zum zitierten und gehört meines erachtens genau so in die Anführung. Diese Quellenangabe in Klammern braucht eigentlich keinen Punkt danach und vor dem nächsten Satz.

 

Eventuell die Quellenangabe komplett in die Fußnote verbannen und statt dem (PB 18) dann nur eine hochgestellte Ziffer, welche die Zitate der Seite durchnummeriert.

Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Einloggen

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden
Die besten Typografie-Links bequem per E-Mail erhalten.
×
×
  • Neu erstellen...

🍪 Hinweis:

Wir benutzen funktionale Cookies.