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Wann setzt man drei Sternchen, wann einen Abstand zwischen Absätzen?

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Gast was?

Manchmal gibt es in erzählenden Prosatexten eine Lücke zwischen Absätzen. Die gewöhnlichen Formen sind eine Reihe von drei Sternchen (alternativ eine kurze Linie oder ein Ornament) oder eine Leerzeile.

Unterscheiden sich beide Formen hinsichtlich ihrer Bedeutung?

Manchmal benutzen Bücher beide Formen, dann scheint mir der Unterschied folgender zu sein:

Drei Sternchen

Bezeichnen eine zeitliche Lücke.

Zwischen den beiden durch drei Sternchen getrennten Textteilen ist Zeit vergangen, der Ort der Handlung und die Hauptfigur bleiben jedoch gleich. In der Pause hat der Protagonist beispielsweise geschlafen, war arbeiten oder hat etwas anderes, wenig berichtenswertes erledigt.

Beispiel:
 

"Ich geh schlafen." Beate schlurfte hinaus.
Ich setzte die Brille wieder auf und las weiter.

* * *

Es war still, nur Beates ruhiges Atmen war zu hören. Ich wünschte, sie würde nicht immer so früh schlafen gehen. Ich fühlte mich einsam, wenn ich nachts alleine im Wohnzimmer saß.


Leerzeile

Bezeichnet einen Ortswechsel und/oder einen Wechsel zur Erzählperspektive eines anderen Protagonisten.

Beispiele:



"Ich geh schlafen." Beate schlurfte hinaus.
Ich setzte die Brille wieder auf und las weiter.


Warum muss Henning nur jeden Abend noch stundenlang lesen? Ich wünschte, er würde gemeinsam mit mir zu Bett gehen. Ich schaltete das Licht im Badezimmer ein und sah in den Spiegel. Lag es an mir, dass er sich von mir zurückzog?


oder:
 

"Ich geh schlafen." Beate schlurfte hinaus.
Ich setzte die Brille wieder auf und las weiter.


Die Luft stand heiß und unbeweglich in den Häuserschluchten San Franciscos. Frank sah auf die Uhr. Ob Henning noch wach war? Er nahm sein Handy und wählte Hennings Nummer.


Entspricht das eurer Beobachtung, und gibt es eigentlich Regelwerke, die die korrekte Verwendung dieser Formatierungen erklären?

Ich würde mich insbesondere über Quellenangaben freuen.

 

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catfonts

schau mal hier: http://www.typografie.info/3/page/wiki.html/_/fachbegriffe/abteilungssternchen-r211

 

ich würde mal sagen, solch ein Abteilungssternchen dient schon der logischen Trennung all der betroffenen Aspekte innerhalb einer sonst eigenständigen Geschichte, was genau dann gemeint ist, ergibt sich dannn aus dem kontext.

Ein einfach etwas breiterer Absatzabstand könnte ja auch nur dadurch erforderlich gewesen sein, um einen Schusterjungen auf die nächste Seite zu schieben, ist aber eben trotzdem "nur" ein normaler Absatz.

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Wrzlprmft

Ich bezweifle, dass es hier irgendwer mal Regeln, wie Du sie suchst, festgehalten hat. Selbst wenn, zwingen dich schlimmstenfalls die obskuren Richtlinien eines Verlags, Dich daran zu halten.

Das Einzige, was mir diesbezüglich über den Weg gelaufen ist, ist, dass eine Unterteilung, die normalerweise mit einer Leerzeile gekennzeichnet würde, mit drei Sternchen gekennzeichnet wird, wenn sie auf einen Seitenumbruch fällt (da man sie sonst nicht erkennen könnte).

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Gast was?

Danke, ihr zwei!

 

Ein einfach etwas breiterer Absatzabstand könnte ja auch nur dadurch erforderlich gewesen sein, um einen Schusterjungen auf die nächste Seite zu schieben, ist aber eben trotzdem "nur" ein normaler Absatz.

 

catfonts, hier ist beispielhaft eine Seite aus David Mitchell, The Bone Clocks, die zeigt, dass eine Leerzeile auch mitten in der Seite vorkommen kann (neben anderen, eng gesetzten Absätzen) und ganz sicher nichts mit Schusterjungen zu tun hat.

post-31217-0-09154600-1431429129_thumb.p

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catfonts

natürlich hat die jetzt nichts mit dem schusterjungen zu tun, sondern ist schlicht bein absatz, ich meine ja, wenn solch eine lücke mal etwas breiter erscheint, als sonst im buch, muss das nicht unbedingt etwas mit der erzähllogik zu tun haben.
 
-mir ist grad meine tastatur gestorben, großtaste geht nicht mehr :shock:

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Erwin Krump

Wenn bei Absätzen grundsätzlich keine Leerzeile eingeteilt ist, bei einigen Absätzen aber „ausnahmsweise“ eingeteilt wird, so hat dies entweder mit der Erzähllogik zu tun oder es wurde fälschlicherweise vom Setzer eingeteilt.


 


Es liegt im Ermessen des Autors, ob er bei einigen speziellen Absätzen eine Leerzeile, Sternchen oder sonst ein Zeichen dazwischen möchte, um eben dem Leser zu vermitteln, dass hier eine Schnittstelle, eine Pause oder sonst etwas anders ist, als nach den üblichen Absätzen.

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Dieter Stockert

mir ist grad meine tastatur gestorben, großtaste geht nicht mehr :shock:

Unser EDV-Mann hat mir mal empfohlen, die Tastatur mit der Tastenseite flach nach unten kräftig auf den Schreibtisch zu hauen, da fallen dann viele Krümel raus und es kann sein, dass die Tasten dann wieder gehen. Bei mir hat es jedenfalls schon manchmal geholfen.
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catfonts

ne, da fiel leider die ganze Taste runter, und ich drücke jetzt direkt auf die Folie. Ist nämlich eine, die unter den Tastenkappen so eine Mechanik, wie bei Laptop hat (hatte ich beim Kauf nicht gesehen, und diese Plastemechanik hat leider die winzigen Nasen verloren, mit denen die in das gestanzte Blech eingerastet sind, und dabei ist dann auch noch die Silikonkappe, die das abfedert gerissen - so ein Schrott!!!

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catfonts

ne ne, is schon gut, so geht wenigstens das Großschreiben wieder, mal sehen, was der erste Buchstabe wegfliegt.

 

Schließlich ist es kein Billigteil, und der Test ließ gutes erhoffen. Der erste Eindruck bestätigte das zuerst, aber nach 2 Monaten haben dann schon 2 Tasten ihre Tastenkappe verloren, und die Windows- und Alt-Taste wacken auch sehr verdächtig.

 

(wobei ich es allerdings gebraucht, aber offenbar nur wenig, erhalten habe, wir die mitterweile etwas blanker gerubbelten Tastenkappen zeigen, die, als ich das Teil erhielt, wie neu stumpf waren)

 

Hier dann der Test aus dem Internet:

 

 

SpeedLink Ultra Flat Metal Keyboard

(Note 1,9)

 

„Wenn man was besonderes sucht dann findet man mit dem Speed-Link Ultra Flat Metal Keyboard genau das Richtige. Durch das gebürstete Aluminium setzt man Akzente und jeder der dieses Keyboard sein eigen nennt, kann mit Fug und Recht behaupten was besonderes zu besitzen. Das Keyboard macht sich auf jedem Schreibtisch extrem gut und wirkt sehr edel, aber man muss das Besondere auch mit einem nicht gerade kleinen Preis von 49.99 EUR erkaufen, aber dafür hat man dann auch eine sehr hochwertiges Keyboard, mit dem man sicherlich sehr sehr lange seine Freude haben wird. Bestellen kann man das Speed-Link Ultra Flat Metal Keyboard hier.“

 

 

 

Tja, Das mit der sehr hochwertigen und guten Verarbeitung sehe ich jetzt doch ein wenig anders, wenn dann die Parallel-Führungs-Mechanik sich nach kurzer Benutzung selbst zerlegt.

 

Verzeihung, das war jetzt OT, Frust halt...

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Phoibos

Tja, Das mit der sehr hochwertigen und guten Verarbeitung sehe ich jetzt doch ein wenig anders, wenn dann die Parallel-Führungs-Mechanik sich nach kurzer Benutzung selbst zerlegt.

 

Verzeihung, das war jetzt OT, Frust halt...

 

Nur so als OT-Tipp: für Vieltipper bieten sich im Allgemeinen mechanische Tastaturen an. Ich schwöre da auf die Cherry MX Blue-Tasten, die jedoch den Nachteil haben, dass die laut sind. Sehr laut. Dafür kannst Du die G80-3000 (irgendwo zwischen IBM Model M und Apple Extended Keyboard von Haptik und Klang her) komplett auseinanderbauen und bis auf die Platine mit den Tastern und der Elektronik den ganzen Rest in der Waschmaschine waschen. Kosten ab 50€, nach oben fast keine Grenzen, wenn auch meist nur Gedönse für Spieler. Auch die jetzigen Apple-Tastaturen haben von ihrer komischen Belegung (für Windows-Nutzer, wenn man sie jedoch als Standardtastature betreibt, kann man die Aufdrucke ja ignorieren als Blindtipper) mal abgesehen eine Super-Qualität. Ich mag jedoch die kaum vorhandene Tiefe des Hubs nicht und mag die taktile und akustische Rückmeldung auf einen Tastenschlag, hab das Tippen halt auf einer rein mechanischen Schreibmaschine mal gelernt, dann auf von den IBM-Kugelkopf-Maschinen umgestiegen, dann Apple Extended Keyboard, kurze Ausflüge zu billigeren Tastaturen gemacht und nun seit Jahren glücklicher Cherry-Nutzer.

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