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Hervorgehobene Antworten

 

»Schon heute kann man sagen: Die Preise vor allem für Bücher,

die noch in Frakturschrift gedruckt sind, werden weiter sinken.

Bald kann sie nämlich niemand mehr lesen. Auch der allgemeine

Prestigeverlust des Alten, Historischen spielt eine Rolle. Das ganze

Ambiente von Antiquariaten, die früher wohlige Schauer angesichts

eines Urväterhaushalts auslösten, hinter dem man viele Schätze

vermutete, diese schon olfaktorisch ganz verwunschen wirkenden

Ali-Baba-Höhlen, sie rufen heute eher Beklemmungen hervor.

Statt ehrfürchtig zu staunen, fragt man sich eher, wie wohl das

körpereigene Immunsystem darauf reagiert.«

Tilman Krause in der Tageszeitung »Die Welt«, 08. 09. 2015

Sofern man noch eine Buchhandlung findet. In meinem Heimatort waren vor 30 Jahren (20.000 EW) zwölf Buchhandlungen, heute (35.000 EW) sind es noch drei, und eine davon ist eher ein Spielwarengeschäft als eine Buchhandlung.

  • Ersteller

Verleger Ulrich Bollmann zeigte den Kinder die erste Ausgabe

des Boten aus dem Jahr 1834. Die Frakturschrift von damals bereitete

den Kindern keine Probleme. „Das ist die alte deutsche Schrift,

das haben wir in der Schule gelernt.“

Der Bote für Nürnberg-Land, 02. 09. 2015

So einen Lehrer hatte ich auch. Ich weiß nicht mehr, in welcher Klasse das war, aber irgendwann kam er im Zeichenunterricht damit an, uns die Sütterlin als "Klassen-Geheimschrift" verkauft, und eben, damit wir auch die alten Briefe unserer Eltern und Großeltern lesen können. Das waren nur wenige Schulstunden, aber letztlich ist davon mehr hängen geblieben, als von vielem anderen, das man uns beizubringen versuchte.

[...] uns die Sütterlin als "Klassen-Geheimschrift" verkauft [...]

Genial.

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