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Hervorgehobene Antworten

Guten Morgen!

 

Diese Formel hier stammt aus der Dissertation von Gerhard Fischer und beschreibt den Zusammenhang zwischen Dichteumfang und Flächendeckung beim frequenzmodulierten Raster.

 

Ich hatte sie 1994 mit FrameMaker aufgebaut, was einfach und schnell gelang. Bis auf die fehlenden unteren Abschlüsse bei den eckigen Klammern sieht sie ganz passabel aus, finde ich,

 

Wie würdet Ihr eine solche Aufgabe heutzutage lösen? Mit Word? LaTeX? Mathematica? InDesign?

 

 

post-13955-0-12505400-1453355056_thumb.j

Formeln in diesem Stil sind natürlich krass ...!

Ab und zu habe ich für technische Beschreibungen solch umfangreiche Formeln auch zu setzen. Da aber die Agentur, für diese ich das mache, Indesign-Dokumente verlangt, habe ich noch nie ernsthaft über Alternativen nachgedacht (und ausprobiert).

 

Machbar ist das schon mit Indesign, ist halt ein wenig umständlich, da man oft nicht um mehrere, ineinander verschachtelte Textrahmen herumkommt. Ich habe mir einen Master erzeugt, mit mitwachsenden Textrahmen, alles als Gruppe im Fließtext verankert. Bei einfacheren Formeln kommt man evtl. um ein "Gruppe-im-Fließtext-verankern" herum, bei derart vielen Objekten nicht. (Soweit mein Stand).

 

Aber vielleicht gibt es ja ganz andere Alternativen mit anderen Programmen ...?

Doch wenn die Formeln wie in deinem Beispiel im Text mitlaufen (sollen), müsstest du ja diese Dateien aus einem anderen Programm verlinken und bei Korrekturwünschen jedes Mal extern bearbeiten.

 

Bin mal gespannt.

Mit LaTeX könnte das Ergebnis so aussehen:
 
post-30275-0-86177100-1453378206_thumb.j
 
Der Code für die Formel lautet:

\begin{displaymath}
U_{DR} \approx -\log \frac{%Zähler
 1 - ( 1 - \varphi_{\min}) \cdot (1 - 10^{D_0-D_V})
 }{%Nenner
 \left(
  \left[
   1 - \varphi_{\min}
    \left(
     1 - 10^{\frac{D_0-D_V}{2}}
    \right)
  \right]^2
 \right)
 }
 \end{displaymath}






 

 

  • Ersteller

Na, das habe ich schon geahnt, dass LaTeX hier ein wirklich gutes Ergebnis bringen würde. Vielen Dank. Wie lange hast Du denn gebraucht? Und: Hat LaTeX einen grafischen Formeleditor wie früher FraneMaker?

Nun, das ist ja gerade der Witz, oder der Knackpunkt, je nachdem, wie man es sieht in dem ganzen TeX-Universum, dass es hier eben kein WYSIWYG gibt, sondern dem internen digitalen Setzer quasi den Satz erklärt, als würde man den einem realen Setzer per Telefon übermitteln, und darauf folgt dann WYGIWYW* - also: Du bekommst von dem Programm geliefert, was du durch die Erklärung, die du dem Programm gegeben hast, gewünscht hast. Man muss die Formel also letztlich so verfassen, wie man sie jemanden vorlesen würde, SDas Programm sorgt sich dann um die richtige Größe und Platzierung der mathematischen Zeichen.

 

*) WYGIWYW = What You Get Is What You Want

 

 

Bei der Formel frage ich mich allerdings, ob die äußere, runde Klammer im Nenner überhaupt erforderlich ist und

\begin{displaymath}
U_{DR} \approx -\log \frac{%Zähler
 1 - ( 1 - \varphi_{\min}) \cdot (1 - 10^{D_0-D_V})
 }{%Nenner
 \left(
 1 - \varphi_{\min}
   \left[
     1 - 10^{\frac{D_0-D_V}{2}}
   \right]
 \right)^2
 }
 \end{displaymath}

nicht eine identische Aussage hätte.

 

Wie catfonts schon sagte: den Formeleditor braucht man gar nicht, da man die Struktur der Formel eingibt und nicht das Layout. Ein Glück, denn als Nicht-Fachmann hätte ich das nie hinbekommen. LaTeX übernimmt das alles für mich.

Für die Formel selbst habe ich fünf Minuten gebraucht. Weitere fünf Minuten, um die Schrift umzustellen.

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