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Seitengewicht/-dicke für Magazin mit ungestrichenem Papier?

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Ein (Literatur-)Magazin im Format 215 x 280 mm habe ich in der Vergangenheit auf Normaset Puro naturweiss matt FSC 90/m2 ducken lassen, wobei die Frotnseite 150 g/m2 war.

Die Inhaltseiten waren nun aber deutlich zu dünn; beim Blättern rutschten die Seiten und es würde edler wirken, wenn die Seiten etwas dicker wären. Gedruckt wird im Offset.

 

Nun meine Frage: Gibt es irgendwelche Anhaltspunkte, was ich als nächstes ausprobiere soll bzw. zum Verhältnis Frontseit–Inhalt oder werde ich einfach ungefähr nach Gutdünken ausprobieren müssen? Was meint ihr?

 

Überlegt habe ich mir: 150 g/m2 für den Inhalt und 240 g/m2 für die Frontseite, bin mir aber nicht ganz sicher, ob 150 g/m2 nicht etwas gar schwer ist für ein ca. 40-Seitiges Heft.

Soweit ich mich erinnere, kommt es bei Papier leider nicht nur auf die Grammatur sondern auch auf das Volumen und die Art (Naturpapier, gestrichenes Papier) an. Mich dümken 90 g/qm auch rect leicht, 150 wär aber schon ein rechter Hammer. Hast Du denn keine Möglichkeit, mal Materialbeispiele, die etwa an das herankommen, was Du möchtest, in die Hand zu nehmen?

  • Ersteller

Hmm ja sowas habe ich mir gedacht. Materialbeispiele sind halt schwierig, da selten mit dem exakt selben Papier ein Druckprodukt in ähnlichem Format vorliegt. Papiermuster lasse ich mir gerade zukommen. Aber dann tendiere ich wohl eher zu 120 g/m2.

Ich würde auch sagen, dass das Flächengewicht noch nicht all zu viel über das Papier aussagt. Ich habe hier in meinem Zettelkasten aus Druckerei-Verschnitt zurechtgeschnitte Notizzettel aus 120g/m² Papier, welche die reinsten "Bretter" sind, sodass ich auf diesem Papier durchaus hätte Postkarten drucken können. Als Magazinseite wär mir das schon fast zu steif. Halte ich die 100x100 -Zettel an einer Kante waagerecht, bieg es sich nicht einmal durch.

 

Dagegen habe ich mir einen Ries 150g/m²-Papier im Büromarkt besorgt, das ist derart lappig, dass es bei 100mm Überstand über die Tishkante schon mit der Vorderkante senkrecht herunter hängt.

 

Ich würde also den Papierlieferanten nach etwas steiferem fragen, wenn dein derzeitiges Papier zu weich ist.

Hmm ja sowas habe ich mir gedacht. Materialbeispiele sind halt schwierig …

Nö. Wir lassen uns von der Druckerei meist ein Blindmuster zuschicken, wenn wir uns wegen der Grammatur nicht sicher sind. Kostet manchmal ein paar Euro, ist aber günstiger als ein Fehldruck oder ein unzufriedener Kunde.

 

Ein 40-Seiter sind nur 20 Blatt, da liegst du mit 150 g (Volumen von 1.23 bei 185 my) für den Innenteil nicht schlecht. Ich würde aber eher über ein Euroset statt Normaset nachdenken – das Euroset ist die Offset-Variante, das Normaset eigentlich ein Preprint-Papier.

 

Ds 120g-Papier kommt wegen des Volumens von 1.33 auf 160 my, das wäre eine Alternative, wenn dir 150 g zu dick sind.

  • Ersteller

Nö. Wir lassen uns von der Druckerei meist ein Blindmuster zuschicken, wenn wir uns wegen der Grammatur nicht sicher sind. Kostet manchmal ein paar Euro, ist aber günstiger als ein Fehldruck oder ein unzufriedener Kunde.

 

Ein 40-Seiter sind nur 20 Blatt, da liegst du mit 150 g (Volumen von 1.23 bei 185 my) für den Innenteil nicht schlecht. Ich würde aber eher über ein Euroset statt Normaset nachdenken – das Euroset ist die Offset-Variante, das Normaset eigentlich ein Preprint-Papier.

 

Ds 120g-Papier kommt wegen des Volumens von 1.33 auf 160 my, das wäre eine Alternative, wenn dir 150 g zu dick sind.

Herzlichen Dank für die kompetente Antwort.

Was hat es genau mit Normaset bzw. Euroset auf sich? Ich bekam ein Musterbogen von der Druckerei und im entsprechenden Farbton (leicht gelblich so, dass man es beim Lesen für weiss hält; angenehm zum Lesen halt) gab es nur Normaset.

Die unterscheiden sich nur in der Feuchte – das Euroset ist eben für den Offsetdruck ausgelegt (Broschüren etc.) und das Normaset für den Preprintbereich (Lasergeeignet für Briefpapier etc.). Weißegrad ist identisch, Haptik extrem ähnlich. Die beiden ergänzen sich prima.

  • 1 Monat später...
  • Ersteller

Die unterscheiden sich nur in der Feuchte – das Euroset ist eben für den Offsetdruck ausgelegt (Broschüren etc.) und das Normaset für den Preprintbereich (Lasergeeignet für Briefpapier etc.). Weißegrad ist identisch, Haptik extrem ähnlich. Die beiden ergänzen sich prima.

 

Kann so erklärt werden, weshalb schwarze Flächen im Offset bei Normaset weisse Sprenkel drin haben?

Oder warum würde die Druckerei beim Offsetdruck überhaupt Normaset als potenzielle Papierwahl in Betracht ziehen?

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