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Wie ist richtige Angabe von Schachzügen?

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Buchgestalter

Ich habe hier ein Sachbuch beim dem ich nicht Recht weiterkomme.

In dem Buch geht es um Schach. Es werden einige Partien erklärt und dabei Züge angegeben.

So z. B. „5.e3“ oder auch „1.e4 e5 2.Sf3 d6“. Das norwegische Original ist mir keine Hilfe. Zwischenräume sind wild verteilt. Genauso sieht es in den Schachforen aus. Immer viele Varianten in der gleichen Zeile.

Im Moment habe ich mich für die Variante entschlossen, hinter dem Punkt der Zugnummer ein Achtelgeviert einzufügen. Ansonsten geschützte Leerzeichen und auch kein Komma zwischen den Zügen. 

Gibt es eine Regel.

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guest_12

Eine entsprechende Regel fällt mir nicht ein, habe allerdings noch nie ein Schachbuch gesetzt. Ich habe eben mal in meinen Schachbüchern geschaut, bei allen kommt der Zug direkt nach dem Punkt, der Zug von schwarz wird mit einem normalen Leerschritt abgetrennt. Soll nur der zweite Zug angezeigt werden, also quasi eine Fortsetzung der Zugreihenfolge nach einem erklärenden Text, kommen zwei Punkte, also etwa so:

 

11.Te3 

 

Der Turm lorem ipsum usw. 

 

11...La4

 

Ganz ehrlich, ich muss sagen das sieht überhaupt nicht komisch oder gar falsch aus für mich, das ist, je nach Schrift usw. gut lesbar und nachvollziehbar. 

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Buchgestalter

Im Original oder auch in Foren sind oft Leerzeichen. 

wie „5. e3¡

Aber ich habe auch Eröffnungszug „1…d6“. Das ist also eine Zugreihenfolge.

Dann hat aber auch „1.d4“ Sinn. Also besser ohne Zwischenraum.

Scheint mir so logischer.

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guest_12

Naja, ich würde es auf jeden Fall klären bzw. ausprobieren, generell kommt ja immer mal eine ganze Abfolge von Zügen, da stehen dann z.B. 10 oder noch mehr Züge hintereinander weg, so eine Folge würde ich mal mit wie auch immer gearteten Zwischenraum und ohne überprüfen bzw. anbieten.

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Dieter Stockert

Die Zugnummer, also »1.«, »2.« usw., bezieht sich ja auf den gesamten jeweiligen Zug. Nachdem nun die beiden Teilzüge von Weiß und Schwarz durch ein ganzes Leerzeichen getrennt sind, entsteht der Eindruck, dass die Zugnummer nur zum weißen Teilzug gehört, wenn man da nicht auch mindestens ein ganzes Leerzeichen dazwischensetzt.

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Buchgestalter

Dieter bietet ja jetzt die andere Variante mit Leerzeichen an. 

Obwohl ich bei „1.e4 e5 2.Sf3 d6“ schon sehen kann was zusammen gehört.

Varianten anbieten muss ich so nicht. Der Lektor hat es mir überlassen.

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guest_12

 

vor 2 Minuten schrieb Buchgestalter:

Obwohl ich bei „1.e4 e5 2.Sf3 d6“ schon sehen kann was zusammen gehört.

Varianten anbieten muss ich so nicht. Der Lektor hat es mir überlassen.

Dann würde ich mich für ebendiese entscheiden.

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Þorsten

Ich lese ja nun kaum Schachliteratur, aber auf die Schnelle stört mich hier zumindest theoretisch, dass Ziffern auf engstem Raum für verschiedene Sachen stehen: einmal die Zugnummer und dann die Beschreibung des Zugs an sich. Und ich frage mich, ob es vielleicht was bringen könnte, diese beiden Rollen typografisch zu unterscheiden.

 

1. Idee: Farbige Unterscheidung. Die Zugnummern grau oder in einer nicht zu aufdringlichen Farbe.

2. Idee: Kapitälchenziffern¹ für die Zugnummern, Versalziffern für den Rest.

 

Unsinn oder einen Versuch wert? :-?

___________

1. Also keine Mediävalziffern (0123456789), sondern solche, bei denen alle Kapitälchenhöhe haben und auf der Grundlinie sitzen.

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Christian Z.

Komplett ohne Leerraum finde ich komisch. Mir ist bis jetzt meistens die Notation 3. Lf4 g5 bzw. 3. Lf4 Blablabla. 3… g5 blubb, also mit Leerzeichen nach Punkt und Ellipse untergekommen. Typografisch liegt die Wahrheit vielleicht zwischen kein Abstand und vollem Leerzeichen.

 

Ich kann aber überhaupt nicht gut Schach spielen. Hatte aber die letzte WM mitverfolgt.

 

Edit: Wie hier beschrieben:

https://en.wikipedia.org/wiki/Algebraic_notation_(chess)#Notation_for_a_series_of_moves

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Dieter Stockert

Bei Wikipedia steht immer ein Leerzeichen nach der Zugnummer, was mich freut, weil es meine Sicht der Dinge bestätigt. Bei Wikipedia war als Zeichen, dass eine Figur geschlagen wird, ein kleines x gesetzt. Ich meine aber, das das Malzeichen × richtig wäre, und habe das deshalb entsprechend geändert.

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guest_12

Ich habe mal Beispiele angehängt, 4 und 5 ist wunderbar, ich finde das übersichtlich genug. Also ich bleibe mal bei meiner Meinung, ich würde direkt hinter dem Punkt weiter setzen, gerade bei Blocksatz. Hier jetzt noch mit unterschiedlichen Zwischenräumen zu arbeiten bedeutet sehr viel Mehraufwand, zumal wenn die Partien so im Manuskript geliefert wurden. Gerade bei engeren Zeilen im Blocksatz habe ich so eine bessere Gliederung zwischen den verschiedenen Zügen.

 

Ich hoffe es ist erlaubt die Bilder anzuhängen oder widerspricht das Copyrightrichtlinien?

01.jpg

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04.jpg

05.jpg

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Dieter Stockert
vor 41 Minuten schrieb waldbaer:

Ich habe mal Beispiele angehängt, 4 und 5 ist wunderbar, ich finde das übersichtlich genug. […] Gerade bei engeren Zeilen im Blocksatz habe ich so eine bessere Gliederung zwischen den verschiedenen Zügen.

Nehmen wir Beispiel 5: Ich sehe »1.Sf8+« als Block, dann einen zweiten Block »Kd7«, dann einen dritten Block »2.Se5+«, dann einen vierten Block »Kc8«, dann einen fünften Block »3.Se7+«, dann einen sechsten Block «Kb8« und so weiter. Der erste Block beinhaltet eine Nummerierung (die für den ersten Zug steht), der zweite Block hat keine Nummerierung, obwohl er mit zum ersten Zug gehört, und so geht es weiter. Mit Logik oder mit klarer Zuordnung hat das nichts zu tun.

 

Ein Beispiel, wie ich es als deutlich übersichtlicher empfinde (zwischen jedem Zug ein normales Leerzeichen, innerhalb des Zuges Mini-Leerzeichen zwischen Nummer, erstem Halbzug und zweitem Halbzug; oben mit Mediävalziffern, unten mit proportionalen Tabellenziffern):

 

Schach.png

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Buchgestalter

Vielen Dank für die vielen Hinweise. Wobei ich ja nun wieder am Anfang bin:

vor 15 Stunden schrieb Buchgestalter:

Im Moment habe ich mich für die Variante entschlossen, hinter dem Punkt der Zugnummer ein Achtelgeviert einzufügen. Ansonsten geschützte Leerzeichen und auch kein Komma zwischen den Zügen. 

So werde ich es wohl machen. Eine Regel scheint es so richtig nicht zu geben, die Muster zeigen das auch. Bisher habe ich auch nur einzelne Züge im Text verteilt. Das wird sich wohl ändern wenn Magnus in die zweite WM kommt.

Wie immer Einheitlichkeit sollte Wichtig sein. Mediävalziffern sind vom Verlag sowieso vorgegeben.

Sollte jemand geschlagen werden natürlich ein Kreuz, kein X. Das ist klar.

 

Ansonsten Danke für die Hilfe, bin seit Jahren im Forum unterwegs, habe bisher jedoch immer Antworten gefunden. 

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