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Typografie eines Stundenplans

Hervorgehobene Antworten

Hallo liebe Typografiefreunde,

 

 

beim Entwurf eines Stundenplans stelle ich mir grade die Frage, warum so viele Stundenpläne vertikale Linien und horizontale beinhalten?

Im prinzip liest man sie ja tagweise, so sind vetikale Linien durchaus nicht ausgeschlossen, aber welche Daseinsberechtigung haben dann horizontale Linien?

 

Stundenpläne, wenn sie in Blöcke eingeteilt sind, da ist es vielleicht etwas anderes. Aber bei normalen Stundenplänen? Da sind die Fächer selten geordert beziehungsweise werden die Fächer ja händisch eingetragen, so dass die Gestalter keine thematischen Gruppen vorweg durch horizontale Linien gruppieren können.

Was sagen die Experten denn dazu?

 

 

Mit freundlichem Gruß

oparilames

vor 9 Minuten schrieb oparilames:

Im prinzip liest man sie ja tagweise

Aber wie “liest” man Studenpläne denn tatsächlich? Wirklich hintereinander weg? Und wie oft? Vielleicht ein einziges Mal zu Beginn des Schuljahrs/Semesters, würde ich denken.

 

Danach wird ein Stundenplan doch höchstens wie ein Nachschlagewerk konsultiert. Was habe ich in der nächsten Stunde? Was morgen nach Sport? Was am Freitag in der letzten Stunde? Um die gesuchte Stunde zu finden, sind Zeilen dann genauso wichtig wie Spalten.

 

Ob man das nun mit Linien gestalten und wie steht ja auf einem anderen Blatt.

Die Woche ist in fünf bzw. sechs Tage mit Unterricht aufgeteilt, und jeder Schultag hat die selben festen Unterrichtseinheiten (»Stunden«): 1. Stunde … 8. Stunde oder sogar noch mehr – zumindest war das damals zu meiner Schulzeit noch so.

Meiner Meinung™ nach schreit das gerade nach einer tabellarischen Struktur. Und die Linien helfen hier, die Tage und die Stunden voneinander abzugrenzen. Schüler denken gewöhnlicherweise auch in diesen Blöcken: »Montag, 5. Stunde: Mathe«.

Wären bei einem Blanko-Stundenplan (noch nicht ausgefüllt) keine Linien vorhanden, könnte man quasi auch ein leeres Blatt nehmen und es »Stundenplan zum Selbstausfüllen« nennen.

Und wenn jemand ein leeres Blatt nimmt (weil er kein vorgefertigtes Formular hat), um einen Stundenplan zu notieren, sind die Chancen sehr hoch, dass er/sie als erstes ein Liniengitter zeichnet mit sechs Spalten und n Zeilen, bevor dann die Wochentage und Fächer eingetragen werden. Man kann sich jetzt überlegen, ob das so ist, weil man es von vorgedruckten Stundenplänen – ohne groß darüber nachzudenken – einfach übernimmt, oder weil es vielleicht doch irgendwie sinnvoll ist.

Wenn in zwei klar erkennbaren Zellen untereinander »Mathe« steht, weiß man gleich: »Aha, Doppelstunde Mathe«, und man muss nicht die Länge des Unterrichtsblocks durch Vergleichen mit anderen Spalten mühsam herausfinden. Ohne dieses Raster fiele es u.U. schwer zu sagen, ob ein größerer Block jetzt zwei oder drei Stunden umfasst (Beispiel: Nachmittagsunterricht findet nur am Mittwoch statt. Ohne Raster stünde dann dort ein Block »Sport« undefinierter Höhe. Da in den Nachbarspalten keine Unterrichtsblöcke zum Vergleichen eingetragen sind, weiß man nicht, wie lange der Sportunterricht dauert. Sind die Zellen (= Unterrichtseinheiten) klar erkennbar, ist alles eindeutig.

Man könnte natürlich die horizontalen Linien weglassen und die Zeilen abwechselnd farbig hinterlegen. Das höbe jedoch einige Zellen (z.B. 2. Stunde, 4. Stunde, 6. Stunden usw.) gegenüber den anderen Zellen optisch hervor, wofür es aber eigentlich keinen Grund gibt.

 

Edith sagt: Ich bin allerdings in der Tat nur interessierter Laie und kein Experte™ …

Bearbeitet ( von J_hu)

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