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Schriftskizzen-Fundstück

Hervorgehobene Antworten

Hat jemand eine Ahnung welche Schrift das sein kann? Die beiden Muster sind mit Bleistift gezeichnet und gestückelt auf Pappen aus der Schriftgießerei Trennert aufgeklebt. Die Skizzen sind schätzungsweise aus den frühen 30er Jahren, denn die Rückseite zeigt die Fette Trennert-Fraktur von 1931.

 

Muster0001Muster0002

 

  • Ersteller

wie gesagt, lag bei einigen schriftproben aus der schriftgießerei trennert dabei und ist auf karton geklebt welcher auf der rückseite auch mit j. d. trennert beschriftet ist.

  • Ersteller

Ja, vermute ich auch, umso spannender ist das Thema.

Das was ich von Trennert habe, habe ich durchgesehen. Den Seemann auch grob, wobei ich ausschließen würde das die Schrift dort drin ist, weil dieser von 1926 ist und die Rückseite des Kartons die Trennert-Fraktur von 1931 zeigt.

  • Ersteller

ok. schau ich dann mal.

ich vermute das es was von Kleukens ist, es passt zu seinem Stil und die Trennert-Fraktur ist auch von Ihm.

Außerdem befindet sich auf dem einen Muster unten rechts ein Kürzel was man als Kl. deuten könnte.

 

_DSC0335.jpg

  • Ersteller

In den Nachträgen vom Seemann habe ich nix gefunden, ohne Insiderwissen werden wir es also kaum herausbekommen – oder müssen wir hier erst wieder Bündner Nusstorte (ersatzweise Sächsische Eierschecke) verlosen? :twisted:

Ich hab mir das auch noch mal genauer angeschaut, und auch den ganzen Seemann durchgesehen.

Schaut wirklich nach etwas unveröffentlichtes und wirklich sehr nach Kleukens' Handschrift aus, sodass man die wohl Kleukens Mediäval nennen könnte, oder?

 

A.JPG.829407c1055842007409f52b59caa37b.JPG

  • Ersteller

Florian unterstreicht meine These mit Kleukens:

Zitat

Interesting question! I don’t know the answer, but here are some observations.

Several of the peculiar letterforms remind me of details in typeface designs by Friedrich Wilhelm Kleukens. For example, the ‘e’ is almost exactly the same as in Kleukens-Antiqua. Compare also the unusual construction of ‘Q’, the ‘tz’ ligature with the descending terminal, the curling question mark, or the pointy exclamation mark. Furthermore, have a look at Neue (Kleukens) Antiqua, an unrealized design made in 1928 (shown in Klingspor-Museum’s pdf). In particular, see the ‘R’ with the large head and the flowing leg, the left-leaning ‘Æ’, the ‘&’ with the left-pointing arm, the curved ‘7’ and, most strikingly, the distinctive ‘4’. The ‘a’ with the round belly can be found (in a different form) in his Ratio-Latein. Some of this´could be ascribed to the fashion of the time, but in sum, I find it suspicious. Could this be a design by Kleukens himself, or a pupil or epigone of his?

F. W. Kleukens released most of his designs with Bauer (Kleukens-Antiqua, 1910–13) and Stempel (several, 1910–26). At the end of his career, however, he made Ferrum (1930) and Trennert-Fraktur (1931) for J. D. Trennert. The latter was started at Stempel, where a trial cut was made in 1927 as Kleukens-Fraktur. It is unclear why Stempel didn’t go forward with the production, and why Trennert took over. [W. Hendlmeier]

Trennert-Fraktur was also adopted for the Typograph machine, in three weights, with duplexed matrices. It features a very similar ‘4’, too.

Could it be that your images show the drawings for a revised version of a Neue Kleukens-Antiqua, to be produced for Trennert/Typograph, after Kleukens and Stempel parted ways?

https://www.flickr.com/photos/romibello/35539365811

 

Genau diese beschriebenen Formprinzipien habe ich bei meiner Betrachtung diverser Kleukens-Schriften auch gesehen. Besonders dieses besondere Q war mir fast schon der Aufhänger, eine ähnliche Schrift zu finden, und dann wear das sicher ne Kleukens-Schrift und auch einige der Formprinzipien fanden sich dann wieder.

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