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Abstände und Zeilenumbrüche bei Abkürzungen

Hervorgehobene Antworten

Hallo allerseits,

 

hab ich das richtig in Erinnerung, daß mehrteilige Abkürzungen wie „z. B.“ mit einem schmaleren Leerzeichen und ohne Zeilenumbruch (in LaTeX als \, einzugeben) gesetzt werden?

 

Und wie siehts bei „Vl. 1“ oder „1. Violinen“ aus? Schmale oder normalbreite Leerzeichen, Umbruch erlauben oder nicht?

 

Und, was zwar gerade nur so halb ins Thema paßt, weshalb ich aber keinen eigenen Thread aufmachen will: welche Leerzeichen bei „½ Va.“ und „Vl. 1&2“?

 

Viele Grüße

Malte

Na, gerade dieser Beitrag zeigt ja deutlich, was bei normalen Leerzeichen passiert, am "z. B."

 

Ich würde in allen fällen, da diese Abkürzungen ja jeweils eine logische Einheit sind, immer ein schmales, geschütztes Leerzeichen setzten.

 

ein "1." am Ende der Zeile, und schlimmstenfalls  die "Violine" erst auf der nächsten Seite wäre doch wirklich eine typografische Katastrophe.

 

 

vor 30 Minuten schrieb MalteM:

 … welche Leerzeichen bei „½ Va.“ und „Vl. 1&2“?

„½ Va.“ und „Vl. 1 & 2“

Bei diesen Beispielen würde ich jew. ein Achtelgeviert dazwischengeben. Auch bei dem &-Zeichen.

  • Ersteller

Danke für eure beiden Antworten! Das mit dem Umbruch hab ich mir schon fast gedacht, aber wegen der Abstände war ich mir unsicher. Hab jetzt auch herausgefunden, was ein Achtelgeviert ist und  nachgelesen, daß \, in LaTeX ein Sechstelgeviert erzeuge. Konjunktiv, weil das sehr vom Font abhängt: Ich hab in LaTeX halbe und ganze geschützte Leerzeichen direkt eingegeben (UTF8) mit \, bzw. ~ verglichen. Meine Ergebnisse:

		UTF8		LaTeX
		halb	ganz	\,	~
Latin Modern	0	> ganz	halb	ganz
Vollkorn	ganz	ganz	< ganz	ganz
Alegreya	0	ganz	< ganz	ganz
Linux Libertine	halb	ganz	> halb	ganz
DejaVu Serif	> halb	ganz	halb	ganz

Das mit den halben Leerzeichen haut also eh nicht so ganz hin … Ich frag mich, ob die Fonts oder (Lua)LaTeX das Problem sind.

 

Off-topic: beim Erstellen der Tabelle ist mir aufgefallen, daß die Tabs in der Code-Eingabe und -Anzeige verschieden groß sind.

  • Ersteller

LuaLaTeX ist höchstens halb schuld … auch in LibreOffice ist das nicht einheitlich: Alegreya hat da zwar ne vernünftige Breite fürs halbe geschützte Leerzeichen, aber Vollkorn auch hier nicht.

 

Aber da \, ja bei allen was ausgibt (und zwar ein Sechstelgeviert Abstand laut Dokumentation), bin ich mal dem folgenden Vorschlag aus einem anderen Thread gefolgt und habs zu nem Achtelgeviert geändert (dafür aber den Namen \, beibehalten).

Am 4.1.2009 um 12:30 schrieb Meta:

In TeX (bzw. LaTeX/ConTeXt/…) gibt es kein vordefiniertes Achtelgeviert und \, fügt kein Viertelgeviert ein sondern ein Sechstelgeviert.

Wenn du ein Achtelgeviert haben willst musst du es dir selbst definieren.


\def\8{\kern.125em\relax}
 

Oder sollte ich, da das Leerzeichen in Vollkorn (die ich jetzt verwenden möchte) ziemlich genau ein Fünftel-, kein Viertelgeviert ist, das schmale Leerzeichen auf ein Zehntel- statt ein Achtelgeviert setzen?

vor 31 Minuten schrieb MalteM:

Oder sollte ich, da das Leerzeichen in Vollkorn (die ich jetzt verwenden möchte) ziemlich genau ein Fünftel-, kein Viertelgeviert ist, das schmale Leerzeichen auf ein Zehntel- statt ein Achtelgeviert setzen?

Falls es sich bei deinem Text um Blocksatz handelt, wird der allgemeine Wortzwischenraum von Zeile zu Zeile ohnehin variieren.

 

Nur die speziellen Eingaben von Leerachtelgeviert, Leerhalbgeviert, Leergeviert etc. oder was es in deinem Programm sonst noch gibt, bleiben Fixabstände. Trifft zumindest auf Layoutprogramme zu.

  • Ersteller

Hm, stimmt auch wieder. Ja, ich verwende Blocksatz und LaTeX hat natürlich diese Eigenschaft, die festen Abstände nicht zu dehnen.

Die festen Abstände sollen ja m. E. nicht gedehnt werden. 

 

Die Glyphengruppen, die mit Fixabständen zusammengehalten werden, können so als kompakte Einheit oder Begriff einfacher wahrgenommen werden.

 

Erweitert aber auch verringert werden die „normalen“ Wortabstände. 

 

Wenn die Wortabstände ev. zu eng werden, also weniger als der eingegebene Fixabstand, dann ist Handarbeit angesagt.

 

P. S.: Das ist aber nur meine Arbeitsweise und sollte nicht als typografische Regel verstanden werden.

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