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Schrift für leichteres Lesen

Hervorgehobene Antworten

Ein Artikel in der PAGE beschrieb das Projekt von Bernd Hülsmann.

Designwerk

 

Zitat

»›Ich wollte bei meiner Diplom-Arbeit etwas entwickeln, was nicht direkt wieder in der Schublade verschwindet‹, erklärt Diplom-Designer Bernd Hülsmann. … ›Darüber hinaus bin ich während des Studiums auf den Missstand des Analphabetismus in Deutschland aufmerksam geworden. Die Schrift trägt etwas dazu bei, Abhilfe zu schaffen. Ich wollte eine Schrift mit einem tieferen Sinn gestalten‹, berichtet er. Dies hat er mit seiner entwickelten Schriftart SemikolonPlus während seiner Abschlussarbeit an der Fachhochschule Münster 2009 auch geschafft.«

Mir ist dieser Ansatz sehr sympathisch und die Kosten für die Lizenzierung sind überschaubar. Wie ist diese Schrift aus gestalterischer Sichtweise zu beurteilen? Möglicherweise ist ja eine Aufnahme in die Fontliste denkbar. Die Schriftschnitte enthalten kein Versal-Eszett. Ich denke, wenn Herr Hülsmann von kompetenter Seite angesprochen wird, er nicht abgeneigt wäre, ein solches zu ergänzen.  ;-)

 

Mit besten Grüßen

Na ja.

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Die bessere I/l- und d/b-Unterscheidung ist gut (ich hoffe, das erstreckt sich auf alle gespiegelten und gedrehten Formen, vor allem d/b/q/p), aber die »komplexeren« a- und g-Formen sind eindeutiger und für Leseanfänger einfacher von anderen Zeichen zu differenzieren als die »einfacheren«.

 

Ich beobachte jetzt seit Jahren allerlei ABC- und Leselernlieder, -spiele und -übungen mit etlichen und immer wieder neuen Kindern. Bei den einfachen Formen wird a regelmäßig mit o verwechselt und g mit 6. Werden hingegen die komplexen Formen verwendet, habe ich noch nie einen Fehler erlebt. Kinder, auch im Vorschulalter, kennen die komplexen Formen schon; sie sind allgegenwärtig. Mir ist ehrlich gesagt schleierhaft, warum »Experten« immer noch auf den einfachen Formen bestehen.

 

Denkbar ist, dass die komplexeren Formen mehr Unterscheidungsmerkmale aufweisen und deshalb eindeutiger erkennbar sind. Bei der Vereinfachung gehen wohl distinktive Merkmale eher verloren.

Bearbeitet ( von 109)
Korr

Einstöckiges a und g werden in der Regel eingesetzt, wenn Schreiben- und Lesenlernen in einem engen Zusammenhang stehen. Sobald es mit der Buchstabierphase zu Ende geht, sollte man auf die zweistöckigen Formen umsteigen. Viele Verlage bleiben aber dennoch oft bei der "Fibel"-Variante, um den Käufern (Eltern, Großeltern, Onkeln und Tanten) zu signalisieren, dass es sich um Erstlesebücher handelt. Sozusagen Holzspielzeug zum Lesen.

  • Ersteller

Die Semikolon Plus enthält die »einfachen« Formen, die Semikolon Classic die komplexeren. In beiden Schriften sind die Unterscheidungen bei den gespiegelten/gedrehten Formen gut.

 

Mit besten Grüßen

vor 7 Stunden schrieb 109:

Denkbar ist, dass die komplexeren Formen mehr Unterscheidungsmerkmale aufweisen und deshalb eindeutiger erkennbar sind. Bei der Vereinfachung gehen wohl distinktive Merkmale eher verloren.

Ich habe mal vor langer Zeit eine Testuntersuchung zur Lesbarkeit von Schriften gelesen. Dabei wurden die Tester wohl auch unter Alkohol/Drogen gesetzt. Dabei wurde festgestellt das auch bei horizontaler Teilabdeckung des Textes Antiquaschriften deutlich besser zu lesen waren als Groteskschriften. Durch den Duktusunterschied lassen sich Antiquaschriften deutlich besser lesen, was auch wohl durch Fließtexte sämtlicher Zeitungen westlicher Prägung veranschaulicht wird. Mit freundlichen Grüßen aus Hamburg, Andreas

Bearbeitet ( von MONOSIGNUM)
Textfehler

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