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Schrift für Flugzeug-Cockpit-Renovierung Dornier Do 27

Hervorgehobene Antworten

Ich bin heute per E-Mail gefragt worden, ob ich 2 Schriften erkennen kann, eine war leicht, es war DIN 16, aber bei der anderen stehe ich ein wenig auf dem Schlauch:5a5cf83887806_1.Schrift.thumb.jpg.3a9807a466e135e9285ba2a2918940e9.jpg

Gelöst von RobertMichael

Hallo,

 

mein erster Anlauf alleine an Jand der Zahlen (1, 2 und 5) würde in diese Richtung gehen:

 

Typeface:	Folio
Designer:	Konrad F. Bauer, Walter Baum
Year:		1956 (1957-1962)
Publisher:	Bauer Types (Bauersche Giesserei)

Designed by Konrad Bauer and Walter Baum in 1956, 
Folio was the first popular Swiss Sanserif; the 
positive black shapes of the letters appear to be 
locked inevitably into the correct position by the 
firm and positive white shapes that surround them.

https://www.myfonts.com/fonts/bitstream/folio/
https://www.myfonts.com/fonts/linotype/folio/
https://www.myfonts.com/fonts/ftbauer/folio/

----------------------------------------------------

Typeface:	Folio
Designer:	Konrad F. Bauer and Walter Baum
Year:		1957, 1989
Copyright:	Neufville
Publishers:	Adobe and Linotype	

Originally published by Bauer Type Foundry in 1957.

http://www.identifont.com/show?LM

 

MfG

Die Beschriftung gab es übrigens auch in positiv:

Cockpit_einer_DO-27.jpg

 

Fliegende Do 27 gibt es ja noch genügend, vielleicht hat das Dornier-Museum oder einer der Enthusiasten belastbare Infos …

http://www.dorniermuseum.de/

  • Ersteller

Das scheint ein gedruckter, aber in allen Flugzeugen dieses Modells zwischen Höhenmesser und Uhr aufgeklebter Zettel zu sein, also ein Papieretikett.

Und natürlich spricht nichts gegen Folio oder sogar Helvertica, wobei es eben so genau wie möglich am Original sein soll. Hier etwas speziell ist das große Ö.

Lach! Da nimmt die Katze direkt Witterung auf … ;-) Ist das nicht genau das richtige Projekt für Dich?

Na komm, ihr hattet doch auch schon Sturm … :trost:

vor 22 Minuten schrieb bertel:

Na komm, ihr hattet doch auch schon Sturm … :trost:

Ja, seitdem kommt bei Regen Wasser durch die Küchendecke – der Dachdecker war vorhin gerade hier, um sich das Elend anzukucken … 8-)

[Permanent]

 

Und ich dachte immer, noch schlimmer als Helvetica geht nicht. – Wieder was gelernt!

(naja, die R*** lassen wir jetzt im Schrank)

  • Ersteller

Das wird wohl auch der Grund sein, warum es die nicht digital gibt. Sollte ich mich da auf Wunsch des Dornier-Renovierers da dran machen, hätte ich auch 'nen Namen:

 

Peenetrant

 

Ja mit ee, wegen der Peene, die hier an Wolgast vorbei fließt

vor 3 Stunden schrieb Stötzner:

Und ich dachte immer, noch schlimmer als Helvetica geht nicht.

Die Helvetica ist eine der meistverwendeten Schriften des 20. Jh., aber sie ist trotzdem oder deswegen ein Klassiker und eine wohldurchdachte Schrift. Eine ganze Stilära der Typografie, die „Schweizer-Typografie“ zehrte von dieser Schrift. ich würde sie zu den besten Schriften des 20. Jh. zählen.

 

Ganz anders die „Permanent“. Sie ist eine Kreuzung aus Helvetica und Univers. Und eben ein missglückter Entwurf.

Das konnte nur schiefgehen. Ein Zwischenglied zwischen zwei derart prägnanten Schriften zu finden, ist ein zu schwieriges Unterfangen.

Als missglückt würde ich die Schrift nicht bezeichnen. Ich liebe das kleine a der breiten Schnitte, in der mageren Variante sieht sie sogar ganz edel aus, die halbfette ist allerdings wirklich etwas krude. :ilovetype:

Erwin, hast Du von den anderen Schnitten auch noch eine Karteikarte?

 

Zitat: http://www.kghoefer.de/KgHoefer_Schriften.html

Zitat

Außerdem hatte er dazu die Permanent Headline mit Headline licht 1964 und 1969 Headline Kursiv gestaltet. Diese Schrift besaß keine Unterlängen, d.h. auch ein g, p, q und y war so sehr gestaucht, daß es in eine kompresse Zeile paßte.

EAT THIS, HELVETICA!

 

 

IMAG2218.jpg

IMAG2219.jpg

IMAG2220.jpg

Ja die Helv. hat natürlich ihre Qualitäten. Wahrscheinlich ist es v.a. das »Flair« das von ihr ausgeht, was mich erschauern läßt.

vor 24 Minuten schrieb Stötzner:

Wahrscheinlich ist es v.a. das »Flair« das von ihr ausgeht, was mich erschauern läßt.

Die Helvetica ist heute auch nicht mehr mein Fall.

 

Ich habe sie aber zu Bleisatzzeiten gerne verwendet. Damals war sie ein Klassiker.

 

Eine Generation von Schweizer Typografen hat sie eben auch gerne eingestzt. Das waren nunmal meine bzw. unsere Vorbilder. 

Jede Zeit hat ihre Favoriten, auch unter den Schriften. 

 

Viele Jahre später hat man dann eine andere Sichtweise.
 

Was dem digitalen Zeitalter die Comic-Sans ist, waren in der Flower-Power-Ära die Schriften im Kringel-Look. 

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