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Wegen neuer Tastaturnorm neu lernen?

Hervorgehobene Antworten

Moin,

 

anlässlich Ralfs Artikel zur neuen Tastatur-Norm fragte ich mich und nunmehr Euch: Lernt Ihr Belegungen jenseits von T1? 

Falls ja, lohnt sich der Aufwand? Oder arbeitet Ihr wie ich mit automatischen Ersetzungen (>> wird in » umgewandelt etc.) in Euren Programmen, sofern möglich?

Und wie macht Ihr das in fremdsprachigen akzentlastigen Texten? Ich nutze, wo immer möglich, eine Betacode-artige Tipperei und bügle hinterher dann eine "Suche&Ersetze" über den Text.

 

Ciao

Am Mac ist ja vieles direkt erreichbar – wenn man weiß wo. Sowas wie ALT + 0150 auswendig lernen ist damit überflüssig. Weitere häufig benutzte Zeichen (ſ, ẞ, ×, ☞, ❝ …) hab ich als Textersetzung hinterlegt. Leider funktioniert das nur in Apple-nahen Anwendungen problemlos. In Adobe-Programmen funktioniert es nicht. 

Typographische Anführungszeichen kann ich in InDesign aktivieren, daher brauch ich mich darum schon mal nicht kümmern … der Rest kommt so selten vor, dass ich das zu Fuß erledigen kann.

Ich habe mir schon länger einen eigenen, erweiterten Tastaturtreiber gebaut (Microsoft hat dafür ein Tool, und ich biete den auch auf meiner Seite an. Hier habe ich mir unter anderem ſ und ẞ und alles andere für UNZ1-Frakturschriften sofort zugreifbar gepackt, einiges auf AltGr+noch ohne diese Belegte Funktion auf den Buchstabentasten (da ist ja nur Q, E uns M schon so belegt) und zusätzlich eben das normalerweise total ungenutzte Umschalt + AltGr, was mir mit AltGr 35 weitere Belegungen, und für AltGr+Umschalttaste sogar 45 zusätzliche Belegungen ermöglicht, ohne die Standardbelegung irgendwie zu ändern.

 

Um jetzt die Eingabe von Umschalttaste + AltGr zu vereinfachen habe ich bei der Tasten-Scancode-Belegung in Windows die mich ohnehin zumeist nervende Feststelltaste in eine 2, AltGr-Taste gewandelt, sodass ich mit einem Finger eben Unschalttaste und die eigentliche Feststelltaste (die ja jetzt AltGr ist) sehr einfach gemeinsam drücken kann.

vor 4 Stunden schrieb Phoibos:

lohnt sich der Aufwand?

Für mich eigentlich kaum, weil ich eben überwiegend nicht auf deutschen Tastaturen herum klimpere. Ansonsten würde ich das mittelfristig aber schon empfehlen, sonst bist du immer völlig aufgeschmissen, wenn du mal an einem System sitzt, auf dem du deine software-aktivierten Kniffe nicht so schnell installieren kannst. Ich kenne das gut, wenn ich mal woanders ran muss und meine geliebte Compose-Taste, mit der sich so gut wie alles so einfach tippen lässt, nicht zur Verfügung habe. Wattn Krampf! (Mit deutschem Tastaturlazout kann ich Äubrigens gar nicht flÄussig schreiben. Da bin ich viel yu langsam.)¹

 

Also: die Standards zu beherrschen ist gut.

 

______________

1  Lazout und yu sollte offensichtlich sein. ÄUbrigens rührt daher, dass auf der US-Tastatur ["] dort liegt, wo auf der deutschen das [ä] liegt, und man per Compose-Taste das ü per [Compose] ["] [‌u] erzeugt.

Ich sehe übrigens gerade, dass eine kursive Tastaturbeschriftung der Erkennbarkeit der vielen kleinen Tüddelchen nicht unbedingt hilfreich ist. Hoffentlich setzt sich das nicht durch! So finde ich’s viel besser:

German-T2-Keyboard-Prototype-May-2012.jp

Bild von https://commons.wikimedia.org/wiki/File:German-T2-Keyboard-Prototype-May-2012.jpg, geteilt mit einer Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported-Lizenz

Übrigens sind ẞ, ſ, und «» ja auch in der der T2 verfügbar, nicht nur in der E1/T3. Ist der Artikel dort mglw. leicht missverständlich?

 

Edit: Oder sind ẞ, ſ, und «» etwa nur in der alten, aber nicht mehr in der neuen T2 drin?! Das wäre ja extrem blöd!

vor 1 Stunde schrieb Ralf Herrmann:

Ist alles noch da. Das ẞ war allerdings zu zappelig und ist nochmal vom H aufs benachbarte G gesprungen. Hmm. 

Hach, der junge Hüpfer … :-P

Am 28.11.2018 um 10:25 schrieb Phoibos:

Lernt Ihr Belegungen jenseits von T1? 

Falls ja, lohnt sich der Aufwand?

Ich tippe schon seit Jahren auf Neo 2 und habe es bisher nicht bereut. Alle Sonderzeichen, die ich Alltag brauche, sind direkt erreichbar (und mein Alltag braucht Mathematisches und griechische Buchstaben) und insbesondere kann ich Steuerzeichen fürs Programmieren u. Ä. erreichen, ohne mir die Hände zu brechen.

 

Dies hat zwei große Vorteile:

  • keine Handschmerzen
  • man kann fast alles leicht blind tippen und sich daher besser auf die eigentliche Arbeit konzentrieren. Mein Bewusstsein sagt, was es schreiben möchte, und das Muskelgedächtnis kümmert sich um den Rest, ohne das ein erneuter Umweg über das Bewusstsein nötig ist.

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